Der Weltspartag – bis heute hat er große Bedeutung

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Geld wird in Sparschwein gesteckt
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Grundschulkinder kennen ihn – den Weltspartag, , denn an diesem Tag halten die Banken zur Belohnung ein kleines Geschenk bereit, wenn das Geld aus der Spardose auf das eigene Konto oder Sparbuch eingezahlt wird. Aber was hat es mit dem Weltspartag eigentlich wirklich auf sich?

Offiziell ist der 31. Oktober der Weltspartag

Weil dieses Datum in vielen Ländern ein Feiertag ist, wird der Weltspartag üblicherweise vorgezogen oder auch nachgefeiert. Nur ein Land hält sich aus der Thematik des Weltspartages heraus, und das ist Frankreich, wo diese Tradition praktisch ausgestorben ist. Auch beispielsweise in den USA überwiegt die Bedeutung von Halloween heute den Weltspartag.

Beschlossen wurde der Weltspartag am 31.10.1924 auf dem ersten Internationalen Sparkassenkongress, der in Italien, konkret in Mailand, abgehalten wurde. Betreiber dieses Tages war unter anderem der Direktor des kurz vorher gegründeten Weltsparkasseninstitutes, Professor Filippo Ravizza. An der ersten offiziellen Veranstaltung am 31.10.1925 nahmen insgesamt 354 Delegierte, die aus 27 Ländern entsandt waren, teil.

Der Sinn des Weltspartages lag darin, den Menschen allgemein, aber besonders Kindern das Sparen schmackhaft zu machen und den Wert des Sparens weltweit publik zu machen. Sparen war besonders in Deutschland zu dieser Zeit sehr wichtig, denn durch die Währungsreform im Jahr 1923 war das Vertrauen der Deutschen in den Wert des Geldes und speziell in die Geldwertstabilität erheblich getrübt.

Video: Weltspartag – Sparer lassen die Sau raus

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Seinen Höhepunkt hatte der Weltspartag von 1955 bis 1970

Der Weltspartag, der ursprünglich Weltsparsamkeitstag hieß und im englischsprachigen Raum als World Thrift Day bezeichnet wird, war schnell ein fixer Jahrestag besonders in den Kalendern von Sparkassen und letztlich auch anderer Geldinstitute. Die Werbung für den Weltspartag wurde groß angelegt und in Form von Plakaten, Broschüren, Vorträgen und Artikeln veröffentlicht. Besonders an Schulen wurde alles getan, um den Weltspartag zu publizieren.

Im Jahr 1928 wurde sogar die sogenannte Spar-Hymne, die auch in deutscher Übersetzung im Internet zu finden ist, von italienischen Musikern komponiert. Seinen Höhepunkt hatte der Weltspartag in den Jahren 1955 bis 1970 und zu dieser Zeit wurde dieser Tag wirklich weltweit gefeiert. Seine Bekanntheit und Bedeutung büßt der Weltspartag allerdings in Zeiten von Online-Banking und Direktbanken mehr und mehr ein.

Weil Kunden heute deutlich weniger in Sparkassen- und Bankfilialen gehen und auch Kinder kaum noch Berührungspunkte mit Geldinstituten haben, verblasst die Bedeutung des Weltspartages. Durch kleine Geschenke und auch durchgeführte Aktionen versuchen Banken und Sparkassen dennoch, den Weltspartag aufrecht zu erhalten und den kleinen und großen Kunden in Erinnerung zu halten oder zu bringen.

Der Weltspartag ist wirklich weltweit bekannt

In Indien wird der Weltspartag am 30.10 begangen. Spanien hat den ersten Weltspartag schon im Jahr 1921 gefeiert und tut das noch heute. In Österreich gibt es sogar ein spezielles Maskottchen namens Sparefroh für den Weltspartag, das gemäß einer Umfrage aus den 1970er Jahren damals sogar größere Bekanntheit als der Bundespräsident hatte. In den USA ist der Weltspartag allerdings hinter Halloween inzwischen verblasst. In Sri Lanka fuhren im Jahr 2009 zum Weltspartag sogar Mitarbeiter dortiger Sparkassen in blumengeschmückten Bussen zu ausgewählten Filialen. Weiterführende Informationen zur Bedeutung des Weltspartages und den Möglichkeiten, den Weltspartag im Sinne der Finanzerziehung zu nutzen, finden Sie unter http://www.festgeldvergleich.org/ratgeber/weltspartag.html.

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Sparen hat auch heute große Bedeutung

Die Anfänge des Weltspartags fielen in eine finanziell extrem angespannte Zeit, in der die Welt noch unter den finanziellen Folgen des Zweiten Weltkrieges litt. Die Regierungen hatten also das dringende Anliegen, die Bevölkerung zum Sparen zu animieren, damit mit den Geldanlagen Investitionen getätigt werden konnten. Am Bedarf, dass Ersparnisse angelegt werden, hat sich bis heute bei Sparkassen und Banken nichts geändert.

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Bildquelle: ©iStock.com/Nastco

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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