Co-Sleeping – Gemeinsames Bett für Eltern und Kind?

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Fueße von Eltern und zwei Kindern, die gemeinsam in einem Familienbett schlafen
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Seit dem 19. Jahrhundert war es in Europa nicht mehr üblich, mit Kleinkindern in einem Bett zu schlafen. Heute kommt das Familienbett wieder in Mode, welches das sogenannte Co-Sleeping erst richtig möglich macht.

Das Familienbett als nützliches Gemeinschaftsmöbel

Familienbetten werden in zahlreichen Varianten angeboten. Die ungemütliche “Besucherritze” normaler Ehebetten stört, weil das Baby sonst in diese hinein rutschen könnte. Deshalb ist das Bett für Familien entsprechend konstruiert. Es hat eine durchgehende Matratze und bietet genügend Platz für alle. Diese Form des Bettes gibt es sogar als Hochbett. Unten finden Eltern genug Platz für sich, während das obere Bett dem Kind vorbehalten ist. Soll das Baby tatsächlich mit im Bett schlafen, müssen allerdings beide Elternteile damit einverstanden sein. Bevor Sie ein Familienbett kaufen, sollten Sie sich untereinander abstimmen, ob beide Partner wirklich damit einverstanden sind.

Weiterhin sollten die Eltern keinesfalls Alkohol oder Schlaftabletten vor dem Schlafen zu sich nehmen. Nach einer lustigen Geburtstagsparty ist die Gefahr einfach zu groß, sich schlafend auf das Kind zu legen. Unnötige Decken und Kopfkissen gehören ebenfalls nicht ins Familienbett, weil das Kind eventuell einsinkt und erstickt. Ein Wärmestau kann ebenfalls katastrophale Folgen haben.

Eine Alternative ist ein Beistellbett. Das kann an einer Seite des elterlichen Bettes befestigt werden und bei guter Montage entsteht keine Ritze. Ein Elternteil kann sich auf diese Weise in der Nacht um den Säugling kümmern. Vor allem bei kleineren Betten wird das Beistellbett beim Co-Sleeping zum Vorteil.

Wer an das Co-Sleeping denkt, sollte ganz genau die eigene Situation checken.

  1. Gibt es genug Platz für das Familienbett?
  2. Möchten beide Partner das Co-Sleeping?
  3. Was sagen ältere Geschwister dazu?
  4. Wie bekommt es dem Baby?

Die Vorteile beim Co-Sleeping

Schläft der Nachwuchs bei seinen Eltern im Bett, passen sich schnell die Schlafrhythmen von Eltern und Baby an. Das bringt für beide Vorteile. Werden die Eltern sonst durch das Schreien des Kindes aus dem Tiefschlaf gerissen, weckt sie das Baby nun in einer leichteren Schlafphase. Oft werden Eltern sogar schon vor dem Kleinkind wach und können es streicheln und damit beruhigen. So wird es manchmal gar nicht erst aufwachen. Die kindlichen Schlafphasen sind zudem länger. Beruhigen Mama und Papa sofort, wenn sich das Baby bemerkbar macht, vermindert sich das nächtliche Geschrei. Für die durch die neue Lebenssituation insgesamt relativ gestressten Eltern stellt das einen großen Vorteil dar.

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Weiterhin kann zusätzliche Familienzeit beim gemeinsamen Schlafen gewonnen werden, das Kind erhält so wichtige Bindungssituationen. Durch das Spüren der Eltern beim Schlafen wächst das Geborgenheitsgefühl. Einige Pädagogen sehen darin eine wichtige Grundlage für die Ausbildung der selbständigen Persönlichkeit.

Video: Familienbett – Ja oder Nein? | Familienleben | You and Me = FamilY

Die Nachteile beim Co-Sleeping

Zu den vielen Vorteilen gesellen sich jedoch auch Nachteile. Während der Anwesenheit des Kindes haben die Eltern keine Privatsphäre. Das verhindert Intimitäten, die vielleicht sehr wichtig sein können. Dieser Umstand kann unter Liebenden durchaus zum Streitthema werden, denn das Schlafzimmer stellt wohl traditionell einen Liebesort dar.

Ein weiteres Problem beim Co-Sleeping bilden die nachtaktiven Schläfer. Sie bewegen sich stark, es besteht die Gefahr, das Kind zu schlagen oder zu verletzen. Bei hohem Bewegungsdrang sollte das gemeinsame schlafen lieber vermieden werden.

Ruht der Nachwuchs aber im eigenen Bett im Familienschlafzimmer, entsteht trotzdem ein Gemeinschaftsgefühl.

Harmonische Nachtruhe für Eltern und Kind gewährleisten

Co-Sleeping bringt viele Vorteile. Das Gemeinschaftsgefühl der jungen Familie wird gestärkt. Dazu bietet ein eigenes Familienbett seine Annehmlichkeiten. Vor- und Nachteile sollten jedoch genau abgewogen werden. An erster Stelle steht, dass sich alle bei der Nachtruhe körperlich und geistig wohl fühlen.

Titelbild: ©iStock.com – Goodluz

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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