Möbel zum mitwachsen – Top oder Flop?

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Kinder wachsen unglaublich schnell. Allein während der ersten zehn Lebensjahre legen sie einen guten Meter zu, verdreifachen ihre Größe und haben einen Zuwachs an Wissen, Können und Bewegungsdrang, der einfach enorm ist. Da reicht es eigentlich aus, wenn Eltern den Kleiderschrank ständig neu befüllen müssen – neue Möbel alle paar Jahre sind schlicht zu teuer. Trotzdem liegt es im Trend, schon den Neugeborenen ihr eigenes Zimmer mit ihren eigenen Möbeln einzurichten, die dann innerhalb von drei Jahren in Kleinkindmöbel und später in Grundschulmöbel verwandelt werden müssen. Wie sinnvoll sind mitwachsende Möbel?

Stühle, Tische, Betten: Alles wandelbar

Vorneweg sei gleich gesagt: Nicht alle Möbel wachsen mit. Denn egal wie geschickt die Stücke gebaut sind, sie stoßen irgendwann an ihre Grenzen. Klassische Möbelstücke, die dank Größenverstellung mitwachsen, sind:

  • Stühle
  • Hocker/Sitzbänke
  • Tische, vor allem Schreibtische
  • bedingt Betten
  • bedingt Schränke

Das ist nicht viel, und in der Regel können diese Stücke auch nicht unbegrenzt mitwachsen. Davon abgesehen wollen Kinder irgendwann auch die „kindlichen“ Designs nicht mehr, sondern fühlen sich dafür zu cool.

Stühle und Tische: Das macht Sinn

Sinnvoll sind Möbelstücke, die wirklich lange nutzbar sind. Dazu gehören mitwachsende Stühle. Das vermutlich bekannteste Modell ist da der Tripp Trapp von Stokke. Allerdings haben inzwischen auch Firmen wie Hauck, Pinolino, Keter und Moizi solche Stühle im Angebot. Die Hochstühle haben eine höhenverstellbare Sitz- und Fußplatte, der Beinsteg kann abgenommen werden, und für die ganz Kleinen gibt es ein Sitzkissen, das den Stuhl noch einmal verkleinert.

Nutzbar sind diese Stühle in der Regel bis zu einem Körpergewicht von etwa 50 kg, also gut bis Ende der Grundschulzeit. Top, denn so ein Stuhl, der immer passt und sogar bei den Hausaufgaben noch ergonomisches Sitzen ermöglicht, ist eigentlich unbezahlbar. Das gilt auch für mitwachsende Mal- und Schreibtische: Die höhenverstellbare und klappbare Tischplatte ermöglicht die Nutzung vom Kindergartenalter bis zum Ende der Grundschulzeit oder sogar darüber hinaus.

Video: Winner – der mitwachsende Kinderschreibtisch von moll

Vom Gitterbettchen zum Juniorbett

Eine ganz andere Sache sind die Betten. Die meisten Gitterbetten für Babies lassen sich zu einem Krabbelkind-Bett mit niedriger Matratze und einigen herausgenommenen Sicherheitsstangen umbauen, die dem Kind das selbständige Zubettgehen und Aufstehen ermöglichen. Später können die Gitterstangen ganz abgenommen werden, so dass aus dem Babybett ein Juniorbett wird, meist mit den Maßen 60 x 120 cm oder 70 x 140 cm. Kinder wachsen schon während der Kindergartenzeit aus diesen Betten heraus, sie benötigen danach ein Jugendbett.

Mädchen Ratgeber
Noch eingeschränkter nutzbar sind die Beistellbetten, auch als Babybalkon bekannt. Sie können in manchen Fällen noch als Sitzbank für Kindergartenkinder weiterverwendet werden, als Bett haben sie am Ende des ersten Lebensjahres ausgedient.

Eine Frage der Kapazitäten und des Lebensstils

Natürlich sind Kindermöbel unglaublich süß und niedlich. Und selbstverständlich wollen alle Eltern ihre kleinen Prinzen und Prinzessinnen verwöhnen, soweit das eben geht. Trotzdem sind manche Kindermöbel, mitwachsend oder nicht, eher Ausdruck von Luxus als wirklich sinnvoll.

Titelbild: © istock.com – archideaphoto

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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