Künstliche Befruchtung: Wissenswertes für den Kinderwunsch

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Neugeborenes wird im Wasser von Mutter gehalten
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Ein Kinderwunsch der sich nicht erfüllt, wird heute nicht mehr so hingenommen. Die Künstliche Befruchtung hat sich in den letzten Jahrzehnten so rasant entwickelt, dass sich Paare ihren Kinderwunsch dennoch erfüllen können, wenn es auf natürlichem Wege nicht klappt. Geht ein Paar den Weg der Künstlichen Befruchtung, so ist das eine große physische Belastung für das Paar.

Die Kostenübernahme für die künstliche Befruchtung

Wenn Paare sich für eine künstliche Befruchtung entscheiden, so wurden vorab schon verschiedene andere Möglichkeiten ausprobiert. Es wurden alternative Behandlungen mit Medikamenten und manchmal sogar OPs in Anspruch genommen. Die Hoffnung, dass es endlich klappt, ist immens hoch und mit ihr steigt auch der Erfolgsdruck. Was ebenfalls eine Belastung darstellt, sind die Kosten der Behandlungszyklen, welche die Paare in aller Regel selbst bezahlen müssen.

Obwohl im Gegensatz von vor ein paar Jahren die Krankenkassen 50 % der Kosten bei dreimaligem Versuch übernommen haben, so hat bei einigen Krankenkassen ein Umdenken eingesetzt.

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Kosten werden teilweise zu 100% übernommen

Es gibt Krankenkassen die zu 100 % der Kosten übernehmen und Zuschüsse oder Beteiligungen anbieten. Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten sind, dass die Paare miteinander verheiratet sind. Außerdem müssen die eigenen Eizellen und eigene Samenzellen benutzt werden. Wird Samen angekauft, dann übernimmt die Kasse nicht.

Die Künstliche Befruchtung und die Verfahren

Das Verfahren das heute am meisten genutzt wird, ist die intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) die mit einer hauchdünnen Nadel in das Spermium gespritzt wird. Später wird diese in die Gebärmutter eingesetzt. Die Methode wurde schon Anfang der 90er Jahre entwickelt und machte es auch unfruchtbaren Männern möglich Kinder zu zeugen. Das Verfahren ist eine Weiterentwicklung der In-Vitro-Fertilisation (VF) was die zweithäufigste Methode ist. Bei diesem Verfahren werden der Frau aus dem Eierstock Eizellen entnommen und in einer Petrischale mit dem Samen des Mannes vereint.

Nicht jede künstliche Befruchtung ist erfolgreich. Im Jahr 2012 war es in Deutschland rund 8700 Mal der Fall das Paare endlich Eltern wurden, wie die Angaben des DIR bestätigen. Es kommt bei jeder fünften Frau, Studien zufolge, während der Schwangerschaftswochen zu einer Frühgeburt bzw. Fehlgeburt, aber auch eine Eileiterschwangerschaft kann auftreten. Ist die Frau schon über 40 Jahre, was die letzten Jahre oft vorkommt, so reduzieren sich die Aussichten erheblich auf eine Schwangerschaft.

Video: Der steinige Weg zum Wunschkind

Ein Tabuthema – die Unfruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit der Frau geht ab dem 35. Lebensjahr zurück, die Wahrscheinlichkeit ein Wunschkind zu bekommen nimmt ab. Daran kann auch die moderne Fortpflanzungsmethode nichts mehr ändern. Die Situation der Kinderlosigkeit kann verbessert werden, wenn eine Sterilitätsbehandlung durch ein erfahrenes Team mit modernsten Labatorien und steter Austausch mit Biologen und dem behandelnden Gynäkologen stattfindet.

Dabei ist die Qualitätsbewertung nicht von der Größe der Klinik abhängig. Es sollte bei einem Kinderwunsch nicht erst jahrelang gewartet werden, denn je früher ein Paar kommt desto größer sind die Chancen auf ein Wunschkind. Dann reiche manchmal schon eine Hormonstimulation um schwanger zu werden, so braucht der ganze Vorgang nicht in Gang gesetzt zu werden.

Die Künstliche Befruchtung birgt auch Risiken. So kann bei der IVF Behandlung bei dem Baby ein niedriges Geburtsgewicht verzeichnet werden, die Neugeborenen-Sterblichkeit und Frühgeburt ist bei der ICSI Behandlung nicht so stark ausgeprägt.

Noch immer ist die Künstliche Befruchtung ein Tabuthema. Viele Paare möchten nicht, dass ihr Umfeld weiß, dass sie nicht freiwillig auf Nachwuchs verzichten. Ein offener Umgang mit dem Thema nimmt die Problematik der Situation, besonders auch beim Mann, denn Zeugungsfähigkeit heißt nicht dass er Potenzprobleme hat.

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Bild: © Michael Zysman – shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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