Erste Schritte ins Leben – Kindergesundheit bis zum 18. Monat

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Frau mit Baby
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Schon während der Schwangerschaft kreisen die Gedanken der werdenden Mutter um die Gesundheit Ihres Kindes. Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen und der Hebamme stellen in dieser Zeit sicher, dass das Baby sich zeitgerecht entwickelt.

Die Zeit direkt nach der Geburt

Die allererste Untersuchung nach der Geburt erfolgt schon nach wenigen Minuten. Bei der sogenannten U1 wird überprüft, ob das Kind die Geburt gut überstanden hat und ob Herz und Lunge richtig funktionieren. Die Färbung der Haut, die Reflexe und die Muskelspannung werden überprüft. Außerdem wird das Neugeborene gemessen und gewogen. Der Gesundheitszustand wird anhand des APGAR-Test eingeteilt. Pro Funktion werden 0 – 2 Punkte vergeben. Ergibt der Gesamtwert dieses Tests 8 – 10 Punkte, ist das Kind gesund. Von 5 – 7 Punkten gibt es diverse Beeinträchtigungen, die weiter überwacht werden müssen. Unter 5 Punkten muss eine sofortige medizinische Behandlung erfolgen.

Ist das Baby gesund zur Welt gekommen, fällt vielen jungen Eltern ein Stein vom Herzen. Andererseits stellen sie sich die bange Frage, ob sie auch zukünftig in der Lage sein werden, das Richtige für die Gesundheit Ihres Kindes zu tun. Doch die meisten frischgebackenen Mütter und Väter können beruhigt werden:

Wenn sie sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen, liegen sie häufig instinktiv richtig. Ansonsten raten Kinderärzte dazu, lieber einmal zu viel zum Arzt zu gehen, als einmal zu wenig.

Erste Monate nach der Geburt

Um die zeitgerechte Entwicklung des Kindes zu überprüfen, hat der Gesetzgeber insgesamt 11 Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter vorgesehen. In den ersten Jahren alle paar Monate, später mit größeren Abständen, wird das Kind vom Kinderarzt auf seine körperliche und geistige Entwicklung hin untersucht. So können eventuelle Entwicklungsverzögerungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die ersten Monate können Eltern sich auch weiterhin an ihre Hebamme wenden. Insbesondere bei Schwierigkeiten beim Stillen und bei Fragen zur Körperpflege des Babys, sind Hebammen erfahrene Ratgeberinnen.

Nach Vollendung des dritten Lebensmonat wird der Kinderarzt zum ersten Mal das Thema Impfen ansprechen. Die erste Dosis der sogenannten 6-fach-Impfung kann jetzt verabreicht werden. Enthalten sind Impfstoffe gegen Keuchhusten, Kinderlähmung, Tetanus, Diphtherie, Hib und Hepatitis B. Diese Impfung muss noch weitere dreimal gegeben werden, damit die Grundimmunisierung aufgebaut ist. Die Impfung gegen Mumps, Masern, Röteln und Windpocken kann erstmalig erst ab 12 Monaten gespritzt werden.

Video: Ein Baby kommt auf die Welt

Gesundheitliche Vorsorge und richtige Ernährung

Viele Eltern sind verunsichert, da immer wieder Berichte veröffentlicht werden, die von gravierenden Nebenwirkungen der Impfungen sprechen und in denen sich Impfgegner teilweise oder vollständig gegen diverse Impfungen aussprechen. Klinische Studien belegen, dass es prozentual häufiger zu Schäden durch durchgemachte Erkrankungen kommt, als durch Impfungen. Daher wird vom Großteil der Kinderärzte zu einer teilweisen oder vollständigen Impfung geraten. Leichte Nebenwirkungen wie Fieber, Müdigkeit oder Ausschlag sind relativ häufig, verschwinden aber meist nach wenigen Tagen wieder. Viele Kindertagesstätten verlangen im Übrigen den Nachweis über bestimmte Impfungen.

Mädchen Ratgeber
Ein wichtiger Meilenstein der Entwicklung steht zwischen dem vollendeten vierten bis sechsten Lebensmonat an. Ab diesem Zeitpunkt kann mit der Zufütterung breiiger Kost begonnen werden. Viele Eltern greifen hierbei auf die bewährte Gläschenkost zurück, die genaue Angaben zu Altersempfehlung und Inhaltstoffen aufgedruckt haben. Doch auch gegen das Selbstkochen geeigneter Nahrung spricht nichts. Einige Kinder halten auch gar nichts von Breikost und verweigern sie so lange, bis sie in der Lage sind, halbfeste Nahrung zu sich zu nehmen. Auch dagegen ist nichts einzuwenden. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Kost nicht zu hart und groß ist, damit sich das Kind nicht verschlucken kann. Bis zum 12. Lebensmonat darf das Kind jedoch ohne Bedenken seinen Hauptbedarf durch Muttermilch oder Flaschennahrung decken.

Vom robben zum laufen

Ab ungefähr dem sechsten Lebensmonat geht die körperliche Entwicklung des Babys stark voran. Es wird sich gedreht, auf dem Boden gerobbt, irgendwann gekrabbelt, sich hingesetzt und schließlich gelaufen. Wann welcher Entwicklungsschritt gemacht wird, ist sehr individuell. Eltern sollten ihr Kind daher nicht dauernd mit anderen Kinder vergleichen. Im Zweifelsfall kann der Kinderarzt beraten und gegebenenfalls Hilfe in Form von Ergotherapie verschreiben. Bis zum 18. Lebensmonat entwickelt sich auch zunehmend die Sprache. Auch hier gibt es starke Unterschiede, wie schnell und gut ein Kind spricht. Sprachfördernd wirken sich Vorlesen und Singen aus.

Der Ratgeber Erste Schritte ins Leben der Barmer bietet für Eltern, Mutter und Kind weitere wichtige und interessante Informationen für die Zeit nach der Schwangerschaft bis zum 18. Monat des Kindes.

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Bildquelle: © iStock.com/IvanMikhaylov

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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