Die Eltern meines Partners – Wenn die Chemie nicht stimmt!

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Probleme mit Familie
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Die Beziehung zwischen Schwiegertochter und -mutter ist von jeher belastet und auch so mancher Vater hält vom Freund oder Lebensgefährten seiner ehemals kleinen und auf Händen getragenen Prinzessin nicht viel. Um das Spannungsverhältnis nun zu beseitigen, braucht es ausreichend Geduld und Empathie.

Neid dominiert die Eltern- (Schwieger-) Kind-Beziehung

Ob es nun unbewusst oder bewusst geschieht: Die Unabhängigkeit, die gerade junge Frauen dieser Tage genießen, stößt älteren Semestern gerne auf. Weil selbst zu Hause geblieben und sich um die Kinder anstatt um die Karriere gekümmert werden musste, beäugen viele Schwiegermamas den beruflichen Werdegang der Schwiegertochter mit Argusaugen. Kommt die Mutter just dann zu besucht, steht der Sohn am Herd, erfolgt nicht selten der Vorwurf an das Schwiegerkind, nicht kochen zu können oder sich nicht ausreichend um den „Jungen“ zu kümmern.

Für Schwiegertöchter ist dies nun der Moment, da sie einen tiefen Atemzug nehmen und sich darauf besinnen sollten, dass der „Mutti“ viele Freiheiten, die sie vielleicht auch gerne gehabt hätte, vormals noch nicht zur Verfügung standen. Wer sich bewusst macht, dass derartige Aussagen nicht persönlich zu nehmen sind, kann leichter damit umgehen. Besser die Erfahrung der Schwiegermutter loben und sie beispielsweise um Tipps in Sachen Haushalt bitten.

Video: Stress mit den Schwiegereltern

Das persönliche Gespräch suchen

Manchmal behindert die Anwesenheit des Partners, dass sich ein gutes Verhältnis zu den Schwiegereltern entwickelt. Wer diesen Missstand beseitigen möchte, sollte eine Unternehmung vorschlagen. Das Verhalten von Müttern oder Vätern ist häufig ein ganz anderes, ist das eigene Kind nicht zugegen. In trauter Zweisamkeit mit dem Schwiegervater ein Fußballspiel zu besuchen oder am Samstag in den Baumarkt zu pilgern, kann Wunder bewirken. Die beiden Parteien kommen sich näher und erfahren im persönlichen Gespräch und ohne das Dazwischenfunken anderer Personen, was über bestimmte Dinge gedacht wird.

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Als Schwiegerkind ist es von Vorteil eine Aktivität vorzuschlagen, die von dem jeweiligen Elternteil geschätzt und auch häufiger ausgeführt wird. Eine kunstinteressierte Schwiegermutter ins Museum einzuladen und bei einem anschließenden Kaffee über Gott und die Welt zu sprechen, lässt das „Wir“-Gefühl wachsen. Wichtig ist, sich dabei weder anzubiedern noch eine ablehnende Haltung an den Tag zu legen.

Klare Worte und für alle akzeptable Lösungsvorschläge

Wird durch die nicht stimmende Chemie die Beziehung mit dem Partner belastet, muss eine Aussprache mit dessen Eltern forciert werden. Die einfache Feststellung, dass die Schwiegertochter, der Schwiegersohn glaubt nicht gemocht zu werden, bewirkt bei den Eltern mitunter einen Überraschungsmoment. Viele meinen ihre Einmischungsversuche und andauernden Verbesserungsvorschläge nämlich gar nicht böse. Bei einem solchen Gespräch braucht es Fingerspitzengefühl und gute Nerven.

Besser Vorwürfe vermeiden und stattdessen erklären, wie sich mit dieser Ablehnung gefühlt wird. Vorhaltungen erzeugen Widerstand. Sätze, in denen beschrieben wird, wie es einem ergeht, können Verständnis heraufbeschwören. Auch klar zu machen, kein Kind verloren sondern im Gegenteil eins gewonnen zu haben, regt zum schwiegerelterlichen Nachdenken an. Wird eine solche Zusammenkunft erwirkt, muss sich im Vorhinein damit auseinander gesetzt werden, dass die Eltern auch für sich tolerierbare Lösungsvorschläge hören wollen. Eine zwar ehrliche Kommunikation ohne Besserungswünsche nützt leider wenig.

Nicht gegen sondern miteinander

Die innige Zuneigung zur gleichen Person macht Eltern und Partner nicht zu Konkurrenten. Im Gegenteil. Dieser Umstand verbindet und so werden Schwiegertöchter und -söhne punkten, die überzeugend vermitteln, dass sie das Kind genauso lieben wie Mutter und Vater dies tun. Eine Gemeinsamkeit, die doch zumindest gegenseitige Achtung verdient!

Titelbild: © istock.com – JackF

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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