Kinderimpfungen: Diese Schutzimpfungen sind Pflicht

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Wichtige Impfungen für Kinder
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Kinderimpfungen sind in diesen Tagen in Deutschland keine Pflichtimpfungen mehr. Dennoch gibt es einheitliche Empfehlungen namhafter Institute und des Ministeriums für Gesundheit, die dem Alter entsprechend verschiedene Impfungen für Kinder vorschlagen.

Pflichtimpfungen – früher und heute

Die Zeiten der Pflichtimpfungen sind in Deutschland schon in den 90 Jahren abgeschafft worden. Dennoch führen viele Eltern für ihre Kleinkinder und Jugendlichen das bewährte Impfbuch, das die ersten effektiven Impfungen bereits im Alter von wenigen Wochen vorsieht. Üblicherweise enden die bekannten Impfpässe für Kinder mit dem 14. Lebensjahr, in dem als letzte Impfung für die Mädchen die gegen die Röteln vorgesehen war.

Für Frauen ist in den letzten Jahren die Impfung gegen Humane Papillomviren hinzugekommen, die als eine der ersten wirksamen Impfungen gegen Krebs gilt. Da die Tradition des Impfens auf einen Jahrzehnte langen Erfolg zurückblicken kann, können Eltern sich heute sorglos für alle wichtigen freiwilligen Impfungen für ihre Kinder entscheiden. Mit dem Fortschritt der Medizin sind die Risiken weitgehend minimiert worden.

Video: Wie funktioniert eine Impfung?

Empfohlene Impfungen für Kinder

Die offiziellen Empfehlungen für Kinderimpfungen beginnen mit der Impfung gegen Rotaviren und Wundstarkrampf. Diphterie, Keuchhusten und Kinderlähmung sind mit Hilfe der modernen Impfmethoden in der westlichen Welt weitgehend eingedämmt worden. Insbesondere die Impfung gegen Keuchhusten hilft, das Bronchiensystem der Kinder zu schützen und Asthma sowie weiteren Krankheiten vorzubeugen.

Beim Keuchhusten entwickeln Kinder ähnlich wie bei den typischen Kinderkrankheiten Masern und Mumps nach einem Ausbruch der Krankheit oft auch zusätzlich eigene Immunabwehrstoffe, die dann gemeinsam mit dem Impfserum ein Leben lang für eine robuste Gesundheit sorgen. Die Impfungen gegen Kinderkrankheiten sind besonders wichtig, da diese Krankheiten im Leben eines Erwachsenen sogar einen tödlichen Ausgang nehmen können.

Kinderimpfungen auch vor Auslandreisen

Impfungen gegen Hepatitis B, Influenza und Windpocken sowie gegen Pneumokokken und Meningokokken wurden früher für alle Kinder, die mit ihren Eltern häufig ins Ausland reisen, empfohlen. Aufgrund der aktuellen weltweiten Migrationen sollten sich Eltern auch standardmäßig für diese Impfungen entscheiden. Je nach Urlaubsland können Kinder auch gegen Typhus und weitere Krankheiten wie Gelbsucht geimpft werden.

Die meisten Impfungen für Kinder werden als Schluckimpfung verabreicht, so dass wie bei der Impfung Polio die Kinder nur ein Stück Zucker mit einer leicht bitteren Note schmecken und die Impfung innerhalb von Sekunden vergessen ist. Am Tag der Impfung ist aber wichtig, dass Kinder sich körperlich nicht anstrengen, da der Körper den Impfstoff verarbeiten muss. Ein kleiner Stich in Oberarm, Po oder Oberschenkel kann über ein ganzes Leben entscheiden. Daher werden auch immer mehr Kampagnen für Kinderimpfungen in fremden Ländern gestartet.

Mädchen Ratgeber
Das System der Massenimpfung ist auch in Deutschland bekannt. So wurden zum Beispiel früher die Rötelimpfungen nach Einladung der Gesundheitsämter auf Termin einmal im Jahr durchgeführt. Heute müssen Eltern die Impfungen für ihre Kinder mit dem Kinderarzt und der Krankenkasse abstimmen.

Kinderimpfungen dringend zu empfehlen

Impfstoffe für eine umfangreiche Kinderimpfung gibt es viele, so viele, dass man als frischgebackene Eltern leicht den Überblick verliert.
Mit sechs Wochen kann bereits gegen Rotaviren geimpft werden und obwohl im Laufe des Lebens sowieso ein Immunisierung gegenüber der Rotaviren stattfindet, entscheiden sich viele Eltern für die Impfung. Rotaviren führen nämlich zu Erbrechen und wässrigem Durchfall, was gerade für sehr kleine Säuglinge schnell gefährlich werden kann, da sie rasch dehydrieren.
Doch auch die gängigen Kinderimpfungen oder Schutzimpfungen gibt es nach wie vor.
Der empfohlene Impfplan sieht folgendermaßen aus:

Mit zwei Monaten erfolgt die Schutzimpfung für Kinder gegen

– Wundstarrkrampf
– Diphtherie
– Keuchhusten
– Influenza
– Kinderlähmung
– Hepatitis B
– Pneumokokken
– Meningokokken
– Rotaviren

Mit drei Monaten, vier Monaten und 11 – 14 Monaten werden diese Impfungen dann nochmals aufgefrischt, je nach Impfstoff können die Auffrischungsimpfungen aber auch teilweise entfallen.
Gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken erfolgt eine Impfung ab dem ersten Lebensjahr. In den darauffolgenden Jahren werden dann verschiedene Impfungen wie Keuchhusten oder Diphtherie aufgefrischt, so dass bis zum Alter von 18 Jahren eine Grundimmunisierung stattgefunden hat. Allein gegen Influenza, also Grippe, muss jedes Jahr neu geimpft werden, da die Grippeviren sich in regelmäßigen Zeitabständen stark verändern und der Impfstoff angeglichen werden muss.

Schutzimpfung für Kinder – ja oder nein?

Aufgrund der im Land größer werdenden Auswirkungen der weltweiten Globalisierung sind die von früher bekannten standardmäßigen Impfungen für Kinder sowie auch die modernen neuen Impfungen allen Eltern zu empfehlen. Das Risiko bei einer Impfung ist im Vergleich zu bleibenden Schäden nach Röteln oder Keuchhusten oder gar bei Kinderlähmung ungleich größer.

Titelbild: © istock.com – vadimguzhva

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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