Liegen in der Schwangerschaft – So gestalten Sie die dauerhafte Bettruhe angenehm

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Schwangere Frau, die mit einem Stillkissen seitlich schläft
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Unfreiwilliges Ausruhen – der Wermutstropfen in einer Zeit der freudigen Erwartung: Stressbelastungen, ein schwaches Bindegewebe, frühere Operationen, vorzeitige Wehen oder eine Verkürzung des Muttermundes können Auslöser für einen Abgang des Fötus oder eine Frühgeburt sein. Um dies zu verhindern, verordnen Ärzte ihren betroffenen Patientinnen dauerhafte Bettruhe. Das Liegen in der Schwangerschaft hilft, den Druck auf den Muttermund abzuschwächen, allerdings ist die erzwungene Untätigkeit für die Schwangere nicht unproblematisch.

Das Beste draus machen! Ein paar Tipps für die Durststrecke

Ablenkung, Information und ein bisschen Arbeit ist dank Smartphone und Tablet auch vom Bett aus möglich.
Kindernamen, Anregungen für die Ausstattung, Einkaufslisten und mehr lassen sich online recherchieren und organisieren. Telefon, Nachrichtendienste und Facebook erhalten die Kommunikation mit der „Außenwelt“ aufrecht. Spannende E-Books entführen in andere Welten und können im Gegensatz zu Printausgaben unbegrenzt neben dem Bett gelagert werden.

Besonders wichtig ist das bequeme Liegen. Wenn der Bauch im Weg ist und es an allen Ecken kneift, macht die Bettruhe erst recht keinen Spaß. Die Anschaffung von geeigneten Kissen, die eine Entlastung in den unterschiedlichen Liegepositionen ermöglichen, gehört unbedingt auf die Besorgungsliste. 

Mädchen Ratgeber
Optimal ist ein sogenanntes Stillkissen. Nicht erst wenn das Baby da ist, sondern schon während der Schwangerschaft erweist sich dieses als lohnende Investition. Es wird in der Seitenlage zwischen die Knie geklemmt und der Bauch darauf gelagert. Der Kopf findet auf dem oberen Kissenteil eine entspannende Liegeposition.

Bequeme Umstandsmode trägt entschieden zum Wohlbefinden bei. Die Kleidung wächst sozusagen mit und ist so konzipiert, dass sie an den kritischen Stellen nicht drückt.

Welche Schwierigkeiten können durch das Liegen in der Schwangerschaft auftreten?

Die folgenden Probleme sind möglich und müssen einkalkuliert werden:

  • Die Muskeln bauen schon nach vier bis sechs Wochen Liegen um rund 40 % ab
  • Mangelnde Bewegung lässt den Darm träge werden
  • Ständiges Liegen erhöht das Risiko einer Thrombose
  • Das Führen des Haushalts und die Versorgung in der Familie lebender Kinder ist nicht möglich
  • Die unfreiwillige Untätigkeit führt zu Langeweile, Grübeln, Ängsten und unter Umständen sogar Depressionen

Prophylaxe und gute Organisation – Hilfe in Anspruch nehmen

Leichte Gymnastikübungen im Bett helfen, dem Abbau der Muskulatur entgegen zu wirken. Es ist allerdings ratsam, diese nicht auf eigene Faust, sondern unter Anleitung einer Hebamme oder Physiotherapeutin durchzuführen.

Um die Verdauung auf Trab zu halten, sollte ballaststoffreiche Nahrung verzehrt und viel getrunken werden. Unter Umständen empfiehlt der Arzt zur Abwehr der Thrombosegefahr Kompressionsstrümpfe. Wer sich scheut, Verwandte oder Freunde um Hilfe zu bitten, was die Versorgung der Kinder und des Haushalts angeht, sollte sich an die Krankenkasse wenden. Es besteht die Möglichkeit, eine Familienhelferin oder Haushaltshilfe zu beschäftigen, letzteres auch, wenn keine Kinder vorhanden sind.

Neben all diesen organisierbaren Dingen ist die psychische Verfassung der werdenden Mutter ein weniger einfach zu lösendes Problem. Wer ständig liegen muss und an die Decke starrt, bekommt nicht nur Langeweile sondern gerät ins Grübeln und Ängste, die jede Schwangere hat, können sich massiv steigern.

Die Liegezeit so angenehm wie möglich zu gestalten, hat daher oberste Priorität.

Der Schwermut keine Chance geben

Liegen in der Schwangerschaft ist kein Zuckerschlecken. Damit diese Zeit möglichst gut überstanden wird, hilft Abwechslung, gute Organisation, der pflegliche Umgang mit sich selbst und vor allen Dingen das positive Denken. Die Konzentration auf schöne Dinge und gute Gedanken lenkt ab und hilft, die Zeit bis zur Geburt besser zu ertragen.

Titelbild: iStock.com -AndreyPopov

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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