Altersbeschränkung bei Spielen – Warum sie bei der Erziehung darauf achten sollten!

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Eine Altersbeschränkung bei Spielen ruft bei Kindern und Jugendlichen oft ein Seufzen hervor. Das tolle Spiel, welches in den Medien hoch gelobt wird, ist erst ab 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben und muss leider vorerst noch im Regal bleiben. Doch wie sinnvoll sind solche Altersbeschränkungen und sind sie wirklich notwendig?

Warum gibt es Altersbeschränkungen

Altersbeschränkungen kommen überall vor. Bei Spielen, bei Filmen oder bei Serien. Oft verstehen Kinder und Jugendliche den Sinn hinter diesen Beschränkungen nicht und sehen sich das Material dennoch an, beziehungsweise spielen das Videospiel trotzdem. Der Gesetzgeber sieht eine derartige Klassifizierung vor, da man nicht in jedem Alter bereits all das Gesehene verarbeiten kann.

Manche Software-Entwickler nutzen das Element der Angst um Spannung zu erzeugen und gerade Kriegsspiele setzen auf eine möglichst authentische Darstellung von Gewaltszenen, weil sich das am besten verkauft. Die Möglichkeiten solche Spiele derart zu kreieren sind mit Hilfe moderner Technik schier endlos und die Ergebnisse werden immer ausgefeilter.
Doch genauso wie Eltern im realen Leben ihre Sprösslinge vor abscheulichen Szenen schützen, sollten sie das auch virtuell tun.

Video: Spiele ab 18 – Darf ich die spielen, wenn meine Eltern ja sagen? | Rechtsanwalt Christian Solmecke

Die Alterskennzeichen und wie sie vergeben werden

Wer aufmerksam die Hüllen der Spiele betrachtet und studiert, erkennt folgende Plaketten, die sich auf die Altersbeschränkung beziehen:

  • freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG
  • freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG
  • freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG
  • freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG
  • keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG

Diese Zeichen befinden sich für PC – und Konsolenspiele in einer Raute, je nach Klassifizierung haben diese Rauten unterschiedliche Farben. Die Altersbeschränkung bei Spielen kommt nicht einfach von ungefähr oder unterliegt allein den Schätzungen der Game-Entwickler.

Wie die Abkürzung „JuschG“ bereits vermuten lässt, handelt es sich um eine gesetzliche Vorgabe nach dem Jugendschutzgesetz. Jedoch wird das Prüfverfahren zur Feststellung zusammen mit der Spielindustrie in einem für diese freiwilligen Verfahren durchgeführt. Pädagogische Fachkräfte prüfen die Spiele auf ihre Alterstauglichkeit und legen dann eine entsprechende Altersbeschränkung fest.

Altersbeschränkung bei Spielen – müssen Eltern sich daran halten?

Die gesetzliche Altersbeschränkung muss seitens der Verkäufer eingehalten werden. Spiele dürfen nur dann an Minderjährige verkauft werden, wenn sie eine entsprechende Rauten-Kennung haben. Verstoßen Läden gegen dieses Gesetz, so kann das Ordnungsamt diesen ungesetzlichen Handel mit bis zu 50.000 EUR Geldbuße ahnden.

In der Öffentlichkeit ist die Altersbeschränkung verpflichtend, zuhause unterliegt die Einhaltung den Eltern. Da die eigenen vier Wände jedoch nicht als Öffentlichkeit gelten, sind Eltern auch nicht vor dem Gesetz verpflichtet, die Altersbeschränkung bei Spielen einzuhalten.

Viele Eltern sehen die Limitierung eher als Empfehlung an und entscheiden oft spontan, ob ihr Kind Spiele spielen darf, für die es das vorgeschrieben Alter noch nicht erreicht hat.
Auf der anderen Seite, gibt es auch Spiele, die ein Kind rein vom Alter her spielen dürfte, wo sich die Eltern aber sicher sind, dass das Kind dennoch nicht reif genug dafür ist. Im Privatbereich ist es also immer auch eine Ermessensfrage seitens der Erziehungsberechtigten, ob ein Spiel geeignet ist oder nicht.

Mädchen Ratgeber

Sinnvoller Jugendschutz bei Spielen

Es empfiehlt sich, Kinder nur die Spiele spielen zu lassen, für die sie laut Jugendschutzgesetz auch bereit sind. Übersteigt das Spiel aufgrund von Gewaltdarstellungen oder anderer Inhalte die Reife des Kindes, so kann es das Gesehene nicht verarbeiten, bekommt Albträume oder setzt die Szenen aus dem Spiel im Alltag um und verletzt damit sich selbst oder andere

Titelbild: iStock © – AzFree

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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