Kinderschuh-Kauf – Darauf sollten Sie achten

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Kinderschuhe kaufen - Mutter zieht Kind Schuh an
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Fast die Hälfte aller Kinder tragen Schuhe, die nicht richtig passen. Experten schlagen deshalb Alarm, denn wer schon im zarten Alter falsches Schuhwerk trägt, kann später unter Gelenkproblemen und Haltungsschäden leiden. Tipps für den Schuhkauf mit Kindern.

Schuhgröße und Passform korrekt bestimmen

Schuhe helfen nicht beim Laufen lernen, doch sobald ein Kind draußen unterwegs ist, benötigt es festes Schuhwerk. Hausschuhe sind nicht unbedingt nötig, außer die Fußböden sind sehr glatt und rutschig. Soviel wie möglich barfuß laufen ist für die Fußentwicklung am gesündesten. Kinderfüße wachsen rasant schnell, doch der Nachwuchs beschwert sich nicht, wenn der Schuh drückt. Der Grund ist, dass Kinderfüße relativ schmerzunempfindlich sind, weil die Bindegewebspolster den Druck noch abfedern.

Eltern sollten daher die Füße ihrer Kinder regelmäßig vermessen lassen:

  • Bis zu drei Jahren im Schnitt alle zwei Monate,
  • zwischen vier und sechs Jahren alle vier Monate
  • und bei Schulkindern reicht zweimal Messen pro Jahr aus.

Entscheidend ist auch, die Innenlänge zu bestimmen, denn danach richtet sich die Schuhgröße. Je nach Hersteller kann diese unterschiedlich ausfallen und die Differenz bis zu zwei Schuhgrößen betragen. Im Fachhandel erhältliche Kinderschuhe mit dem WMS-System tragen diesem Problem Rechnung. Dahinter steckt ein spezielles Messsystem, bei dem Fußlänge und -volumen sowie Brandsohlenform bestimmt werden. Auch die Fußweite muss berücksichtigt werden. Gute Kinderschuhe gibt es in schmal, mittel und weit.

Mädchen Ratgeber
Der beste Zeitpunkt für den Kinderschuhkauf ist der Nachmittag, weil dann die Füße ihre größte Ausdehnung erfahren. Zuvor sollte das Kind ein paar Minuten barfuß oder auf Socken durch das Schuhgeschäft laufen. Wurden vorher zu kleine Schuhe getragen, sind die Füße zusammengestaucht, was bis zu zwei Schuhgrößen ausmachen kann.

Auf weiches Leder und Gummisohlen achten

Beim Schuhkauf sollte das Fachgeschäft bevorzugt werden. Wer Kinderschuhe online kauft, kann einfach testen, ob die Größe korrekt ist: Das Kind wird mit Socken auf ein Stück Pappe gestellt und die Umrisse beider Füße abgezeichnet. Danach werden die Pappsohlen ausgeschnitten, in die Schuhe gesteckt und verglichen. Ganz knapp passen sollten die Schuhe nicht. Ein idealer Kinderschuh ist 1 bis 1,5 cm länger als der Fuß.

Es wird beim Laufen Platz zum Abrollen benötigt, und da beim Nachwuchs die Füße schnell wachsen, sollte Spielraum sein. Deutlich zu große Schuhe zum Mitwachsen zu kaufen, ist nicht empfehlenswert, da das Kind so leicht beim Laufen stolpert.

Eine rutschfeste Gummisohle ist beim Kauf von Kinderschuhen zu bevorzugen. Weiches, anschmiegsames Leder ist das beste Material. Idealerweise lässt sich der Schuh in der Hand biegen und in sich drehen. Auch die immer beliebter werdenden Kinderschuhe aus Wasser abweisendem, atmungsaktivem Synthetik sind eine gute Wahl. Technisch hochwertig sind die Kunststoffe, aus denen die gängigen Turnschuhmodelle hergestellt werden. Ein Fußbett oder spezielle, stützende Einlegesohlen benötigen gesunde Kinderfüße nicht. Wenn möglich, sollte ein Kind immer ein Paar zum Wechseln besitzen, falls eines nass wird. Bei hohem Rist sind Turnschuhe mit Klettverschluss oder klassische Schnürschuhe zu bevorzugen. An den Fersen muss ein Schuh fest sitzen, ohne einengend zu werden. Das ist besonders bei Ballerinas wichtig,

Vorsicht bei gebrauchtem Schuhwerk

Qualitativ hochwertige und gut sitzende Kinderschuhe haben ihren Preis. Gerade außerhalb der EU hergestellte Billigprodukte enthalten oft Giftstoffe und sind mangelhaft in der Verarbeitung. Eltern sollten, wann immer möglich, auf Naturmaterialien setzen. Die Schuhe älterer Geschwister aufzutragen macht nur dann Sinn, wenn sie nicht ausgeleiert und abgetragen sind. Fußfehlstellungen des Vorbesitzers können so auf das nächste Kind übertragen werden.

Video: Schuhe kaufen für Kinder: Passt er auch?

Titelbild: ©istock.com – oculo

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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