Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft: Sinnvoll oder überflüssig?

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Ernährung für schwangere Frauen
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Natürlich, jede schwangere Frau möchte sich gesund ernähren, um das heranwachsende Baby im Bauch mit allen notwendigen Stoffen zu versorgen. Anbieter von Vitaminen und Spurenelementen werben höchst aggressiv, was zur Verunsicherung vieler Frauen führt. Sind Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft nun sinnvoll oder etwa notwendig?

Eine neue Lebensphase beginnt

Der Schwangerschaftsbedarf jeder einzelnen Frau ist unterschiedlich – doch alle haben eines gemeinsam: Der Organismus der Mutter benötigt jetzt täglich weitaus mehr Vitamine und vor allem Mineralstoffe. Eine gesunde Ernährung, die am Morgen bereits mit einem frisch gepressten Saft oder einer Obstschale beginnt, ist der richtige Weg um die Versorgung beider zu gewährleisten.

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In der Regel sagt bereits der wilde Appetit, welche Stoffe die Frau in den jeweiligen Phasen der Schwangerschaft benötigt. Es gilt jetzt also mehr denn je, sich bewusst zu ernähren. Daher gehören frisches Obst, Gemüse aber auch Fleisch und frische Säfte täglich auf den Speiseplan.

Bei gutem Wohlbefinden und viel Bewegung an der frischen Luft ist das Nahrungsergänzungsmittel für die Frau nicht notwendig. Ein einfaches Beispiel zeigt: Tägliche Spaziergänge von 30 Minuten sorgen für die optimale Versorgung von Vitamin D, das bei Sonnenschein über die Haut aufgenommen wird.

Die Entwicklung des Babys fordert viel Kraft von der Mutter

So manch heranwachsender Fötus verlangt der Mutter all ihre Kraft und somit auch die wertvollen Vitalstoffe. Oftmals gebären diese Frauen große, kräftige Kinder. Hier ist das Risiko einer Unterversorgung für die Mutter gegeben, denn das Kind holt sich über die Plazenta die Nährstoffe, die es zur Entwicklung benötigt.

Eine längerfristige Unterversorgung kann auch zu Entwicklungsstörungen des Kindes führen (hier weiterlesen). Insofern kann eine Nahrungsergänzung (mehr Infos unter http://www.dr-peterhartig.de/) mit Eisen, Folsäure, Magnesium und eventuell auch Kalzium zeitweilig sinnvoll sein.

Dies gilt insbesondere auch für Frauen, die von der Schwangerschaftsübelkeit betroffen sind und sich häufig übergeben müssen. Wenn die Ernährung also zeitweilig stark beeinträchtigt ist, kann eine Nahrungsergänzung sehr sinnvoll sein.

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Der Mangel an Vitalstoffen ist oft erkennbar

Das fehlende Eisen bemerken Frauen sehr schnell mit einer anhaltenden Müdigkeit und einem Gefühl von Schlappheit. Doch hier zeigt sich, wie wichtig die monatliche Untersuchung beim Frauenarzt ist. Mittels der Blutanalyse wird der momentane Zustand der Frau ermittelt. Gegebenenfalls wird der behandelnde Arzt dann zu einer Nahrungsergänzung raten oder entsprechende Hinweise innerhalb der Ernährung geben. In der Regel enthalten frisches Gemüse und Obstsorten alle wichtigen Vitamine.

Bei einem erhöhten Eisen- und Folsäurebedarf sind Zusätze oft sinnvoll und verbessern recht schnell das Wohlbefinden der Frau. Ob ein solcher Bedarf besteht, zeigt wie gesagt, das Ergebnis des Blutbilds. In Einzelfällen reguliert eine kurzzeitige Einnahme von einigen Wochen die Versorgung für Mutter und Kind.

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Nahrungsergänzung: Fazit

Während der Schwangerschaft hat jede Frau einen individuellen Bedarf an lebenswichtigen Stoffen wie Eisen, Magnesium und den diversen Vitamin-Komplexen. Wer sich von vornherein gesund ernährt, fühlt sich gut und versorgt meist auch das Baby ausgezeichnet. Nahrungsergänzungsmittel sind recht teuer. Bevor die zukünftige Mutter sich unnötig mit hohen Kosten belastet, reicht ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Frauenarzt um einen erhöhten Bedarf einzelner Stoffe abzusprechen.

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Bildquelle: Praisaeng – Shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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