Von Tierpark bis Abenteuerspielplatz: Familienausflug mit den Kindern

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Einen Ausflug mit Kindern zu organisieren kann für Eltern, Lehrerinnen oder Kindergarten-Erzieher zur Herausforderung werden. Die muntere Truppe zusammen zu halten und für die Sicherheit aller zu garantieren, verlangt hohes Verantwortungsbewusstsein. Für die Kinder ist es ein Erlebnis, in der Gemeinschaft anderer einen Bauernhof mit Streichelzoo oder eine Zirkusveranstaltung zu besuchen. Auch wenn Kinder heute viel aufgeklärter sind und bereits frühzeitig in Kontakt mit modernen Medien wie Smartphone, Computer und iPad kommen, sind viele Erlebnisse für sie eindrucksvolle Wunderwelten. Bereitet man sie gut darauf vor, lernen sie eine ganze Menge und haben zugleich Spaß.

Von A nach B in verschiedenen Fahrzeugen

Familienausflüge zum Strand gehören bei einem Inselurlaub unbedingt dazu. Für manche Strecken sind Kleinkinder noch nicht reif. Daher vermieten Fahrradverleiher, strandnahe Restaurants und Appartement-Vermieter am Urlaubsort Fahrradanhänger, Kindersitze und Bollerwagen. Neben dem Strandgepäck kann man darin auch einen müden kleinen Wichtel transportieren.

Streckenweise können Väter ihre kleinen Söhne auf den Schultern tragen, während die größere Tochter den Weg zum Strand bereits alleine bewältigen möchte. Alternativ kann der Nachwuchs selbst einen Teil der Strecke zurücklegen und kleine Abenteuer am Wegesrand genießen. Wichtig ist immer, an den Sonnenschutz zu denken. Ein Bollerwagen ist ideal für die Kleinfamilie mit maximal zwei Kindern. Doch auch Kindergärten nutzen Bollerwagen mit eingebauten Sitzen. Manche davon sind überdacht. Sie können auch bei Regenwetter eingesetzt werden.

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Der Nachteil ist, dass nur wenige Kinder darin Platz haben. In der Regel dienen Bollerwagen daher der Aufnahme von Kinderrucksäcken und Getränken, wenn es zu einem Abenteuerspielplatz geht. Die Kleinfamilie mit zwei Kindern kann sich auch eines Fahrrades mit Kinderanhänger bedienen. Der Vorteil ist, dass man damit auch längere Strecken bewältigen kann. Die Kinder sitzen jedoch in einer Art Zelthöhle. Sie sind von ihrer Umwelt abgeschnitten. Bei Hitze kann es ganz schön anstrengend werden, dieses Transportmittel am Urlaubsort zu nutzen. Zudem muss man es am Eingang des Zoos oder Erlebnisparks stehenlassen. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte sich vorab Gedanken darüber machen, wie er die Truppe von A nach B bringt und wie es vor Ort weitergeht. Es hängt vom Alter der Kinder und von der Größe der Gruppe ab, zu welchen Lösungen man kommt.

Lange Wege, kurze Beine

Angesichts langer Rundgänge in einem Zoo oder Erlebnispark sind für Familien wie Schulgruppen mehrere Picknickpausen einzuplanen. Kleine Kinder ermüden schnell. Sie benötigen viel zu trinken und regelmäßige Gänge zur Toilette. Ein Zwischenstopp auf einem Spielplatz oder bei einem kleinen Jahrmarkt wird meist mit Begeisterung aufgenommen. Ein gutes Maß zwischen Lerneffekt und Spielspaß sollte immer gefunden werden. Alle Unternehmungen mit Kindern müssen dem Alter und der Aufnahmefähigkeit der Kinder gerecht werden.

Manches, was Kinder unter „Spaß haben“ verstehen, muss von den erwachsenen Begleitpersonen gedeckelt werden. Zum Beispiel sollten die Kleinen nicht unbeobachtet am Wasserrand Burgen bauen. Wie viele erwachsene Begleitpersonen den Ausflug begleiten, ob neben den Erziehern auch einige Eltern mitkommen sollten und welche Aufgaben diese übernehmen, ist vor dem Ausflug abzustimmen. Auch über etwaig anfallende Kosten sollte vorab gesprochen werden.

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Ein Familienausflug in einen Erlebnispark, ins Disneyland oder einen im Stadtgebiet gastierenden Zoo kann ziemlich teuer werden. Gruppenermäßigungen oder Familienkarten mildern den Kostenfaktor nur bedingt. Doch es gibt auch kostenfreie oder günstige Angebote. Freilichtmuseen zum Thema Steinzeit, Kräuterparks, Streichelzoos auf dem Bauernhof oder privat betriebene Tierparks sind oft weniger teuer. Manche Erlebnisse kosten gar keinen Eintritt, sofern nicht besondere Veranstaltungen stattfinden. Oftmals können pädagogische Spielangebote genutzt werden, sofern man die Gruppe vorher anmeldet.

Eindrucksvolle Erlebnisse mit Nachwirkung

Je kleiner die Kinder sind, desto eher muss man sie auf das vorbereiten, was erlebt werden kann. So können Ängste genommen, Neugier geweckt und Wünsche der Kinder oder Eltern berücksichtigt werden. Für Kinder ist alles interessant. Ob es um einen Molkereibesuch oder ein Museumsdorf geht: ohne Erklärungen können Kinder die Bedeutung des Gesehenen nicht einordnen. Die pädagogische Begleitung sollte alle Fragen zum Thema beantworten. Wo immer Kinder etwas ausprobieren, anfassen oder verkosten können, wird das Erlebte eindrucksvoller. Maislabyrinthe, Wasserrutschen oder Streichelzoos erfordern Mitmach-Aktivitäten der Kinder.

Aktive und passive Erlebnisse sollten in gutem Wechsel stehen. Erst können die Kinder auf dem Pony reiten, dann ruhen sie auf einer schattigen Wiese aus. Damit kann man auch den steigenden Level der Aufregung wieder auf den Boden holen. Die Rasselbande im Zaum zu halten, sodass sie nicht aus dem Ruder läuft, ist gelegentlich eine anstrengende Aufgabe. Besonders Westernstädte oder Karl-May-Festspiele animieren die Kids dazu, selbst zum Schurken oder Helden werden zu wollen. Wichtig ist es, die Erlebnisse des Tages nachzubereiten und den Kindern Erinnerungsstücke als Mitbringsel zukommen zu lassen. So kann der Ausflug in Erinnerung bleiben und immer wieder erzählt und nacherlebt werden.

Oftmals ist es schwer, alle Wünsche und Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen. Kompromisse sind unvermeidbar. Sie sollten verständlich erklärt werden. Des Trostes bedürfen jene, die ihre Enttäuschung in Form von Tränenbächen ausagieren müssen. Am Ende sollten auch sie zufrieden sein.

Titelbild: © istock.com – kzenon
Textbild: istock.com – nyul

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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