Ringelröteln im Kindergarten oder der Schule: Eine Gefahr für die Schwangerschaft?

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Schwangere Frau mit Ringelröteln
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Ob Masern, Scharlach oder eine Erkältung: Ist ein Kind in einer Gruppe erkrankt, haben auch bald die anderen Kinder diese Krankheit. Doch wie gefährlich sind Ringelröteln für Schwangere? Eine gute Nachricht vorweg: Wer bereits als Kind an Ringelröteln erkrankte, ist geschützt. Ein einfacher Test kann schon vor der Schwangerschaft beruhigen. 

Welche Symptome sind typisch für Ringelröteln?

Ringelröteln sind häufig nicht leicht zu erkennen. Der Grund: Sie verlaufen in den meisten Fällen ohne Krankheitsanzeichen. Trotzdem sind die Erkrankten ansteckend. Zeigen sich Symptome von Ringelröteln, so sind diese einer leichten Grippeerkrankung sehr ähnlich. Zusätzlich kann sich ein Hautausschlag zeigen. Dabei breitet sich eine Rötung in Form von Schmetterlingsflügeln auf dem Gesicht aus. Später kommen rote Flecken auf Armen, Schultern, Beinen und dem Gesäß hinzu. Nach ein bis zwei Wochen verschwindet die Rötung langsam.

Auch wenn sie einen ähnlichen Namen tragen: Röteln und Ringelröteln sind nicht dieselbe Krankheit!

Ein wichtiger Unterschied: Gegen Ringelröteln gibt es keine Impfung, sodass ein Immunschutz nur durch Infektion entstehen kann. Das ist besonders für ungeborene Kinder in der achten bis zwanzigsten Woche gefährlich. Die schwangeren Frauen können die Erreger an das Kind weitergeben. Diese können bei dem Kind zu Blutarmut oder Wasseransammlungen im Bauchraum führen – und so das Leben des Kindes gefährden!

Wie kann einer Infektion in der Schwangerschaft vorgebeugt werden?

Da die Krankheit zumeist symptomfrei verläuft, ist ein Test bereits vor einer Schwangerschaft oder in den ersten Wochen empfehlenswert. Durch diesen wird abgeklärt, ob Antikörper gegen Ringelröteln im Blut vorhanden sind. Ist dies der Fall, so besteht keine Gefahr einer erneuten Ansteckung. Das trifft auf bis zu 70 Prozent aller Frauen zu. Die Kosten für den Test werden von der Krankenkasse übernommen, wenn eine Person im Umkreis einer schwangeren Frau erkrankt. Ist jedoch eine schwangere Frau nicht immun und es treten Ringelröteln im Kindergarten oder der Schule der Kinder auf, so gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen:

  • Den Kontakt zu erkrankten Personen meiden.
  • Häufig und gründlich Hände waschen. Ringelröteln werden über Hände und Tröpfchen in der Luft übertragen. Deswegen sollten Schwangere ohne Immunschutz auch auf das Händeschütteln möglichst verzichten.
  • Kindergarten oder Schule meiden, in denen Kinder erkrankt sind.

Infiziert – Welche Therapien sind jetzt möglich?

Infiziert sich eine schwangere Frau in den ersten acht Wochen, kommt es häufig zu einer Fehlgeburt. Durch eine Doppler-Ultraschalluntersuchung kann festgestellt werden, dass bei dem ungeborenen Kind eine Blutarmut vorliegt. Einen Bluttest kann klären, welche Erkrankung vorliegt. Ist eine Erkrankung mit Ringelröteln bestätigt, erhält die Schwangere eine spezielle Therapie. Dabei bekommt das Kind eine Bluttransfusion durch die Nabelschnurvene. Damit kann das Kind gerettet werden. Ist eine Behandlung erfolgreich, bleiben auch keine Schädigungen zurück.

Ringelröteln: Panik oder Entspannung?

Mädchen RatgeberTreten Ringelröteln im Kindergarten auf, sollten Schwangere zunächst Ruhe bewahren und sich testen lassen. Besteht eine Immunität gegen die Krankheit, müssen keine weiteren Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Falls der Immunschutz nicht besteht, sollten schwangere Frauen auf Hygiene achten, den Kontakt zu Erkrankten meiden und mit ihrem Arzt das weitere Vorgehen und engmaschige Kontrollen absprechen.

Titelbild: ©iStock.com – nd3000

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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