Gesundheit: Zahnpflege bei Kindern – das gilt es zu beachten

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Kindermund, lächelnd
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Natürlich gilt für einen nahezu zahnlosen kleinen Mund nicht alles, was für Erwachsene gilt: Jeder Zahn sollte von allen Seiten etwa 15mal gründlich mit der Bürste abgestreift werden. Dass das bei zwei bis vier vorhandenen Zähnen keine drei Minuten dauert, versteht sich von selbst.

Täglich zwei- bis viermal pflegen dient Gesundheit, Zahnpflege und Mundhygiene

Geputzt werden sollte nach dem Essen, mit einer kurzen Pause von etwa fünfzehn Minuten zur Mahlzeit. Bei Kleinkindern ist das vielleicht noch nicht so wichtig, aber für die Größeren schon:

  • In den Nahrungsmitteln enthaltene Frucht- und andere Säuren weichen den schützenden Zahnschmelz auf.
  • Weicher Zahnschmelz wird mit der Zahnbürste abgeschmirgelt und kann den Zahn nicht mehr schützen.
  • Nach der Mahlzeit braucht der Speichel etwa eine Viertelstunde, um den Zahnschmelz wieder etwas härter werden zu lassen.
  • Bakterien fressen den Zucker, der in den Essenszeiten zwischen den Zähnen enthalten ist und hinterlassen dabei Löcher in die Zähne. Aber nicht innerhalb der Viertelstunde nach der Mahlzeit: Sie brauchen länger.

Für die Gesundheit: Zahnpflege altersgerecht

Kinder, die von Anfang an die Zähne von den Eltern geputzt bekommen, gewöhnen sich recht schnell daran und wollen spätestens mit einem Jahr selbst Hand anlegen. Das dürfen sie auch: Selber putzen trainiert. Je mehr Übung Kinder darin haben, die Zahnpflege selber zu übernehmen, desto schneller können sie das auch richtig gut machen.

Allerdings sollten Eltern bei Kindern bis zum etwa achten Lebensjahr grundsätzlich, danach bei Bedarf nachputzen. Korrektes Zähneputzen erfordert eine gute Feinmotorik, und die entwickelt sich bis zum 16. Lebensjahr noch. Es ist also ganz normal, wenn auch Zwölfjährige noch die Backenzähne nicht vollständig erwischen. Zahnpasta muss in den ersten zwei Lebensjahren nicht sein, danach ist ein altersgerechtes Produkt empfehlenswert. Der Wert von Fluor-Verbindungen in der Zahncreme ist umstritten.

Zahnseide und Interdentalbürstchen nur bei Bedarf

Für Gesundheit, Zahnpflege und Mundhygiene sind Zahnseide und Interdentalbürsten nicht unbedingt notwendig. Bei vielen Kindern wachsen die Milchzähne so weit auseinander, dass die Borsten der normalen Zahnbürste locker in den Zwischenräumen reinigen können. Zahnseide gehört nicht in Kinderhände, denn die harten Fäden können am Zahnfleisch richtig viel Schaden anrichten. Wenn also die Reinigung mit Zahnseide nötig sein sollte, dürfen das Erwachsene übernehmen.

Empfehlenswert sind Zahnseidesticks für Kinder, die meist mit leichtem Geschmack versehen und in Xylitol getränkt sind. Interdentalbürstchen sind für den Gebrauch von Erwachsenen bestimmt und werden von Kindern eigentlich nicht benötigt.  Mundwasser benötigen Kinder nicht, und Zahnbleiche darf auf keinen Fall verwendet werden!

Mädchen Ratgeber

Auch die Zunge sollte geputzt werden

Was Gesundheit, Zahnpflege und Mundhygiene durchaus gut tut, ist das Reinigen der Zunge. Einfach nach dem Zähneputzen mit der Zahnbürste ein paar Mal darüber streichen, gut ausspülen und die Zahnbürste auswaschen.

Gesund im Mund von Anfang an

Kinder, die von Anfang an an eine gründliche Zahnpflege gewöhnt sind, haben weniger Probleme mit Karies, mit gereiztem Zahnfleisch und den daraus resultierenden Folgeerkrankungen. Da viele Erkrankungen im Bereich von Zahn und Zahnfleisch bakterieller Art und damit hochansteckend sind, sorgen gesunde Milchzähne auch dafür, dass die bleibenden Zähne einen guten Start haben.

Video: Zahnputz Song


Titelbild: ©istock – Lolkaphoto

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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