Städtetrip mit Kindern: Stress pur oder kulturelle Inspiration?

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Kinder sind begeisterungsfähig. Diesen Charakterzug bewusst zu fördern, indem Eltern über eine Stadt erzählen, dortige Sehenswürdigkeiten beschreiben und den Kleinen damit einen richtigen “Gusto” auf die City machen, lässt die Städtereise zu einem unvergesslichen, familiären Erlebnis avancieren, von dem sicher noch lange gesprochen wird.

Planen und nicht ins “Blaue” hinein reisen

Wer einen Städtetrip nach:

unternehmen möchte, sollte sich vorab über die kinderkompatiblen Sehenswürdigkeiten vor Ort informieren. Viele Museen bieten sogenannte Kids-Tours an. Dies extra auf die Interessen von Kindern zugeschnittenen Führungen werden mancherorts nicht jeden Tag oder nur zu bestimmten Uhrzeiten veranstaltet. So ist es klug, diese Daten mit einzubeziehen, wenn Eltern die Städtereise buchen. Steht der Termin und das Reiseziel fest, kann die Einstimmung für die Sprösslinge beginnen.

Bestenfalls zeigen Mama und Papa Bücher, Bilder oder sogar Imagevideos über die Metropole. Die Kleinen werden neugierig auf die Destination und beginnen Fragen zu stellen. Gemeinsam im Reiseführer zu schmökern und über die eine oder andere Skurrilität Bescheid zu wissen, kann die kindliche Vorfreude in ungeahnte Höhen steigern und versüßt damit den Aufenthalt.

Video: TIPPS FÜR PARIS | Städtetrip mit Kleinkind

Abwechslung: Pausieren, spielen, bestaunen

Damit die Städtereise nicht zur nervlichen Zerreißprobe wird, legen sich Eltern einen gut gemischten und nicht zu anstrengenden Plan zurecht. Darauf sollten sich Museumsbesuche und Aufenthalte auf Kinderspielplätzen gefällig abwechseln. Nach einer Tour durch das Stockholmer Wasa-Museum beispielsweise, empfiehlt es sich zum Baden an einen der Schären-Strände zu gehen, um die Eindrücke sacken zu lassen. Werden die Kinder nicht überfordert, bleiben sie länger aufmerksam und machen die Sightseeing-Tour auch ohne zu murren mit.

Deshalb hat es sich bewährt, in Neapel beziehungsweise Pompeji nicht die große Ausgrabungsstätten-Runde zu absolvieren, sondern sich auf nur wenige Stationen zu beschränken. Ein Zuviel an Informationen macht schnell mürbe und lässt den Geist abschweifen. Gleiches gilt für Aufenthalte im Pariser Louvre, auf der Berliner Museumsinsel oder im Tower of London. Fokussieren sich Familien auf die Hauptattraktionen, bleibt auch mehr vom Besuch hängen. Im Anschluss wird beim Picknick in einer Parkanlage für Entschleunigung und eine Rehabilitierung der Kräfte gesorgt.

Praktische Erwägungen: Familien machen es sich so leicht als möglich!

Um in die gewünschte Metropole zu gelangen, sei Müttern und Vätern ans Herz gelegt, stets den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Sind die Kleinen bereits erfahrene Flugpassagiere, wird im Flieger eingecheckt und fahren sie gerne Zug, reist die Familie über den Bahnhof von Kopenhagen, Mailand oder Prag an. Wird vor Ort Wert auf Flexibilität gelegt, fällt die Transportmittelwahl auf das Auto. In Sachen Hotel muss sich für ein Haus entschieden werden, dass in unmittelbarer Nähe zu den erwählten Sehenswürdigkeiten liegt. Lange S- oder U-Bahnfahrten stressen die Familie nur. So ist es besser, das eine oder andere Highlight auch fußläufig erreichen zu können.

Mädchen Ratgeber
Außerdem sollte das Hotel einen ruhigen, erholsamen Schlaf garantieren und über Hilfsmittel wie Beistellbetten, Fläschchenwärmer oder Hochstühle verfügen. Auch in kulinarischer Hinsicht hat es auf die Bedürfnisse der Kleinen eingestellt zu sein. Denn: Ausreichend Schlaf und ein stärkendes Frühstück konnten schon so manchen kindlichen Tobsuchtsanfall vereiteln!

Gut vorbereitet ein ungetrübtes Vergnügen: Städtereisen

Es sind nicht die Kinder, die etwas scheinbar unmöglich machen, sondern immer nur die schlechte Vorbereitung. Wird die Sehenswürdigkeit richtig verkauft, durchstreifen die Kleinen mit Begeisterung Kunstausstellungen, Schatzkammern oder mittelalterliche Burgen und erzählen anschließend mit großen Augen von den Erlebnissen des Tages!

Titelbild: © istock.com – romrodinka

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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