Lernschwierigkeiten bei Kindern – so können Eltern helfen

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Lernschwierigkeiten bei Kindern
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In jeder schulischen Laufbahn treten zeitweilige Lernschwierigkeiten bei Kindern auf. Abhängig davon wie lange die Problematik bestehen bleibt und wie häufig der ABC-Schütze davon betroffen ist, sollte sich um professionelle Unterstützung bemüht werden.

Vorübergehende Unkonzentriertheit – die leichteste Form der Lernschwierigkeiten

Der kindliche Körper durchlebt mehrere Wachstumsschübe und klammert dabei auch das Gehirn nicht aus. Was gestern noch leicht von der Hand ging, will heute einfach nicht im Gedächtnis haften bleiben. Eltern sollten sich gewiss sein: Niemanden ärgert das mehr als den Betroffenen selbst! Nun liegt es an Mutter und Vater eine helfende aber keinesfalls drohend erhobene Hand zu sein und bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Diese Art der Lernschwierigkeiten bei Kindern gehen häufig mit psychischen Belastungen einher.

Ist ein Haustier verstorben, der beste Freund weggezogen oder wurde der Sprössling von Klassenkameraden verlacht – all jene Faktoren haben Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes und dürfen nicht unterschätzt werden. Eine effiziente Hilfe bei Lernschwierigkeiten dieser Kategorie ist es für eine entspannte Atmosphäre während der Hausaufgabenzeit zu sorgen. Widmen sich Eltern ihrem Kind und bestrafen sie es nicht noch zusätzlich zu den schlechten Noten mit Liebesentzug, lässt sich so manche lernschwache Phase überwinden.

Video: Kinder-Uni hilft Kindern mit Lernschwierigkeiten

Vermeintliche Leichtsinnsfehler oder das D ist kein T

Verdreht das Kind Buchstaben, enden manche Wörter gar in einem wilddurchgewürfelten Wulst und kann es ähnlich klingende Laute nur sehr schlecht unterscheiden, dann liegt wahrscheinlich eine Lese-Rechtschreibstörung vor. Obwohl jeder Legastheniker selbstverständlich Stärken und Schwächen hat und die Betroffenen ganz unterschiedliche Verhaltensmuster aufweisen, werden Eltern die Lernbehinderung an einigen Merkmalen festmachen.

Legastheniker können die Intensität und Länge der Laute nicht erkennen: Immer wird so zu imer und die Sone gerne um eines ihrer Ns beraubt.

Gerade lange Wörter bereiten Probleme und können beim Lesen nicht in ihrer Bedeutung erfasst werden. Die elterliche Hilfe bei Lernschwierigkeiten muss vor allem eine Sache beinhalten: Zeit. Sich in aller Ruhe mit dem Sprössling hinzusetzen und sie oder ihn nicht zu gängeln, hat nun oberste Priorität. Reimwörter für die problematischen Begriffe zu suchen, gemeinsam im Wörterbuch zu blättern und das Kind zur Therapie anmelden – unterstützende Maßnahmen gibt es viele. Neben der Legasthenie meint auch die Rechenschwäche eine ernstzunehmende Lernbehinderung.

Zappeln, hampeln und sich durch alles ablenken lassen: ADHS

Kinder, die unter einer Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörung leiden wurden vormals als Zappelphilipp verlacht. Es fällt ihnen nicht leicht bei der Sache zu bleiben und ruhig auf einem Stuhl zu sitzen. Doch tritt die Erkrankung auch ohne übermäßigen Bewegungsdrang auf und ist dann umso schwerer zu erkennen. Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom verlangt aber genauso wie das ADHS nach gewissen Maßnahmen. Eine Hilfe bei Lernschwierigkeiten dieser Kategorie meint der strukturierte Alltag. Hilfe bei Lernschwieigkeiten

Der Sprössling braucht Regeln und Vorgaben. Zeiten für lernen, spielen, zu Bett gehen und essen müssen klar definiert sein. Nach Möglichkeit sollte jeder Tag identische Muster aufweisen. Hektische Momente verunsichern das Kind zutiefst und bringen es aus dem Konzept. Ein dudelndes Küchenradio, der im Nebenzimmer laufende Fernseher und andere Störgeräusche machen es schier unmöglich, sich auf die Hausaufgaben zu konzentrieren. Selbst kleine Erfolge sind mit einem Lob zu belohnen.

Mädchen Ratgeber

Lernschwierigkeiten bei Kindern: Die Eltern als Ruhepol

Wer zusätzlich zu den Belastungen in der Schule auch noch häuslichen Leistungsdruck erfährt, verfällt in eine Verweigerungshaltung. Der Unterricht wird geschwänzt und das Lesen, Rechnen oder generell die Erledigung der Hausaufgaben ganz eingestellt. Sicherheit zu geben wird zur elterlichen Pflicht!

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Titelbild: © iStock.com/Dejan Ristovski
Textbild: © iStock.com/jojof

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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