Medienerziehung von Kindern

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Zwei Kinder liegen auf dem Sofa und gucken auf einen Laptop Bildschirm
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Die Heranwachsenden lernen heute ganz selbstverständlich, die Medien zu nutzen und zu bedienen. Aber die weit gerühmte Medienkompetenz bedeutet mehr, als zu wissen, welcher Knopf gedrückt werden muss.

Der Knopfdruck wird spielend erlernt

Eltern kennen viele Situationen, in denen ihr Nachwuchs schnell und gut mit moderner Technik umgehen kann. So wird das Ausmalprogramm im Netz bedient, ohne dass es jemand den Kleinen erklärt hat. Mit dem MP3-Player kennen sich die Kinder bald besser aus als die Erwachsenen. Die App auf dem Smartphone wird für die Kleinen ganz schnell zum sprichwörtlichen „Kinderspiel„. Zum Erlernen des Umgangs mit diesen Geräten werden bald schon keine Erwachsenen mehr benötigt.

Mädchen und Jungen kommen heute früh mit Medien in Berührung und haben dadurch einen selbstverständlichen Umgang damit. Sie probieren sich aus und lernen spielend dazu. Das Interview mit Antje Bostelmann von der Klax Gruppe in der Berliner Zeitung gab dazu erst kürzlich einige Anhaltspunkte. Thema war die Digitalisierung von Kindergärten und Schulen. Bostelmanns Klax Gruppe gestaltet bereits seit 1990 künstlerische Angebote für Kindereinrichtungen. Seit 2014 beschäftigt sich Klax auch mit der digitalen Welt. Die Digitalisierung der Kindergärten und Schulen muss im gesunden Maß erfolgen, um einen guten Ausgangspunkt zu schaffen. Die Kindereinrichtungen dürfen sich der Medienwelt nicht verschließen.

Video: „Kinder der Zukunft“ – Darum gehören digitale Medien in den Kindergarten

Medienkompetenz heißt das Schlüsselwort

Der Umgang mit Medien bedeutet viel mehr, als nur Knöpfe zu drücken. Fachleute bezeichnen den sicheren Umgang mit den Medien als „Medienkompetenz. Dabei geht es um einige wichtige Schlüsselqualifikationen.
  1. Es darf kein wahlloser Konsum erfolgen. Sinnvolles und Interessantes ist selbst aus dem großen Medienangebot auszuwählen.
  2. Die Inhalte müssen eingeordnet und verarbeitet werden.
  3. Werbung und Medienangebote bedürfen einer kritischen Beurteilung.
  4. Medienbotschaften müssen hinterfragt werden. Medienklischees dürfen nicht einfangen.
  5. Mediennutzung dient vor allem dazu, sich mit anderen auszutauschen und kreativ zu sein.

Mit diesen Themen können Kinder nicht von allein umgehen. Sie benötigen die Begleitung der Eltern und von anderen Erwachsenen. Genau diese Punkte müssen dabei berührt werden, hier setzt die Medienerziehung an. Fachleute geben bei der Mediennutzung noch einige Ratschläge, ab wann bestimmte Dinge zu nutzen sind.

  • Bildschirmmedien ab 3 Jahre
  • Spielkonsole ab 6 Jahre
  • Handy oder Smartphone erst mit 9 Jahren
  • Computer und Internet ohne Aufsicht erst ab 12 Jahre

Vorbildfunktion der Familie prägt

Den richtigen Medienumgang erlernt das Kind in der Familie. Eltern und Geschwister sind Vorbilder. Verhaltensweisen werden schnell übernommen.

Mädchen Ratgeber
Verbringt die Familie viel Zeit vor Fernseher und Computer, wird das Kind schwer eine Anregung für das Spiel draußen bekommen. Treffen mit Freunden verlieren an Attraktivität.

Das gute Beispiel der Eltern darf deswegen nicht unterschätzt werden. Medien bilden nur einen Teil des Lebens, es gibt noch viele weitere und schöne Dinge. Das Elternvorbild zählt zudem bei der Medienwahl. Kinder übernehmen in hohem Grade das Verhalten der Eltern.

Medien gehören heute dazu

Eine Welt ohne Digitalisierung wäre in der Gegenwart unrealistisch. Medien gehören ins Elternhaus und die Kindereinrichtungen. Gleichzeitig muss eine sinnvolle Mediennutzung erlernt werden. Die Vorbildfunktion des Elternhauses stellt hier die Weichen, Kindergarten und Schule setzen zusätzliche Bildungsakzente.

Titelbild: ©iStock – romrodinka

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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