Reisekrankheit bei Kindern: Was können Eltern tun?

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Reisekrankheit
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Damit die Urlaubsanfahrt nicht zur Tortur wird und die von Reiseübelkeit betroffenen Sprösslinge keine Phobie gegen das Auto-, Bus- oder Bahnfahren entwickeln, sollten Eltern folgende Tipps beherzigen. Die Erkrankung verabschiedet sich damit bestenfalls genauso schnell wie sie aufgetaucht ist.

1. Trockenes Frühstück vor der Abreise

Ist bereits bekannt, dass das Kind von Reiseübelkeit, -lethargie oder -kopfschmerz betroffen ist, kredenzen vorausschauende Eltern am Tag der Abfahrt weder Müsli noch Pfannkuchen. Milchprodukte und fettige Speisen überstrapazieren den Magen und strengen den Körper zusätzlich an. Trockenes Brot, Zwieback, Obst und eine Tasse Kamillentee helfen hingegen.

Bei ausgeprägter Reisekrankheit kann auch schon in den Tagen zuvor Schonkost verabreicht werden.

2. Gut ausgeschlafen reist es sich besser

Die Situation in Bahn, Bus oder PKW strengt die kleinen Patienten übermäßig an. Darum ist es ratsam gestärkt und ausgeruht in die Unternehmung zu gehen. Bestenfalls bringen Mama und Papa den Sprössling eine Stunde früher als üblich zu Bett. Schlafmangel verursacht unabhängig von einer Reiseerkrankung Übelkeit und Unwohlsein – damit es nicht zu Verwechslungen mit einer tatsächlichen Kinetose kommt, haben die Kinder ausreichend viele Stunden im Schlummerland zu verbringen.

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3. Die richtige Platzwahl ist entscheidend

In jedem Transportmittel gibt es gute und weniger vorteilhafte Aufenthaltsorte. Weil Kinder unter zwei Jahren ohnehin nicht von der Reisekrankheit betroffen sind und diese am häufigsten bei 12jährigen Auftritt, sei den Kleinen der Beifahrersitz angeraten. Von dort aus haben sie die beste Übersicht. Chauffiert die Bahn zum Urlaubsort, muss der Sprössling in Fahrtrichtung sitzen und steigt die Familie ins Flugzeug, ist um einen Stuhl auf Höhe der Flügel zu bitten – dort ist die Maschine am ruhigsten.

4. Musik hilft

Reiseübelkeit resultiert aus einer Reizüberflutung. Autos rasen vorüber, die Flugangst der anderen Passagiere überträgt sich auf das Kind und das Gedränge an Bahnhöfen überfordert. Um den Kopf klar zu bekommen und sich in eine eigene Welt zurückziehen zu können, statten Eltern ihre Kinder mit einem spannenden Hörspiel oder den Klängen der neuesten Kids-Hits-CD aus. Die Kleinen sind von den aus den Kopfhörern dringenden Tönen abgelenkt und vermögen sich völlig in die Hörspielgeschichte oder die Liedtexte zu vertiefen, sodass sie Autofahrt wie im Fluge vergeht.

5. In die Ferne blicken

Auf langen Autofahrten helfen Malstifte, Computerspiele und Kinderbücher die Zeit zu überbrücken. Nur leider befördert das konzentrierte Nach-unten-sehen die Reiseübelkeit. Wer starr auf ein Blatt Papier blickt und die Welt im Augenwinkel an sich vorüberziehen sieht, fühlt bald einen unangenehmen Magendruck. Der Gleichgewichtssinn gerät durch diese Haltung durcheinander und fängt an zu rebellieren. Die Folge: Spuckattacken. Deshalb die Kinder lieber dazu anhalten, Richtung Horizont zu blicken und mit „Ich sehe was, das du nicht siehst“, gemeinsamem Singen und Geschichten-Erzählen ablenken.

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6. Regelmäßige Pausen

Obwohl es auf den ersten Blick logischer wäre die Reise schnell hinter sich bringen zu wollen, brauchen die Betroffenen unbedingt ausreichend lange Pausen. Auf der Autobahnraststätte durch den Spielplatz stobern oder mit dem Familienhund eine kleine Runde am Rande der Landstraße drehen – wer für einige Minuten das Unwohlsein vergisst, fühlt sich gestärkt für die Weiterfahrt. Frische Luft hilft!

So angenehm wie möglich gestalten

Weil es Mama und Papa in der Seele weh tun wird, ihren Nachwuchs leiden zu sehen, überlegen sich viele diverse Ablenkungsmanöver und kleine Nettigkeiten. Dass es in diesem Zusammenhang besser ist den Betroffenen mit eigens erfundenen Märchen abzulenken als mit Schokolade bei Laune zu halten, versteht sich von selbst!

Titelbild: © istock.com – fiorigianluigi

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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