Was dürfen stillende Mütter trinken? Darauf sollten Sie in der Stillzeit achten

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Stillende Mutter trinkt Tee
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Muttermilch ist das Beste für ein Baby, darin sind sich Hebammen, Ärzte und Mütter einig. Doch gesunde Muttermilch, die bekömmlich ist und dem Baby gut tut, hängt von der Ernährung der Mutter ab, daher ist das richtige Trinken in der Stillzeit sehr wichtig.

Die Muttermilch versorgt das Baby perfekt

Im ersten halben Jahr sollte ein Baby am besten gestillt werden. Natürlich klappt das nicht bei jeder Mutter, um so erfreulicher ist es, wenn genug Milch vorhanden ist und das Stillen problemlos klappt. Zu Anfang gibt die weibliche Brust das sogenannte Kolostrum ab, welches viele wichtige Hormone, Enzyme und Abwehrstoffe enthält. So wird das Immunsystem des Neugeborenen also schon einmal angekurbelt und fit gemacht, gegen die äußeren Einflüsse, denen es ab jetzt ausgesetzt ist.

Zwischen dem vierten und vierzehnten Tag verändert sich die Muttermilch allmählich und aus dem Kolostrum wird die Übergangsmilch, die spätestens ab dem 15. Tag nach der Entbindung in die reife Muttermilch übergeht. Der Fettgehalt steigt und passt sich dem Bedarf des Babys an. Sie ist sättigender und schmeckt je nach Ernährung der Mutter auch unterschiedlich. Die Mutter verbraucht durch das Stillen etwa 500 zusätzliche Kalorien am Tag und viele Neu-Mütter sind anfangs unsicher, was sie trinken dürfen und was nicht, um dem Baby nicht zu schaden.

Was dürfen stillende Mütter trinken? Was dem Körper gut tut

Allgemein ist das Trinken in der Stillzeit wichtig, denn Muttermilch besteht zu etwa 87% aus Wasser, welches der Körper der Mutter erst einmal bereit stellen muss. Neben der Menge ist auch die Art des Getränks entscheidend über die Qualität der Muttermilch. Empfohlen werden insgesamt 2,5 Liter pro Tag.

Die Frage „was dürfen stillende Mütter trinken“, lässt sich wie folgt beantworten:

  • Wasser
  • Stilltees
  • Kräutertees
  • Malzgetränke

Anis, Kümmel und Fenchel wirken milchbildend und sind in einer speziellen Mischung als Stilltee erhältlich. Der Tee sollte am besten ungesüßt genossen werden und die Teesorten können und dürfen gemischt werden. Mehr als vier bis fünf Liter am Tag dürfen es aber nicht sein, das wäre zu belastend für die Nieren und außerdem verstärkt sich die Wirkung der Kräuter nicht, je mehr davon als Tee getrunken wird. Zum richtigen Trinken in der Stillzeit gehört auch der Konsum von Malzgetränken, denn diese enthalten viel Vitamin B und fördern ebenso die Milchbildung.

Was dürfen stillende Mütter trinken? Auf manche Getränke muss verzichtet werden

  • Dazu gehören beispielsweise Früchtetees, denn diese können den Babypopo wund werden lassen.
  • Auch Fruchtsäfte sind nicht empfehlenswert, da sie beim Kind zu Bauchschmerzen führen können.
  • Wer Salbei- und Pfefferminztees liebt, muss auch darauf in der Stillzeit leider verzichten. Denn diese beiden Pflanzen sorgen dafür, dass der Milchfluss zurückgeht. Tees dieser Art können jedoch beim Abstillen helfen oder auch dann, wenn der Milchfluss zu stark ist.
  • Ein absolutes No-go ist Alkohol – während und nach der Schwangerschaft, wenn gestillt wird. Alkohol geht in die Muttermilch über und zwar 1:1. Das bedeutet, dass die Konzentration von Alkohol im Blut der Mutter ebenso hoch ist wie in der Muttermilch. Außerdem stoppt auch Alkohol den Milchfluss.
  • Koffeinhaltige Getränke wie Matetee, Energydrinks und Kaffee sollten ebenso in Maßen genossen werden oder ganz vom Speiseplan gestrichen werden, da das enthaltene Koffein nicht nur auf die Mutter, sondern auch auf das Baby zu anregend wirkt.

Beim Trinken in der Stillzeit gibt es also einige Dinge zu beachten und auf einige Getränke muss vorerst verzichtet werden.

Ausreichend und richtig trinken ist wichtig für Mutter und Kind

Mädchen RatgeberWas dürfen stillende Mütter trinken? Dabei kommt es nicht nur auf die Wahl der Getränke an, auch die richtige Menge sollte konsumiert werden. So wird der Milchfluss begünstigt und sowohl der Mutter, als auch dem Kind geht es rundum wohl.

Video: Richtig essen in Schwangerschaft und Stillzeit

Titelbild: ©iStock.com – ipolonina

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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