Kochen mit Kindern: Lecker Rezepte für die Familienküche

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Viel zu viele Menschen ernähren sich heute falsch, greifen auf Fertigprodukte zurück und können sich schlecht selbst regulieren. Da bietet es sich doch an, gemeinsam in der Familie zu kochen und Kindern von Anfang an einen gesunden und rein bedarfsorientierten Zugang zu Nahrungsmitteln und Mahlzeiten zu vermitteln. Das ist auch gar nicht so schwer, denn immerhin helfen schon Dreijährige begeistert mit, wenn es um die Zubereitung des eigenen Essens geht.

Gemeinsam sind wir stark!

Teig rühren, Butter auf das Brot schmieren, Salatgurken und Bananen kleinschneiden: Das können Kindergartenkinder schon sehr gut. Mit der Zeit dürfen die Aufgaben komplexer werden: Fünfjährige sind in der Lage, Brote selbst zu belegen, Rohkostsalate selbständig zusammen zu stellen und Zutaten zu verrühren. Wenn Kinder von Anfang an in der Küche mithelfen, wachsen sie in ihre Aufgaben hinein, entwickeln ein natürliches Verständnis für die Zubereitung von Mahlzeiten und bauen einen enormen Wissensschatz auf. Sie wissen dann einfach, dass Rührei nicht im Kühlregal entsteht, sondern in der Pfanne zubereitet wird, dass Gemüse manchmal erst beim Erhitzen süß wird und dass man manche Lebensmittel gut kombinieren kann, während andere einfach gruselig schmecken.

Mädchen Ratgeber

Weniger ist Mehr!

Im Mittelpunkt sollte am Anfang das Kennenlernen der Ausgangsmaterialien stehen. Damit verbunden sind natürlich Gerichte mit nur wenigen Zutaten, die nicht zu stark verarbeitet werden.

Farbe, Duft und viel Spaß

Ohne Spaß geht es nicht. Und die Verarbeitung von Lebensmitteln ist wirklich eine anregende Sache. Es gibt nur wenig Rohmaterial in der Küche, das langweilig aussieht! Die meisten Lebensmittel sind recht bunt, und das gilt für frisches Obst und Gemüse genauso wie für rohe, frische tierische Produkte. Zusätzlich riecht und duftet alles ganz interessant, und diese Düfte verändern sich während der Zubereitung. Kinder haben wache Sinne. Viele Lebensmittel können roh genascht werden, so dass Kinder nachvollziehen können, wie sich der Geschmack beim Zubereiten verändert. Gleichzeitig kommen Kinder so auf den Geschmack: Viele Lebensmittel schmecken ganz ohne zusätzlichen Zucker, ohne Salz und Gewürze schon recht interessant. Allerdings können Kinder mit fünf bis acht Jahren auch schon komplexere Arbeitsschritte übernehmen. Sie freuen sich, wenn sie die Bratkartoffeln mit Ei oder die Füllung für die Ravioli selbst zubereitet haben. Brot und Kuchen backen stehen jetzt auch ganz hoch im Kurs.

Video: Kids kochen Sally’s Rezepte (leeeecker)

Kindgerecht heißt nicht süß und fluffig, sondern spannend!

Kochen ist wie ein Chemiebaukasten zum Aufessen. Kinder, die ein grundsätzliches Verständnis für die Zubereitung von Mahlzeiten haben, forschen auch gerne etwas weiter. Wie war das mit dem Ei, das beim Kochen hart wird, und dem Gemüse, das bei Erhitzen weich wird? Warum karamellisiert Zucker in der Pfanne, Mehl aber nicht? Am Ende sind beides Kohlenhydrate. Ab etwa dem vierten Schuljahr kann gemeinsam Kochen auch Forschen auf höherem Niveau sein. Jetzt werden die Fragen der Kinder komplexer: Wozu brauchen wir überhaupt das Kalzium in der Nahrung? Wieso sind Spurenelemente wichtig, und warum sollte jede vitaminhaltige Mahlzeit auch Fett enthalten? Natürlich schnippeln Kinder mit 10 Jahren nicht mehr Bananen und Gurke, sondern bereiten selbstständig Lasagne zu, experimentieren mit selbstgemachten Limonaden und freuen sich über eigene Müslikreationen, die in der Schule mit den Freunden geteilt werden.

Rezepte aus Kochbüchern oder dem Internet

Wer selbst nicht unbedingt den Zugang zum Selberkochen hat, findet in zahlreichen Kochbüchern Anregungen. Auch im Internet gibt es Seiten, die sich speziell mit Rezepten von Kindern, Kochen mit Kindern und dem Zubereiten von Mahlzeiten für Kinder auseinandersetzen. Als dankbare Quelle erweisen sich immer wieder Blogs von kochenden Müttern und Vätern. Und gerade da wird deutlich, dass Kochen mit Kindern in erster Linie gemeinsam Spaß haben und Experimentieren heißt. Es geht nur nebenbei um Nährwerte, Zucker und Gesundheit, obwohl diese Themen grundsätzlich einbezogen werden.

Titelbild: © istock.com – monkeybusinessimages

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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