Wann drehen sich Babys in die Geburtsposition?

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Gymnastik in der Schwangerschaft
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Die Schwangerschaft geht ihrem Ende entgegen und der Arzt stellt eine Beckenendlage fest? Hier hilft es, auf die innere Natur zu vertrauen und das Baby mit Unterstützung zum Drehen zu bewegen. 

Die Natur gibt den Zeitpunkt vor

Die Diagnose einer Beckenendlage macht jeder Mutter zum Ende der Schwangerschaft Angst. Liegt das Baby mit dem Po nach unten, kommt es in den meisten Fällen zu einem Kaiserschnitt. Die Frage: „Wann drehen sich Babys in die Geburtsposition?“, wird in unterschiedlicher Weise beantwortet. Meist wird vom Zeitraum der 35.-38. Woche gesprochen, da Kinder aber Individuen sind, gibt es keine allgemeine Antwort. Die wenigsten Kinder kommen exakt nach 40 Schwangerschaftswochen zur Welt. Daher ist der Entbindungstermin nur ein Richtwert, von dem sich nicht auf den Tag genau ableiten lässt.

Kommt das Baby erst nach 41 oder 42 Wochen auf die Welt, dreht es sich möglicherweise erst in Woche 40. Völlig ausreichend für seinen persönlichen Geburtstermin.

Dem Baby zur Drehung verhelfen?

Ärzte und Hebammen empfehlen bei einer Beckenendlage Übungen und Vorgehensweisen, um das Baby zu einer Drehung im Mutterleib zu bewegen. Dazu gehören:

  • Indische Brücke
  • Akupunktur
  • Akupressur
  • sanftes Tanzen
  • Moxen

Die Indische Brücke bei Beckenendlage beschreibt eine Position, bei der das Becken im Liegen etwas höher gelagert ist als der restliche Oberkörper. Durch diese Position soll das Baby animiert werden, seine Kopf nach unten zu bewegen, also in den aufgerichteten Teil des Körpers. Diese Übung kann ab der 32. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, jedoch nicht länger als jeweils 15 Minuten. Wem die Rückenlage schwerfällt, praktiziert die umgekehrte Variante, bei der ein Vierfüßlerstand auf Knien und eingeknickten Armen eingenommen wird. Der Kopf liegt dabei auf dem Boden.

Akupunktur findet auch in der Geburtsvorbereitung ihre Anwendung. Der Blasenmeridian kann die Position des Babys im Bauch der Mutter verändern, wenn der Punkt 67 genadelt wird. Dazu wird eine Akupunkturnadel am lateralen (seitlichen) Nagelwinkel der kleinen Zehe gesetzt. Dieses Vorgehen muss sehr vorsichtig und mit geringer Stimulation (Drehen und sanftes Bewegen der Akupunkturnadel) geschehen, da ansonsten Wehen ausgelöst werden. Bei frühzeitiger Wehentätigkeit darf diese Möglichkeit nicht praktiziert werden.

Moxibustion – der Einfluss auf Körper und Geist

Das Moxen bei Beckenendlage erfolgt durch das Abbrennen von getrockneten Beifußblättern. Die getrockneten Blätter der Pflanzen werden zu einem watteartigen Pulver verarbeitet, das in Papier eingewickelt wird. Bei der indirekten Variante wird eine dicke Scheibe Ingwer an dem entsprechenden Meridianpunkt auf die Haut gelegt und anschließend ein Moxakegel darauf gestellt. So wird jeder direkte Hautkontakt vermieden. Der Moxakegel wird an der Spitze angezündet und die sich entwickelnde Wärme dringt in die Tiefe des Gewebes.

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Wird diese Anwendung richtig praktiziert, entsteht eine Rötung an der behandelten Hautstelle.

Befinden sich die Meridianpunkte an den Körperseiten, kommen Moxazigarren zur Anwendung. Die in dünnes Papier gerollten Moxastangen werden an einem Ende angezündet. Das glimmende Ende wird 1-0,5 cm dicht an den Akupunkturpunkt gebracht, sodass die Hitze zu spüren ist. Anschließend wird der Abstand um einige Zentimeter vergrößert. In dieser Weise wird die Moxazigarre mehrere Male an die entsprechende Stelle hingeführt und wieder weggezogen.

Video: Beckenendlage | Möglichkeiten & Risiken

Wann drehen sich Babys in Geburtsposition? – Das ist nicht die richtige Frage!

Niemand kann genau sagen, ob gymnastische Übungen die Ursache der Drehung im Mutterleib sind. Viele Frauen praktizieren die Indische Brücke mehrere Wochen, bis sich das Baby dreht. Aufgrund der Übungen oder weil intuitiv die richtige Zeit dafür ist? Es wäre wichtig, am Selbstvertrauen werdender Mütter zu arbeiten und sie in ihrem Gespür für die Verbindung zum Kind und zu ihrem Körper zu unterstützen. Die Natur sorgt in jedem Fall für die richtigen Bedingungen – klappt etwas nicht, ist es fast immer der Mensch, der störend in den natürlichen Ablauf eingegriffen hat.

Titelbild: ©iStock – fizkes

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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