Elterngeld berechnen: Ermitteln Sie Ihre Ansprüche

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Elterngeld ist als Unterstützung für Paare gedacht, die ihr Kind selber betreuen. Ob und in welcher Höhe Elterngeld bezahlt wird, ist von dem Einkommen und der Zeit abhängig, die für die Betreuung des Kindes investiert wird. Für Kinder, die ab dem 1. Juli 2015 geboren sind können Eltern auch das Elterngeld plus beantragen.

Das Basiselterngeld für höchstens 14 Monate

Bezugsberechtigt sind Eltern, die höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten. Die Höhe richtet sich dabei nach dem Nettoeinkommen des Antragstellers. Die Höhe liegt zwischen 300 und 1800 Euro.Wichtig ist, dass das Einkommen angerechnet wird und die Zahldauer 12 oder 14 Monate beträgt. Eltern bekommen 14 Monate, wenn der andere Elternteil sich auch bei der Betreuung beteiligt.

Bestimmungen für die Berechnung

  •  Bei einem Verdienst bis zu 1000 Euro beträgt das Elterngeld 67 Prozent, hinzukommen noch jeweils 0,1 Prozentpunkte je 2 Euro, die unter dem Betrag von 1000 Euro liegen. Das Elterngeld kann in diesem Fall bis 100 Prozent betragen. Rechnerisch ist das dann der Fall, wenn das bisherige Nettoeinkommen zwischen 300 und 340 Euro beträgt und der Antragsteller während dieser Zeit nichts verdient.
  •  Bis 1200 Euro beträgt das Elterngeld genau 67 Prozent
  •  Bei mehr als 1200 Euro geht das Elterngeld in 0,1 Prozentpunkte je zwei Euro bis auf 65 Prozent. Dieser Wert wird bei 1240 Euro erreicht.
  •  Maximal bekommen die Eltern 1800 Euro. Die Einkommensgrenze für diesen Fall liegt bei 2769,23 Euro

 

So wird das Elterngeld berechnet

Das Elterngeld plus für eine größere Flexibilität

Seit dem 1. Juli 2015 gibt es das sogenannte Elterngeld plus, das den Eltern einen größeren Spielraum gewährt. Dadurch verlängert sich der Bezugszeitraum von maximal 14 auf bis zu 28 Monate, allerdings bekommen die Eltern pro Monat auch nur die Hälfte des Geldes. Es gibt die Möglichkeit, sich entweder für da Basiselterngeld, für das Elterngeld plus oder für eine Kombination zu entscheiden. In den ersten Monaten muss das Kind besonders intensiv betreut werden. Mit demBasiselterngeld lässt sich dieser Zeitraum abdecken. Angenommen, die Eltern wollen für 3 Monate das volle Elterngeld. Danach können sie auf Elterngeld plus umstellen. Nun haben sie noch Anspruch auf 22 weitere Monate halbiertes Elterngeld.

Der Zuverdienst wird in voller Höhe angerechnet

Der Zuverdienst soll an dieser Stelle gesondert betrachtet werden, da sich durch die Wahl der passenden Variante die Höhe des Elterngeldes zugunsten des Antragstellers ändern kann. Der Zuverdienst wird in voller Höhe angerechnet. Nicht nur das Einkommen spielt dabei eine Rolle, sondern auch Hartz IV und Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit müssen angegeben werden. Wenn sich Eltern für die Plusvariante entscheiden, halbiert sich nicht nur das Elterngeld, sondern auch derZuverdienst. Dies ist vor allem dann interessant, wenn bald nach der Geburt mit der Arbeit begonnen werden soll. Durch den halbierten Zuverdienst ist das Elterngeld in diesem Fall höher. Wichtig ist, dass die Arbeitszeit höchstens 30 Wochenstunden betragen muss.Infografik: Zahl der neuen Betreuungsgeld-Empfänger konstant | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Mit dem Elterngeld eine optimale Betreuung sicherstellen

Vor allem das erste Lebensjahr ist für die Entwicklung des Kindes entscheidend. Mit dem Elterngeld ist diese Zeit finanziell abgesichert. Eltern bekommen 12 Monate Elterngeld und 24 Monaten Elterngeld plus, wobei sich im zweiten Fall der Betrag halbiert. Wenn sich das andere Elternteil auch für 2 bzw. 4 Monate an der Betreuung beteiligt, verlängert sich derBezugszeitraum entsprechend. Da die Regelungen im Detail kompliziert sind, empfiehlt sich im Vorfeld eine gute Beratung, der die Wünsche der Eltern berücksichtigt.

Titelbild: © istock.com – TatyanaGI

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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