Rote Beete & Co. – Die Gesundmacher der Saison

0
Rote Beete als Gesundheitsbringer
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertunge(n), Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Wir brauchen gerade im Winter Vitamine und Mineralstoffe, um gesund und bei Kräften zu bleiben. Doch wie ist das im Winter möglich? Kein Problem für Jeden, der sich an frische Zutaten der Saison hält und auf heimisches, saisonales Gemüse zurückgreift. Dieses ist nicht nur ein Ersatz für die große Auswahl im Sommer, sondern in unserem Wintergemüse stecken echte Vitaminbomben. So macht Winter Spaß…

Rote Bete – Der Vorreiter unter dem Wintergemüse

Die Rote Bete oder Rote Rübe gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt. Die bis zu 600g schweren Rüben können verschiedene Formen annehmen, meist findet sie man in runder bis birnenförmiger Gestalt. Neben der bekannten Roten Bete mit ihrer purpurroten Frucht gibt es auch Weiße Bete und Gelbe Bete. Die kräftige rote Farbe beruht auf der hohen Betanin-Konzentration und machte Rote Bete in der Vergangenheit auch zu einer Färberpflanze.

Betanin verwendet man in Lebensmitteln als Naturfarbstoff (E162). Aufgrund des hohen Vitamin-B, Eisen-, Folsäure- und Kaliumgehalts ist die Rote Bete ein ausgesprochen gesundes Gemüse, das sowohl gegart als Beilage oder roh als Salat schmackhaft zubereitet werden kann. Die Blätter der Roten Bete sind gekocht ebenfalls essbar. Sie sind vitamin- und mineralstoffreich. Der Saft der Rübe hat eine leistungssteigernde Wirkung.

Video: Gesunde Vitamine – Rote Bete-Rezepte

Lediglich Menschen, die zu Nierensteinen neigen und Morbus-Crohn-Patienten, sollten Rote Bete nur in Maßen genießen. Denn Rote Bete hat einen hohen Gehalt an Oxalsäure. Werden größere Mengen verzehrt, können sich Urin und Darmausscheidungen kurzzeitig rötlich färben, dieses ist jedoch vollkommen unbedenklich.

Die gesunde Rübe kannte man lange nur gekocht und sauer eingelegt. Mittlerweile ist die etwas erdig schmeckende Rote Bete aber eine Delikatesse und erlebt eine Renissance. Sie ist in Suppen, Eintöpfen und Salaten zu finden. Um Rote Bete zuzubereiten, wird sie komplett gewaschen und dann im Ganzen gekocht. Schale, Wurzeln und Blattansätze bleiben an der Rübe, damit sie beim Kochen nicht ausblutet. Die Garzeit kann bis zu 60 Minuten betragen. Dann die Bete kalt abspülen und pellen. Wegen der kräftigen Farbwirkung sollten hierbei unbedingt Handschuhe getragen werden. Rote Bete passt besonders gut zu Äpfeln, Zwiebeln und Kartoffeln.

Frisches Obst

Was hat der Winter noch zu bieten?

Steckrüben

Sie waren lange Zeit in Vergessenheit geraten, doch seit einigen Jahren sieht man sie immer häufiger wieder in den Supermärkten und in den Rezeptheften. Bis zu zwei Kilogramm bringen die runden Knollen auf die Waage. Ihr Geschmack ist süßlich und erinnert ein wenig an Möhren. Unter der derben, gelblich-rotbraunen Schale steckt ein zartgelbes Inneres. Dieses ist ausgesprochen kohlehydrathaltig, außerdem enthält die Steckrübe neben viel Zucker auch Kalium, Vitamin C, E, B6 und Niacin. Die Rübe macht als Püree, in Suppen und Eintöpfen und zu allem Deftigem eine schmackhafte Figur.

KohlGrünkohl

Es ist das klassischste aller Wintergemüse. Kohl liefert mit Calcium, Magnesium, Kalium, Vitamin C und E wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Kohl bietet eine riesige Vielfalt, hierzu gehören besonders Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl, Chinakohl und Wirsing. Rotkohlgemüse und Rosenkohl zählt zu den beliebtesten Beilagen beim Wintermenü, Grünkohl mag man besonders gern in Norddeutschland, Weißkohl und Spitzkohl werden zu Sauerkraut und die Blätter dienen der Herstellung von Kohlrouladen.

Chicorée

Dieses Gemüse ist erst seit etwa 150 Jahren bekannt. Chicoréeblätter sind hellgelb und knackig. Man kann sie in Salaten oder in Ofengerichten genießen. Wichtig ist, dass Chicorée nicht in Kochgeschirr aus Eisen zubereitet wird, denn dann verfärbt sich das Gemüse schwarz. Die leicht bitteren und ausgesprochen kalorienarmen Blätter liefern Vitamin A, C und Folsäure.

Pastinake

Sie zählten im 18. Jahrhundert zu den Grundnahrungsmitteln in Deutschland. Dann wurden sie von Möhren und Kartoffeln in den Hintergrund gedrängt. Pastinaken sind sehr verträglich und eignen sich somit hervorragend als Schonkost und Babynahrung. Die länglichen Rüben sind reich an Stärke, Mineralstoffen und Vitaminen. Die Zubereitung ist vergleichbar mit der von Möhren. In der Pfanne gebraten, im Ofen gegart, gekocht, gedünstet und püriert – alles ist möglich.

SchwarzwurzelSchwarzrübe

Auch als Spargel des Winters bekannt. Dabei vermutet man kaum, dass hinter der schwarzen, erdigen Schale ein weißes, wohlschmeckendes Inneres steckt. Die Wurzeln sehen aus wie Äste und schmecken herbwürzig. In ihnen steckt alles was unsere Abwehrkräfte fit hält: Kalium, Eisen, Vitamin B1, E und Folsäure. Die Schwarzwurzel schmeckt hervorragend als Beilage zu Fleisch und Fisch.

Saisonkalender Gemüse – Vitaminspender im Winter

Saisongemüse aus der Region, hat keine langen Transportwege hinter sich. Es ist aromatisch, vitaminreich und enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe. Zwischen Dezember und März haben Kürbis, Lauch, Chinakohl, Feldsalat, Grünkohl, Schwarzwurzel, Rote Bete, Mangold, Möhren, Weißkohl, Rotkohl, Knollensellerie, Kartoffeln Hauptsaison und machen den Winter zu einer Zeit des gesunden und leckeren Schlemmen.

Mädchen Ratgeber
Auch im Winter können und sollten wir uns gesund und kalorienbewusst ernähren. Wer sich ein wenig mit saisonalen und regionalen Gemüsesorten beschäftigt, wird überrascht sein, denn die Auswahl ist groß und bietet fast unbegrenzte Möglichkeiten um auch im Winter weder auf Genuss noch auf Vitaminreichtum verzichten zu müssen.

Ebenfalls interessant: Rote und schwarze Beeren als Gesundheitsmacher

Titelbild: © iStock.com/ValentynVolkov
Textbild 1: © iStock.com/habovka
Textbild 2: © iStock.com/Creativestock
Textbild 3: © iStock.com/manu10319

Über den Autor

Avatar

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

Keine Kommentare