Zahnspange für Kinder: wie akzeptieren sie es am besten?

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Krumm und schief gewachsene Zähne sind in der Regel nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern können sehr schwer sauber und gesund gehalten werden. Dazu kommen Probleme beim Kauen, die bis hin zu Verspannungen und damit verbundenen Kopfschmerzen führen können. Eine Zahnspange ist also eine gute Lösung. Nur: Wie macht man das dem Nachwuchs klar?

Ist die Zahnspange ein ästhetisches Problem?

Nein, meist ist sie das nicht. Die kieferorthopädischen Spangen sind inzwischen so klein und unauffällig, dass sie in den meisten Fällen gar nicht auffallen. Verdeckte Drähte, transparente oder zahnfarbene Kunststoffe und eine ausgefeilte Technik machen es möglich, dass die Spange beim normalen Reden gar nicht sichtbar ist. Wer allerdings herzhaft mit zurückgezogenen Lippen gähnt, der wird unter Umständen doch „erwischt“.

Denn komplett unsichtbar sind Zahnspangen dann doch nicht. Übrigens gibt es auch die Möglichkeit, die Kunststoffe der Zahnspange absichtlich auffällig einzufärben. Und dabei ist alles möglich – von Regenbogenfarben über Pastelltöne bis hin zu trendigen Glitzersternchen, die in das Plastik eingearbeitet werden. Damit wird die Zahnspange zu einem wirklich coolen Accessoire.

Video: FESTE ZAHNSPANGE. Schmerzen, Hässlich, Essen

Herausnehmbare Spange oder fest installierte Drähte?

Bislang war eigentlich nur die Rede von der sogenannten „festen Spange“. Bei dieser Variante werden feine Drähte von Zahn zu Zahn gespannt und mit winzigen Halterungen an den Zähnen befestigt. Das kann, abhängig vom kieferorthopädischen Problem, außen an den Zahnreihen sein, kann aber auch innen passieren. Diese Drähte werden alle paar Wochen, manchmal auch wöchentlich, nachgespannt. Eine herausnehmbare Zahnspange sieht etwas anders aus.

Hier wird eine Kunststoffplatte an Gaumen und das Zahnfleisch angepasst. An dieser Platte sind Drähte befestigt, die sich um die einzelnen Zähne legen und sie sanft in die gewünschte Richtung drücken. Auch diese Zahnspange wird alle paar Tage oder Wochen vom Kieferorthopäden nachgespannt, kleine Schraubgewinde in der Kunststoffplatte machen das möglich. Der Vorteil dieser losen Spange ist, dass sie herausgenommen werden kann. Beim Essen, bei öffentlichen Auftritten, während des Schulunterrichts beispielsweise muss sie nicht stören. Meist ist das Tragen dieser Variante ohnehin nur nachts nötig – da sieht es ohnehin niemand.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Zahnspangen

Welcher Typ Zahnspange überhaupt in Frage kommt, entscheidet der Kieferorthopäde. Nicht alle Probleme lassen sich mit einer festen Spange angehen, und in manchen Fällen ist die lose Spange keine Option. Oft hat man jedoch die Wahl. Und dann gilt es einiges zu bedenken: Eine lose Spange kann man vergessen. Die liegt dann tagelang in der Ecke herum, und beim nächsten Tragen kann das schmerzhaft werden. Denn die Zähne sind während der länger andauernden Behandlung natürlich noch nicht in ihrer neuen Position fixiert, sondern bewegen sich zurück in ihre alte Stellung.

Mädchen Ratgeber

Gründliche Reinigung!

Die feste Spange vergisst man nicht, die ist einfach im Mund. Dafür ist die feste Spange nicht ganz einfach zu reinigen, zwischen den feinen Drähten hängen sich gerne Essensreste fest. Man wird sie aber in der Regel schnell wieder los: Da die feste Spange effizient ist, wird sie normalerweise nicht über mehrere Jahre benötigt.

Zahnspangen sind cool – cooler als schiefe Zähne

Kinder und Jugendliche sind schon recht bewandert, was Stars und Sternchen angeht. Sie kennen die Gesichter ihrer Helden gut – ein schönes Gebiss ganz ohne kieferorthopädische Korrekturen hat keiner der Stars in Bravo, Girl! und Mädchen. Und so manches Sternchen lässt sich noch im Erwachsenenalter die Zahnstellung korrigieren und erscheint mit ziemlich abgefahrenen Mundgestellen in den Medien.

Titelbild: © istock.com – Rick Grant

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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