Antiallergenes Wohnumfeld schaffen – diese Maßnahmen greifen

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Leider ist es bislang, trotz intensiver Forschung nicht möglich, die Fehlsteuerung vom Immunsystem bei einer Allergie komplett zu heilen. Eine zielgerichtete Therapie kann die Symptome aber weitestgehend eindämmen. Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung spielt auch die Allergenkarenz eine wichtige Rolle. Das bedeutet wiederum den Allergieauslöser so gut wie möglich zu vermeiden. Doch mit welchen Methoden kann das eigene Wohnumfeld so gut wie möglich von allergieauslösenden Substanzen befreit werden?

Reinigung mit Anti-Staubtüchern

Zunächst einmal stellt natürlich die Raumpflege ein wichtiges Kriterium dar. Um die Belastung so gering wie möglich zu halten, sollten Möbelstücke mit Anti-Staubtüchern gereinigt werden. Diese speziellen Tücher ziehen den Staub und andere Allergene sozusagen magnetisch an und schließen diese in ihrer wabenartigen Struktur ein. Nach dem Putzen wird das Tuch dann einfach in den Mülleimer geworfen. Alles in allem eine sehr unkomplizierte Angelegenheit.

Allergendichte Bettausstattung

Damit die Belastung durch Allergene besonders im Schlafbereich gesenkt werden kann, ist eine Allergiker-Bettausstattung die Grundvoraussetzung. Ideal sind milbendichte Encasings in diesem Zusammenhang, also milbendichte Kopfkissen-, Oberbetten- und Matratzen-Bezüge. Die Encasings verhindern, dass die Allergene aus Bettwäsche und Matratze in die Atemluft gelangen und so allergische Beschwerden auslösen. Zudem werden die Hausstaubmilben von ihrer Nahrungszufuhr, den Hautschuppen, abgeschnitten. Dadurch können sie sich nicht weiter vermehren.

Passende Staubsauger

Die einfachste und schnellste Methode ist natürlich die Reinigung von glatten Böden und Teppichen mit einem Staubsauger. Herkömmliche Staubsaugermodelle sind für Allergiker allerdings nicht zu empfehlen, da sie die feinen Staubpartikel wieder in die Raumluft geben. Optimal sind Zentralstaubsauger. Hier wird die Abluft nach draußen weiter geleitet. Alle Etagen des Hauses sind hierbei durch ein Leistungssystem verbunden. Das verhindert, dass beim Saugen Allergene aufgewirbelt werden. Diese Art von Saugsystem ist besonders für Neubauten oder in Verbindung mit einer Sanierung zu empfehlen.

Als Alternative zum Zentralstaubsauger gibt es auch inzwischen spezielle Staubsauger, die bestens für Allergikerhaushalte geeignet sind. Sie halten die feinen Staubpartikel zurück. In der Regel besitzen diese Modelle einen HEPA-Filter. Diese Filter werden meist in verschiedene Klassen eingeteilt. So hält ein Filter der Klasse 11 zum Beispiel 95 Prozent der Partikel zurück. Die Klasse 13 ist am effektivsten, da sie eine Filterleistung von 99,95 Prozent aufweist.

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Die Belastung senken

Es zeigt sich, dass einige Maßnahmen ergriffen werden können, um ein antiallergenes Wohnumfeld zu schaffen. Komplett von Allergenen befreien lässt sich die Wohnung zwar so gut wie nie, die Belastung kann jedoch wie beschrieben deutlich reduziert werden. Ob durch diese Maßnahmen auf die medikamentöse Behandlung verzichtet werden kann, hängt aber vom Schweregrad und somit vom Einzelfall ab.

Video: Die Hausstaubmilben-Allergie

Bild: © Photographee.eu – Fotolia.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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