Gängige Erziehungsstile – Ein Überblick

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Ein Mann nimmt seine Frau und seine Tocher Huckepack
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Er steht im weiteren Sinne für den Umgang von Eltern gegenüber ihren Kindern: der Erziehungsstil. Moderne Erziehungsstile helfen dabei, dem Nachwuchs bestimmte Werte und Regeln zu vermitteln. Hier kommen die wichtigsten Erziehungsmethoden im Überblick!

Persönlicher Erziehungsstil – wovon hängt er ab?

Die Wahl des individuellen Erziehungsstils hängt stark von den individuellen Wertvorstellungen und Normen der Eltern ab.

Meist hat auch die eigene Kindheit einen enormen Einfluss auf die spätere Erziehung der Kinder. So orientieren sich Eltern nicht nur an ihren eigenen Erfahrungen, sondern versuchen oftmals auch, die Fehler der Eltern beim eigenen Kind nicht zu wiederholen.

Und: Viele Eltern lassen sich zudem von gesellschaftlichen Konventionen und pädagogischen Paradigmen leiten oder folgen Trends hinsichtlich der Kindererziehung. Wer moderne Erziehungsstile einmal genauer unter die Lupe nimmt, der erhält ein besseres Verständnis über sein eigenes Handeln in bestimmten Erziehungssituationen.

Wichtig: Für welche Methode Eltern sich letztlich auch entscheiden, über den gewählten Stil sollte unbedingt Einigkeit herrschen.

Moderne Erziehungsstile im Überblick

Autoritärer Erziehungsstil
Hier üben die Erziehungsberechtigten eine übermäßige Kontrolle aus und sie verhindern durch klare Strukturen und Regeln, dass sich das Kind frei entfalten kann.Die Erziehung unterwirft sich dem Prinzip der Bestrafung und Belohnung.Die Kinder haben im Erwachsenenleben häufig Schwierigkeiten, ihr Leben ohne die Vorgaben anderer Menschen zu strukturieren und freie Entscheidungen zu treffen.

Demokratischer Erziehungsstil
Dieser Stil gesteht dem Kind eine eigene Auffassung zu und schenkt ihm dadurch ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit.Obwohl auch hier das letzte Wort immer die Eltern haben: Bestehende Regeln werden dem Kind sehr ausführlich erklärt, wodurch es ein besseres Verständnis für das Handeln der Eltern entwickelt. Laut der Wissenschaft sind demokratisch erzogene Kinder reifer, zufriedener und selbstbewusster als andere Kinder. ➤➤ mehr erfahren.

Antiautoritärer Erziehungsstil
Grenzen und Regeln? Sind bei antiautoritären Stil Fehlanzeige.Auf diese Weise erzogene Kinder sollen sich – natürlich frei von Strafen – ganz nach ihren eigenen Wünschen entfalten können. Der Nachteil: Diese Kinder werden von einer Gesellschaft, die von Regeln und Vorschriften geprägt ist, oftmals als egoistisch wahrgenommen.

Welche Erziehungsrichtungen gibt es noch?

Laut Erziehungswissenschaftlern sind neben den drei genannten Erziehungsstilen noch fünf weitere Erziehungsrichtungen innerhalb unserer Gesellschaft zu definieren:

Der als sehr radikal geltende autokratische Erziehungsstil unterdrückt ganz bewusst die Eigeninitiative des Kindes und ähnelt aufgrund seiner Methoden dem autoritären Stil.

Beim egalitären Erziehungsstil sehen die Eltern das Kind als gleichwertigen Partner an. Bei dieser Erziehung auf Augenhöhe haben Kinder nicht nur die gleichen Rechte wie die Eltern, sondern auch dieselben Pflichten.

Der permissive Erziehungsstil gesteht dem Kind die absolute Entscheidungsfreiheit zu, währen die Eltern das Geschehen aus dem Hintergrund beobachten.

Erziehen Eltern ihr Kind im Laissez-faire-Stil, verzichten sie dabei auf die zielgerichtete Erziehung. Mit anderen Worten: Das Kind darf selbst frei entscheiden, die Eltern verhalten sich passiv.

Sie ist das Worst-Case-Szenario hinsichtlich der kindlichen Entwicklung: die negierende Erziehung. Denn hier wirken die Eltern in keinster Weise erzieherisch auf das Kind ein. Seine Entwicklung ist ihnen schlichtweg egal.

Das Kind auf das Erwachsensein vorbereiten

Wer einmal Vater oder Mutter geworden ist, trägt diese Verantwortung ein Leben lang. Grundsätzlich lassen sich drei moderne Erziehungsstile unterscheiden: der autoritäre, der antiautoritäre und der demokratische Stil. Experten gehen sogar noch einen Schritt weiter und differenzieren fünf weitere Stile. Erziehungsstile gibt es also viele – Mit welchem eine Familie auf Dauer glücklich wird, muss sie letztlich für sich selbst entscheiden.

Titelbild: © iStock – kzenon

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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