Die erste Regelblutung – Meine Tochter wird zur Frau

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Menstruations-Beschwerden
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Wenn sich die Regelblutung bei jungen Mädchen einstellt, stehen sie nicht selten vor einem Rätsel. Das Problem dabei: Aufgrund einer falschen moralischen Einstellung der Eltern wurden sie mitunter gar nicht oder nur unzureichend “aufgeklärt”. Dabei gilt: Je früher Kinder über die “natürlichste Sache der Welt”, die körperliche Entwicklung, aufgeklärt wird, desto besser. So ist es unerlässlich, auch über die Regelblutung sachlich und fundiert zu informieren. Aber eben alles zu seiner Zeit…

Die Sache mit den Bienen und den Blumen…

Viele Eltern planen den Tag, an dem sie mit ihrem Kind über die Sexualität sprechen wollen, nicht selten ganz genau. Getreu dem Motto: “Komm’ mal her, jetzt müssen wir reden”, bewirken Mamis und Papis allerdings exakt das Gegenteil von dem, was sie eigentlich erreichen wollen.

Natürlich wünschen sich Eltern, dass sie möglichst unbefangen mit ihrem Nachwuchs über die Regelblutung sowie über alles, was damit verbunden ist, sprechen können. Deshalb ist es umso wichtiger, hiermit so früh wie möglich anzufangen, damit diese Thematik an Brisanz und an unangenehmem Beigeschmack verliert. In der Tat verbinden viele Erwachsene nach wie vor die weite Welt der Sexualität mit etwas Unangenehmem. Was freilich wiederum an ihrer “speziellen” Sexualerziehung liegen könnte…

Video: Was passiert bei der Menstruation?

Kinder beobachten – und stellen Fragen

Warum unangenehm berührt sein, wenn Kinder Fragen zum Körper der Mama oder zu ihren eigenen körperlichen Gegebenheiten oder Entdeckungen stellen? Es gibt nichts Schöneres, als zu erleben, dass ein Mädchen genug Vertrauen zu den Eltern hat, um derartige Themen aufzugreifen und mehr über all das wissen zu wollen.Mutter und Tochter

Fakt ist, dass schon die Kleinsten ihre Umwelt beobachten, und zwar auch dann, wenn es um sexuelle bzw. körperliche Aspekte geht. Fragen wie “Warum siehst du da anders aus als ich?” oder “Wieso habe ich das nicht?” sind dabei keine Seltenheit. Es bietet sich an, jede Frage offen und ehrlich zu beantworten und dabei gerne auch mit Metaphern zu arbeiten.

Auf diese Weise können sich Mädels besser vorstellen, was es beispielsweise mit der Menstruation der Frau auf sich hat. Es ist wichtig, darüber zu informieren, warum sich jeden Monat die weibliche Regel einstellt und welche Bedeutung sie auch mit Blick auf das Kinderkriegen sowie auf Sex als solchen hat. Es ist unerlässlich, möglichst offen und locker über die Regelblutung zu sprechen. Warum auch nicht?

Mädchen Ratgeber

Jungen Mädchen unterstützend zur Seite stehen

Hat sich die erste Regelblutung bei der Tochter eingestellt, so ist es spätestens jetzt an der Zeit, das Kind über die damit verbundenen biologischen Aspekte zu informieren. Sofern – aus welchen Gründen auch immer – ein Besuch beim Frauenarzt erforderlich ist, wird es von vielen jungen Mädels als sehr hilfreich empfunden, wenn die Mutter oder der Vater mit von der Partie ist; gewissermaßen als “seelische Unterstützung”.

Denn zumeist wird es als höchst befremdlich empfunden, wenn plötzlich ein Arzt oder eine Ärztin eingehend den Vaginalbereich “unter die Lupe nimmt”. Nicht zuletzt macht auch der Gang in die Drogerieabteilung Sinn. Diesbezüglich kommt es darauf an, über die Vorteile sowie über mögliche Nachteile von Binden, Tampons, Slipeinlagen und Co. zu sprechen. Auch das Einführen der Tampons will mitunter gelernt sein.

Offenheit, Verständnis und Liebe – gerade jetzt unerlässlich

Wenn sich beim Mädchen die Menstruation eingestellt hat und die Pubertät “auf Hochtouren” läuft, dann ist es in jedem Fall von Vorteil, wenn sich das Kind bzw. die Jugendliche dank einer “gesunden” Vertrauensbasis auf die Unterstützung der Eltern verlassen kann.

Ebenfalls interessant: Der weibliche Zyklus – das biologische System

Titelbild: ©iStock.com/studiovespa
Textbild: ©iStock.com/mandygodbehear

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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