Kinder im Internet – worauf müssen Eltern achten?

0
Mutter sitzt mit der Tochter am Laptop
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertunge(n), Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Kinder gehen mit dem Internet genauso selbstverständlich wie sorglos um. Es ist Aufgabe der Eltern, die sogenannte Medienerziehung in den Alltag zu integrieren. Gemeinsam mit dem Sprössling die unbegrenzten Möglichkeiten des World Wide Web entdecken und dennoch dessen Gefahren einschätzen lernen!

Altersentsprechend und gleichzeitig Freiheiten bietend: Kindersuchmaschinen

Nach den ersten Gehversuchen, die die Kinder gemeinsam mit Mama oder Papa vor dem PC unternommen haben, keimt zumeist der Wunsch auf auch ohne die elterliche Bewachung surfen zu dürfen. Mütter sollen beim Chat mit den Freundinnen nicht jedes Detail mitlesen und was mit Klassenkameraden für den nächsten Wandertag vereinbart wird, geht Väter wirklich nichts an. Um das kindliche Recht auf Privatsphäre mit den Ängsten der Erziehungsberechtigten zu vereinbaren, lohnt die Installation einer Kindersuchmaschine.

Mit Blinde Kuh oder FragFINN klicken sich die Kleinen gefahrlos von einer altersgemäßen Webseite zur nächsten. Auch Apps wie Meine Startseite filtern die Negativlisten heraus und verhindern darüber hinaus den Dauerbeschuss durch überall aufpoppende Werbe-Slogans. Ein Ad-Blocker eignet sich nicht nur zum ausschließen von Werbe-Slogans. Auch können gefährliche Kostenfallen umgangen werden. Dennoch: Einen hundertprozentigen Schutz vermag keine Suchmaschine zu bieten. Eltern haben sich deshalb regelmäßig nach den Erlebnissen ihrer Kinder zu erkundigen und interessiert aber nicht neugierig Fragen zu stellen.

Video: Kinder im Internet schützen – Welche Regeln gelten?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Auf Signale achten: Negative Erfahrungen machen sich bemerkbar!

Selbst die besten Filter und aufmerksamsten Eltern können manchmal nicht verhindern, dass kindlichen Usern unangenehme oder gar traumatische Dinge widerfahren. Auch außerhalb der familiären Schutzzone kommen Kinder mit dem Netz in Berührung. Gewaltverherrlichende Games, die im Zimmer des älteren Cousins gespielt werden oder pornografische Darstellungen auf dem Handy eines Mitschülers – auf all jene Erlebnisse haben Eltern kaum Einfluss.

Was bleibt sind die Bilder, die den sechsjährigen Sohn nicht mehr schlafen lassen. Mit dem Kind reden und hinterfragen warum es meint einen Alptraum gehabt zu haben, ist nun von entscheidender Bedeutung. Ganz wichtig: Eltern haben zuzusichern, dass was immer es ist nicht geschimpft wird. Viele kleine User tragen Geheimnisse mit sich herum, weil sie einer Bestrafung in Form von PC-Verbot oder Wii-Abstinenz aus dem Weg gehen wollen. Der Super-GAU für jede Familie bleibt ein Mobbing-Angriff auf das eigene Kind.

Verweigert der Sprössling die Nahrungsaufnahme, klagt er oder sie über Bauchschmerzen und wird versucht dem Schulbesuch zu entgehen, müssen Eltern hellhörig werden. Gemeinsam mit dem Kind soll das weitere Vorgehen besprochen und nicht einfach über dessen Kopf hinweg entschieden werden – die Tochter, den Sohn noch zusätzlich vor der Klasse zu blamieren schadet mehr als das es hilft!
Kind am PC

Reizüberflutungen tun dem kindlichen Geist nicht gut!

Für das Lernen, Kontakthalten mit Freunden und Spielen birgt das Internet unschätzbare Vorteile. Doch gilt es Maß zu halten und den Kindern auch zeitliche Schranken aufzuzeigen. Eltern haben eine maximale Nutzungsdauer zu vereinbaren und genaue Regeln aufzustellen ab wann und in welchen Situationen das Tablet oder der Laptop eingeschaltet werden darf.

Ein Beispiel: Erst nach der Erledigung der Hausaufgaben und täglich von 16 bis 17 Uhr. Die vielen Informationen, die während des Surfens auf das Gehirn einprasseln, überfordern es nicht selten und sollten vor dem Zubettgehen noch verarbeitet werden können. Empirische Studien haben gezeigt, dass ein übermäßiger Internetkonsum zu Konzentrationsschwierigkeiten führen kann.

Die Schulnoten der Betroffenen sanken um ein bis zwei Stufen und auch das Sozialverhalten sowie die Bereitschaft sich sportlich zu betätigen schwand. Müttern und Vätern sei deshalb ans Herz gelegt, nicht nur das Was zu überprüfen sondern auch das Wieviel auf den Entwicklungsstand des Sprösslings abzustimmen.

Mädchen Ratgeber

Maß- und genauso freudvoll: Kinder im Internet

Für die Gefahren des Netzes zu sensibilisieren und dennoch kindliche Freiheiten zugestehen – wer den goldenen Mittelweg für die Familie eruieren möchte, muss beide Ansprüche gleichermaßen im Auge behalten. Auch sollte sich an die eigene Nase gefasst und die elterliche Vorbildfunktion ernstgenommen werden.

Ebenfalls interessant: Hilfe mein Kind stottert – Wie gehe ich am besten damit um?

Hilfe mein Kind stottert – Wie gehe ich am besten damit um?
Titelbild: © iStock.com/viafilms
Textbild: © iStock.com/michaeljung

Über den Autor

Avatar

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

Keine Kommentare