Der weibliche Zyklus – das biologische System

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Der weibliche Körper ist ein äußerst komplexes biologisches System, das für viele wichtigen Funktionen verantwortlich ist, aber auch immer wieder Geheimnisse in sich birgt. Zu einem dieser Mysterien gehört der weibliche Zyklus, dessen Ablauf nicht immer reibungslos verläuft.

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Beginn und Dauer ist genau definiert

Der weibliche Zyklus beginnt genau am ersten Tag der Blutung und endet mit der nächsten Periodenblutung. Währenddessen laufen unterschiedliche Prozesse ab, die vor allem in der Gebärmutter stattfinden und entsprechende Folgen auf den gesamten Organismus der Frau haben können. Grundsätzlich gilt, dass während der Blutung, die wegen der regelmäßigen Wiederkehr oft auf Periode genannt wird, die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und ausgestoßen wird.

Da die Gebärmutter ein Muskel ist, der sich währen der Periode zusammen zieht, verspüren viele Frauen in dieser Zeit ziehende Schmerzen in der Bauchgegend. Auch leichte Rückenschmerzen sind vor und während dieses Vorganges durchaus normal.

Unmittelbar nach dem letzten Tag der Blutung beginnt sich die Gebärmutterschleimhaut wieder aufzubauen, in dieser Zeit reift auch das Eibläschen im Eierstock heran. Diese erste Phase des weiblichen Zyklus wird deshalb auch Folikelphase genannt, nach der lateinischen Bezeichnung für das Eibläschen.

weiblicher Zyklus

Reaktionen des Körpers erlauben genaue Zeitrechnung

Unmittelbar nach dem Eisprung erhöht sich die Körpertemperatur der Frau um knapp ein halbes Grad. Diese Temperatur bleibt bis unmittelbar zur nächsten Regelblutung erhöht, wobei mit dem Eintreten der Blutung die Temperatur wieder sinkt. Läuft alles normal und befindet sich die Frau in einem gesunden Normalzustand, setzt die Blutung genau vierzehn Tage nach dem Eisprung ein.

Das bedeutet, der weibliche Zyklus ist ab diesem Zeitpunkt genau errechenbar, wenn etwa der Eisprung am 16. Tag statt findet, beginnt die Periode am 30. Tag, sofern keine Schwangerschaft eingetreten ist. Die zweite Phase des Zyklus wird nach der Bildung des sogenannten Gelbkörpers benannt. Dieser bildet sich auf den Resten des geplatzten Folikels.

Wird dieses nicht befruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück und die Schleimhaut wird überflüssig. Mit dem Einsetzen der Menstruation wird diese abgeblutet und ein neuer Menstruationszyklus kann beginnen. Der weibliche Zyklus dauert, sofern er regelmäßig ist, zwischen 25 und 35 Tage. Bei den meisten Frauen entspricht er dem Mondzyklus, was einer Dauer von 28 Tagen entspricht.

Wird dieses nicht befruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück und die Schleimhaut wird überflüssig. Mit dem Einsetzen der Menstruation wird diese abgeblutet und ein neuer Menstruationszyklus kann beginnen. Der weibliche Zyklus dauert, sofern er regelmäßig ist, zwischen 25 und 35 Tage. Bei den meisten Frauen entspricht er dem Mondzyklus, was einer Dauer von 28 Tagen entspricht.

Unter dem Begriff Zyklusstörungen werden grundsätzlich alle Blutungs-Unregelmäßigen zusammen gefasst. Dabei können unterschiedliche Auffälligkeiten vorliegen, zum Beispiel:

  • abweichender Zyklus
  • sehr starke oder schwache Blutung
  • verlängerte oder verkürzte Mestruation
  • Völliges Ausbleiben
  • Zwischenblutungen

Die genannten Störungen können auch in Kombination miteinander auftreten, wobei nicht von vorneherein ein Arztbesuch notwendig wird. Erst bei mehrmaligem Auftreten oder starken Beschwerden ist dieser notwendig, um eventuelle ernsthafte Erkrankungen ausschließen zu können.

Video: Wie funktioniert der weibliche Zyklus?

Auch besonders schmerzhafte Blutungen sollten genauer untersucht werden, da bei vielen Frauen eine Polypenbildung vorliegt, die zwar meist gutartig sind, über kurz oder lang die Gebärfähigkeit allerdings beeinträchtigen können. Sobald junge Mädchen Verhütungsmittel einsetzen, sollte vorher die Regelmäßigkeit des weiblichen Zyklus vorliegen.

Die meisten Präparate, ob Pille, Spirale oder sonstige chemische Mittel, können aufgrund ihrer Zusammensetzung den Hormonhaushalt entsprechend beeinflussen und zu Unregelmäßigkeiten oder sonstigen Beschwerden wie zum Beispiel einer schwachen Blutung führen. Diese kann aber auch durchaus schwerwiegende Erkrankungen zur Folge haben wie etwa einen Eisenmangel, der in jedem Fall behandelt werden muss.

Der weibliche Zyklus begleitet die Frau bis zu den Wechseljahren und bedeutet die Fruchtbarkeit und die Empfängnisbereitschaft. Da sowohl im Vorfeld des Zyklus als auch während dessen gewisse Symptome auftreten können, sollte gerade in den ersten Jahren die jungen Mädchen einen entsprechenden Kalender führen, um die Regelmäßigkeit aufzuzeigen.

Mädchen Ratgeber
Eine der bekanntesten Symptome im Vorfeld des Zyklus ist das sogenannten Prämenstruelle Syndrom, bei dem es aufgrund der hormonellen Veränderung zu Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und aufgeschwemmten Beinen kommen kann. Hausmittel, viel Bewegung und Ruhe verschaffen aber einfach Linderung.

Bildquelle: Titelbild: Copyright Piotr Marcinski – shutterstock.com / Bild 1: Copyright Alliance – shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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