Kommunikation: Die Generationen driften auseinander

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iPad und Co. erhalten Einzug im Familienleben
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Eine aktuelle Studie von Jacobs Krönung untersucht die Kommunikation verschiedener Altersgruppen und kommt dabei zu interessanten Erkenntnissen. So kommunizieren hauptsächlich Gleichaltrige untereinander und es werden unterschiedliche Wege zum Austausch gewählt. Die Jüngeren nutzen dabei hauptsächlich Apps und soziale Netzwerke, während die ältere Generation hauptsächlich auf herkömmliche Weise abseits der neuen Technik kommuniziert. Wie also lassen sich die unterschiedlichen Kommunikationswege der Generationen zusammenführen?

Der Austausch findet zum großen Teil unter Gleichaltrigen statt

Die Studie fördert anschaulich zutage, dass 85 Prozent der Kommunikation von Jugendlichen unter Gleichaltrigen erfolgt. Dabei nutzen sie virtuos die neuen Möglichkeiten und chatten auf dem Pad oder mit dem Smartphone.

Eltern können dabei von der Aufgeschlossenheit der Jüngeren profitieren und dabei zum ersten Mal auf Augenhöhe mit Kindern und Jugendlichen kommunizieren, nämlich dann, wenn sie bereit sind, sich auf die Themen und Kommunikationswege der jungen Generation wie z.B. Smartphones einzulassen. Das Interesse am anderen spielt dabei die Hauptrolle, Rituale gehören ebenfalls zu einem gelungenen Informationsaustausch.

So kann der Vater sich beispielsweise von seiner Tochter Informationen über das Chatten in sozialen Netzwerken holen und erfahren, wie man sich selbst einen Account anlegt. Auf diese Weise kommen verschiedene Altersgruppen untereinander ins Gespräch. Die neue Technik dient als Schmiermittel der Kommunikation.

Video: Jacobs Krönung Studie über die moderne Kommunikation

Hort der Kommunikation ist die Familie

Der Informationsaustausch in der jeweils eigenen Generation ist normal, dennoch aber einseitig. Wie lässt sich also eine Cross-Kommunikation unter verschiedenen Altersklassen erreichen? Die Antwort verblüfft, denn jeder handelt bereits danach.

Die Studie betont die Wichtigkeit der Familie. Hier bekommen die Kinder den Grundstein für den generationsübergreifenden Informationsaustausch vorgelebt. Dazu gehören Rituale, wie ein gemeinsames Mahl und Offenheit für die Themen der jeweils anderen Altersklasse.

Das Bedürfnis nach Nähe wächst

Die Studie fördert zutage, dass das Bedürfnis nach Austausch und Nähe generell gewachsen ist. Dabei ist festzustellen, dass der Erfahrungstransfer nicht nur in eine Richtung verläuft. Der Wissensvorsprung der jungen Generation in Sachen soziale Netzwerke bietet einen idealen Ansatzpunkt für den Wissenstransfer zwischen den Generationen.

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Wenn Eltern von Kindern lernen

Die Bereitschaft der Eltern von ihren Kindern in diesem Bereich zu lernen, ist groß. Die Kinder fühlen sich ernst genommen und genießen es einmal die umgekehrte Rolle einzunehmen und ihren Eltern etwas beizubringen.

Der Psychologe Michael Thiel, der im Video zu Wort kommt, unterstreicht die Wichtigkeit dieser Kommunikation zwischen Eltern und Kindern und weist daraufhin, dass beim Thema soziale Netzwerke zum ersten Mal ein Gleichgewicht in der Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen herrscht. Die Kinder können bei diesem Thema erstmalig auf Augenhöhe mit ihren Eltern kommunizieren.

Generationsübergreifenden Austausch durch festgelegte Rituale

Wichtig für einen gelungenen und generationsübergreifenden Informationsaustausch sind dabei Rituale in vertrauter und entspannter Atmosphäre. Hier kommt wieder die Firma Jacobs ins Spiel, denn sie will mit ihren Produkten Menschen zusammenführen und zum Austausch anregen.

In den Alltag der Familie lassen sich solche Rituale ganz einfach einführen. Neben den Mahlzeiten, bei denen die Jugendlichen Tablet oder Smartphone aus der Hand legen sollten, damit der Weg für eine Kommunikation von Angesicht zu Angesicht frei ist, bieten sich auch festgelegte Zeiten für das Gespräch zwischen Kindern und Eltern an. So kommt es zu einem sinnvollen Austausch, der die Generationen verbindet und voneinander profitieren lässt.

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Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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