Samenspende: Internet als Alternative zur klassischen Samenbank?

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zwei Frauen am Meer mit Kind
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Alleinstehende oder lesbische Frauen wird der Zugang zu einer deutschen Samenbank in der Regel verwehrt. Doch das Maß aller Dinge ist nicht immer die nach außen geführte Musterehe mit dem Siegel der Dienstbeamten. Die Individualität des Menschen ist in Gefahr. Welchen Weg gehen heute Frauen mit Kinderwunsch? Ist die Verbindung im Internet der Ausweg, um eine Samenspende zu erhalten und den starren Regularien zu entkommen?

Als Paar nicht für die Samenbanken Deutschlands geeignet

In Deutschland wird zu viel reguliert. Selbst die Frage, in welcher Familienkonstellation Kinder geboren werden dürfen, ist gesetzlich geregelt. Dass lesbische Paare auch ein Bedürfnis nach einem harmonischen Familienleben haben und dazu genauso in der Lage sind wie heterosexuelle Paare, wird scheinbar übergangen. Jede Beziehung kann zerbrechen. Das bedeutet noch lange nicht, dass Menschen, die der Norm abweichen, keine guten Eltern sein können.

Dennoch wird ihnen, vorrangig homosexuellen Paaren und alleinstehenden Frauen oder Paaren ohne Trauschein der Eintritt in die Samenbank vorenthalten. Meist bleibt nur ein Ausweg: Internetforen, in denen Menschen eine Samenspende suchen und der Gegenüber, der sie ihnen auf privatem Wege zukommen lässt. Eine organisierte Empfängnis der modernen Welt.

Der Schritt in die virtuelle Welt der Samenspender

Der romantische Wunsch, dass ein Kind die liebevolle Beziehung zwischen zwei Menschen ergänzt, wird beim ersten Blick in die Samenbanken jäh zerbrochen. Es sind sachliche wie nüchterne E-Mails, die ein gegenseitiges Abfragen offenlegen. Hier muss der Verstand den Kampf der Emotionen gewinnen. Die Zeugung eines Kindes per geeigneter Samenspender ist sachlich und ernüchternd.

Doch sobald man sich mit dieser Wahrheit einmal abgefunden und sie akzeptiert hat, kommen schon die nächsten Gedanken, die Fragen aufwerfen. Wie steht es um die Gesundheit des potenziellen Spenders? Gibt es Erbkrankheiten in der Familie, die das Leben des Kindes schwer beeinträchtigen können?

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Risiko private Samenbank vs. gesetzlicher Regelungen

In offiziellen Samenbanken werden die Spender auf etwaige Krankheiten, insbesondere dem HI-Virus getestet. Die ersten Spenden werden schockgefroren, und wenn nach 6 Monaten die Befunde noch immer negativ sind, werden Männer zu Vätern und verheiratete Paare endlich zu Eltern. In den privaten Räumen des Internets fehlt diese Überprüfung und letztlich auch die Sicherheit.

Auch wenn viele der Samenspender ein Gesundheitszeugnis vorlegen können – ein Unsicherheitsfaktor bleibt. Wenn der Staat Spätabtreibungen bei einem entdeckten Downsyndrom des Fötus genehmigt – wohlweislich unter der Begründung der seelischen und körperlichen Notfallsituation der Mutter – muss die Frage erlaubt sein, weshalb mit etwaigen Krankheitsübertragungen gerechnet wird, anstatt den zukünftigen Eltern die Gewissheit zu geben, auf einen gesunden Samenspender zu treffen!

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Gesundheitlichen Faktoren sollen überwiegen

Hier sollte die gesundheitlichen Faktoren für das Kind über den sozialen Punkten stehen, die als Grund für die ablehnende Haltung einer offiziellen Samenspende gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren angegeben werden.

Samenspenden übers Internet – nicht nur unpersönlich sondern auch mit Risiken behaftet

Paare, die sich den Kinderwunsch von einem privaten Samenspender ermöglichen lassen, finden in der Regel keinen anderen Weg. In der kurzen Zeit, in der über das Internet ein Kontakt hergestellt wird, müssen viele Fragen trocken und sachlich geklärt werden. Nationalität, Augenfarbe, Körpermaße aber auch Interessen und Talente spielen für die zukünftigen Eltern eine Rolle. Die zentrale Frage der Gesundheit des Spenders wird immer ein gewisses Restrisiko tragen. Denn kein Gesundheitszeugnis kann die Ergebnisse einer offiziell registrierten Samenbanken erstellen.

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Bildquelle: shutterstock.com – Dubova

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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