Hausbau Zuschüsse für Familien – Diese Möglichkeiten gibt es

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Familie die ein Haus baut
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Durch die aktuelle Niedrigzinsphase rückt der Traum vom Eigenheim für viele Familien in greifbare Nähe. Im eigenen Heim kann den Kindern der nötige Freiraum zur Entfaltung geboten werden und die Mietersparnis fließt nebenbei in den Vermögensaufbau. Folglich ist im Immobiliensektor vieles in Bewegung. Mit der richtigen Zusammenstellung lässt sich beim Hausbau durch Zuschüsse für Familien bares Geld sparen!

Baukindergeld als Eckpfeiler für Familien

Ein Hausbau ist keine alltägliche Angelegenheit und bedarf der guten Planung. Neben der Auswahl des Grundstückes, des Bauträgers und des Hauszuschnittes ist vor allem die richtige Finanzierung ein bedeutender Faktor.

Seit September 2018 fördert der Staat gezielt Familien mit Kindern beim Erwerb oder Neubau einer Immobilie. Pro Kind gibt es 1.200 EUR pro Jahr als Zuschuss und das über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Gesamteinkommen höchstens 75.000 EUR beträgt, es sich um die einzige eigne Immobilie handelt und eine Selbstnutzung vorgesehen ist.

Das Baukindergeld kann bequem in die Sondertilgung fließen oder in einen Bausparvertrag, um später die Restschuld abzulösen.

Wer eine gute Bonität hat, kann das Baukindergeld für einen Privatkredit nutzen, um mit diesem Eigenkapital-Ersatz-Darlehen beim Hausbau die Zuschüsse für Familien so zu nutzen, dass die Eigenkapitalquote erhöht wird.

Video: Baukindergeld erklärt: Mit Zuschuss vom Staat ins eigene Heim

KfW – Kredite mit Zuschüssen sinnvoll nutzen

Die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) vergibt zinsgünstige Kredite und hält Zuschüsse in verschiedenen Förderprogrammen bereit.

Als Unterstützung für den Hausbau sind diese Zuschüsse für Familien interessant, da zinsgünstige Darlehen und zusätzliche Fördermittel in Kombination angeboten werden. Tilgungsfreie Anlaufjahre von bis zu fünf Jahren können in Anspruch genommen werden, bei denen die mtl. Raten nur die Zinsen bedienen. Vorteile auf einen Blick:

  • zinsvergünstigte Darlehen
  • tilgungsfreie Anlaufjahre zur finanziellen Entlastung in der Anfangszeit
  • einmalige Extra-Zuschüsse, die nicht Teil des Darlehens sind

Zwei KfW Programme sind beim Hausbau für Familien besonders interessant. KfW 124 unterstützt mit einer Darlehenssumme von bis zu 50.000 EUR pro Vorhaben. KfW 153 zielt auf energieeffizientes Bauen und stellt eine Darlehenssumme von bis zu 100.000 EUR pro Wohneinheit zur Verfügung.

Je nach Effizienzhaus-Standard sind zusätzliche Tilgungszuschüsse von 5.000 EUR bis zu 15.000 EUR möglich. Beim Hausbau können diese Zuschüsse für Familien entweder direkt ausgezahlt werden oder die Restschuld entsprechend reduzieren.

Die beiden Förderprogramme können auch miteinander kombiniert werden, sodass die Darlehenssumme über die KfW steigt. Die Antragstellung über die Hausbank muss allerdings immer vor Kaufvertragsabschluss bewilligt sein und der Bereitstellungszeitraum beträgt nur 4 bis 6 Monate.

Danach fallen pro Monat 0,25% Bereitstellungszinsen auf die vereinbarte Restschuld an, was ein kleiner Wehrmutstropfen ist.

Ein KfW-Kredit kann jedoch sogar als Eigenkapital angerechnet werden, da er grundsätzlich als nachrangige Schuld im Grundbuch eingetragen wird. Die Entscheidung darüber liegt im Ermessen der jeweiligen Bank, über die die Finanzierung geregelt werden soll.

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Zuschüsse von Pontius bis Pilatus beantragen

Für die meisten handelt es sich beim Hausbbau um die größte Investition des Lebens. Es lohnt sich daher, auf allen Ebenen nach Förderprogrammen Ausschau zu halten.
Die sechzehn Bundesländer unterstützen durch ihre Landesbanken speziell Familien mit zinsgünstigen Darlehen. Oftmals werden dabei nicht nur Einkommensgrenzen zugrunde gelegt, sondern auch eine bestimmte Anzahl von Kindern.

Das Alter der Kinder spielt ebenso eine Rolle bei der Vergabe, wie die Eigennutzung des Hauses. Selbst die Kommunen in Stadt und Land locken gerade Familien mit Vergünstigungen beim Hausbau, um die Zukunftsfähigkeit einer Region zu stärken.

Sogar die Kirchen vergeben Familien teilweise zinslose Darlehen oder bieten Grundstücke mit Erbbaupacht an, sodass die Anschaffungskosten fürs Eigenheim deutlich gesenkt werden können.

Stein auf Stein – so gelingt der Bau und die Finanzierung

Natürlich gibt es für den Hausbau durch Zuschüsse für Familien nicht den einen Baustein, der alles auf einen Schlag abdeckt.

Die Kombination verschiedener Förderprogramme macht die grundsolide Finanzierung aus. Basis ist für Familien in jedem Falle das Baukindergeld.

Mit KfW-Krediten lässt sich eine sinnvolle Grundfinanzierung bewerkstelligen. Ergänzt werden kann dies dann durch Förderprogramme des jeweiligen Bundeslands und vor allem durch die Kommunen vor Ort.

Erst der Rest wird über ein Bankdarlehen am freien Markt finanziert. Wer auch bei der Finanzierung mit vielen Steinen baut, kann durch die Zinsersparnisse bei den monatlichen Raten eine Menge Geld gewinnen!

Titelbild: © iStock – cyano66

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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