Die schönsten Zeichentrickfilme für Kinder

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Animes liegen im Trend
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Mit dem Aufkommen der 3D-Animation wurde das Genre der Zeichentrickfilme fast ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Längst haben die bunten Polygonmännchen der klassischen Kunstform von Feder und Pinsel den Rang abgelaufen. Doch der Zeichentrickfilm feiert mit kunstvollen Experimenten immer wieder Revivals und selbst Klassiker werden nach wie vor restauriert. Dabei gehören nicht nur Disney-Filme zur filmischen Grundbildung von Kindern und Jugendlichen.

Walt Disney und seine Erben

Die klassischen Cartoons und Zeichentrickfilme von Disney prägten lange Zeit das Bild, das wir von Zeichentrickfilmen hatten. Bereits 1928 schickte Walt Disney anthropomorphe Tiere auf das „Dampfschiff Willie“, seitdem traten Mickey Mouse, Donald Duck und die anderen Tiere aus seiner Feder immer wieder in kurzen Cartoons auf und zeigten, dass auch Tiere menschlich sein können.

Das erst ebnete den Weg für Disney-Klassiker wie „Der König der Löwen„, „Das Dschungelbuch“ oder „Bambi„. Den Tieren wurden nicht nur Sprech-, sondern auch Singstimmen verliehen und die Zeichentrickfilme handelten vom Erwachsenwerden und mischten leichte Späße mit dramatischen Szenen. Welcher Zuschauer etwa könnte den Tod von Bambis Mutter oder Mustafas Absturz vergessen?

Auch technisch setzte Disney mit seinen Zeichentrickfilmen immer wieder Maßstäbe. „Fantasia“ sorgte bereits 1940 für spektakuläre Farben und bombastisch animierte Szenarien. Dabei wagte man sich an Jazz-Standards aus der Feder Gershwins ebenso wie an den „Zauberlehrling“ von Goethe. In den Hauptrollen aber standen Disneys bunte Tiere.

Mit Märchenumsetzungen wie“Schneewittchen und die sieben Zwerge„, „Dornröschen“ oder „Cinderella“ schuf Disney bereits seit 1937 bunte Klassiker, die auch heute nichts von ihrem Charme eingebüßt haben. Aber dennoch restauriert Disney auch die Klassiker behutsam, damit diese auch auf BluRay noch ihre einstige Brillanz aufweisen und immer noch Kinderaugen zum Glänzen bringen können.

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Erste 3D-Erfahrungen sammelte das Studio etwa mit „Der König der Löwen“ oder „Die Schöne und das Biest„. Beide Zeichentrickklassiker setzten bereits in den 90ern auf die behutsame Einarbeitung moderner Technologien. Erfahrung mit der Vermischung von Animation und Realfilm sammelte Disney schon mit „Mary Poppins„, in dem Julie Andrews mit Fußball spielenden Tieren gemeinsam auftrat. Ähnliche Techniken setzten später auch „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ und „Space Jam“ ein.

Gewagte Animationsfilme – mit Stift und Herz

Doch nicht nur Disney wagte sich an Zeichentrickfilme, die ganze Generationen prägten. Galten die Filme aus dem Walt Disney Studio sehr lange als recht konservative Märchenumsetzungen, so zeigten Klassiker wie „Das letzte Einhorn“, dass Animation mit viel Melancholie Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen kann.

In der Mär um das letzte Einhorn etwa begibt sich der das gehörnte Pferd auf die Suche nach seinen Artgenossen. Falls die Magie nicht schon ganz aus der Welt verschwunden ist.

Jüngst sorgen vor allem Animes für eine Mischung aus kindgerechter Unterhaltung und erwachsener Melancholie. Vor allem der japanische Anime-Regisseur Hayao Miyazaki und seine poetischen Erzählungen funktionieren wunderbar für Kinder und Erwachsene. Die märchenhaften Handlungen werden in traumwandlerisch schönen Bildern erzählt.

Geschichten wie „Das wandelnde Schloss“ um eine Hutmacherin, die sich in einen Zauberer verwandelt, oder „Prinzessin Mononoke“ sind schon moderne Klassiker. Gerade „Prinzessin Mononoke“ und ihre traurige Verteidigung des Waldes gegen eine dämonische Macht und deren Ursprung in der Industrialisierung der Märchenwelt funktionieren wundervoll als moderne Parabel auf den Mensch und die Natur.

Doch nicht nur in Japan und Amerika werden Zeichentrickfilme produziert, die Kinderherzen bewegen. Späße wie die „Werner„-Serie aus Deutschland bieten eher derberen Humor für Jungs, während auch immer wieder Kinderbuchklassiker in Deutschland zu Papier kommen. Besonders „Die Konferenz der Tiere“ und „Käpt’n Blaubär“ mögen zwar beide schon etwas in die Jahre gekommen sein, haben aber nichts von ihrem ursprünglichen Charme verloren.

Aus dem Nachbarland Frankreich schwappte gleich eine ganze Serie an Zeichentrickfilmen zu uns herüber. Die „Asterix“-Reihe, in der der gallische Krieger und sein dicklicher Freund Obelix ihr gallisches Dorf gegen römische Invasoren verteidigen, ist ebenso wenig klein zu kriegen wie der gallische Widerstand.

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Zeitlose Unterhaltung

Auch, wenn längst nicht mehr so viele Zeichentrickfilme produziert werden und die 3D-Animation den klassischen Zeichnungen längst den Rang abgelaufen hat, faszinieren die lebendigen Zeichnungen auch heute noch wie eh und je.
Vielleicht auch weil der Zeichentrickfilm so dicht an der ursprünglichen Idee des Kinos ist: 24 Bilder pro Sekunde, deren rasche Abfolge die Illusion einer Bewegung vortäuscht. Dichter an die Magie des Films kann man kaum kommen.

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Bildquelle: WitchEra / Shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

1 comment

  1. Petra Dobbert 10 Juni, 2014 at 14:22 Antworten

    Der Zeichentrickfilm war zu meiner Zeit bei Kindern hoch begehrt. jeder kannte die witzigen Darbietungen und auch die romantischen Märchen. Das war so richtig was für die Seele! Mit Andacht und Ruhe schauten wir zu. Nach der kurzen Zeit der Filmchen konnte man schön zur Ruhe kommen und einschlafen. – Ja, ich denke, dass dies heute auch noch so ist! Allerdings weiß ich nicht, ob die heutigen Animationen nicht doch mehr „Denkstress“ auslösen können. Zugegeben, sie sind ja auch wirklich gut. Wie immer hat alles Vor- und Nachteile. Wir Erwachsenen erinnern uns doch gerne und wie oft fällt der Satz: Weißt du noch….?

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