Schlafstörung durch Neurodermitis

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Neurodermitis
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Die Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende aber vererbbare Hautkrankheit, die sich durch starke Rötungen, Hautschuppung, auch nässenden Ekzemen aber allen voran schwachem bis sehr starkem Juckreiz äußert. Betroffene leiden oft unter Schüben, bei denen die Symptome verstärkt auftreten und so auch den nächtlichen Schlaf beeinflussen. Für Menschen, die an dem sogenannten Atopischen Ekzem leiden, sind die Zeiten der intensiven Schübe daher besonders belastend in der Nacht. Während Erwachsene kaum erholsamen Schlaf finden, leiden Kinder ausgesprochen stark unter den Schlafstörungen, die durch den Juckreiz verursacht werden.

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Juckreiz stört erheblich den Schlaf!

Das Hauptleitsymptom – der Juckreiz – kann für Patienten mit Neurodermitis leider nur gelindert werden. Je nach individueller Ausprägung verträgt die Haut nur wenige kühlende Salben oder Cremes, die zumindest in der Nacht den Juckreiz reduzieren könnten. Insbesondere haben Kinder haben in der Regel einen leichten Schlaf. Kinder mit juckenden Hautstörungen leiden an Schlafstörungen.
Sie wachen regelmäßig auf und fallen schwer wieder in den Schlaf zurück. Das hat zur Folge, dass sie am nächsten Morgen übermüdet und schlecht gelaunt sind. Schulpflichtige Kinder haben Probleme, sich während der Unterrichtsstunden auf den Stoff zu konzentrieren, weil die Müdigkeit sie einfach übermannt.

Die gesamte Familie leidet mit!

Das häufige Aufwachen während der Nacht hat zur Folge, dass die Kinder ein Verhaltensmuster entwickeln und demzufolge auch in Juckreiz freien Nächten aufwachen. Wissenschaftliche Studien haben dies als eine Folge der Neurodermitis aufzeigen können. Eltern, die ihre Kleinen im eigenen Bett haben, werden ebenfalls durch die Schlafprobleme der Kinder gestört.

Langsam und schleichend zieht sich auf diese Weise die Hauterkrankung durch die Familie, wenn die Haut nachts des Öfteren gecremt werden muss oder das Kind tröstend wieder in den Schlaf gewiegt wird.

Video: Neurodermitis – Gibt es Wege aus der Krankheit?

Das endogene Ekzem früh erkennen und agieren

Um die nachhaltig negativen Folgen des Schlafes für Kinder und Erwachsene zu reduzieren, ist es von Bedeutung, dass eine Neurodermitis frühzeitig erkannt und behandelt wird. Eltern können den Verlauf und die Intensität der unangenehmen Hauterkrankung aktiv positiv beeinflussen.

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Dazu gehört in erster Linie eine entsprechende Ernährung. Patienten reagieren häufig auf bestimmte Lebensmittel. Oft sind auch unerkannte Nahrungsmittelallergien die Auslöser für einen erneuten Schub. Mit dem Wissen um die Unverträglichkeiten kann der Grad des Juckreizes auf natürliche Weise reduziert werden.

Eltern können viel für einen erträglichen Verlauf tun

Das bewusste Handeln der Eltern beeinflusst die Kleinen maßgeblich. Je schwerer die Neurodermitis auftritt, umso schlimmer ist der Juckreiz, bei dem sich die Kinder oft blutig kratzen, erschöpft und weinend in den Schlaf fallen. Insofern ist es sehr hilfreich, sich bei Ärzten, Heilpraktikern oder auch Ratgeber wie u.a. neurodermitis-hautwissen.de gemeinsam Betroffener Unterstützung und Anregungen zu holen, wie die intensiven Schübe gehandhabt werden können.

Am effektivsten ist eine Kombination von ausgewogener Ernährung, die die Auslöser mit einbezieht und die Behandlung mit Juckreiz lindernden Cremes oder Bädern. So kann den Betroffenen vor allem auch die psychische Belastung ein wenig genommen werden, die sich durch die Schlafstörungen dauerhaft entwickeln.

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Bildquelle: Copyright Piotr Marcinski – shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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