Ja-Wort mal anders: Verrückte Hochzeitsbräuche aus aller Welt

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Ja-Wort einmal anders: Verrückte Hochzeitsbräuche aus aller Welt
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Hochzeiten sind in allen Kulturen der Welt ein wichtiger Schritt, allerdings ist das Brauchtum bei der Hochzeit in einigen Ländern mehr als gewöhnungsbedürftig. Manche Länder haben Hochzeitssitten, die in Europa nur Kopfschütteln hervorrufen.

Schmetterlinge erfahren die Wünsche für das Brautpaar

In der indianischen Kultur gehören unbedingt Schmetterlinge zu einer gelungenen Hochzeit dazu. Schmetterlinge stehen bereits seit der Antike für Anmut und Grazie. Doch bei den Indianern gehören sie direkt zur Hochzeitszeremonie dazu.

Entweder werden viele Schmetterlinge in einem Glasgefäß oder Korb gesammelt und dann nach der Zeremonie mit den besten Wünschen für das Brautpaar freigelassen. Oder jeder Hochzeitsgast erhält einen Schmetterling in einer kleinen Schachtel, um ihm die Wünsche für das Brautpaar zuzuflüstern und ihn danach fliegen zu lassen.

Der ‚Flug der Schmetterlinge‘ sieht genauso eindrucksvoll aus wie der ‚Flug der Tauben‘, der in Europa zu einer Hochzeit oft dazu gehören.

In Brasilien ist der Junggesellenabend sehr einfallsreich gestaltet

Wilde Hochzeitsbräuche sind in Brasilien angesagt, welche ein wenig an die Junggesellenparty aus dem Film ‚Hangover‘ erinnern. Da kann der Bräutigam schon mal in Sträflingskleidung mit seinen Freunden um die Häuser geschickt werden, wobei auch Hasenohren und ein Bauchladen weitere spaßige Demütigungen darstellen.

Es gibt auch Schnitzeljagden oder ganz ausgefallene Städtetrips für die Herren der Schöpfung. Die Braut dagegen spielt meist lustiges ‚Geschenkeraten‘, wobei sie dreimal raten darf, was das Geschenk enthält oder sie muss ein Kleidungsstück ablegen und dazu meist auch ein Glas Alkohol trinken.

Je nach Anzahl der Geschenke und der Ratekunst endet der Mädelsabend meist nackt mit einer Schärpe mit einer Aufschriften wie ‚Gut, dass du morgen heiratest‘, sowie pikanten Erinnergungsfotos.

Video: Verrückte Hochzeitszeremonie

In Thailand geht die ganze Hochzeitsgesellschaft ins Brautgemach

Seltsame Hochzeitsbräuche bezüglich der Hochzeitsnacht gibt es auch in Thailand. Obgleich sich die meisten Hochzeitspaare darauf freuen, endlich allein zu sein, geht in Thailand die gesamte Hochzeitsgesellschaft mit ins Brautgemach.

Dort wird zunächst das älteste und am längsten verheiratete Ehepaar in das Brautbett gelegt. Anschließend wird das Ehebett ausgiebig gesegnet. Dieses Ehepaar bereitet auch das Brautbett selber vor, in das Sesam, Reis, eine Schüssel mit Regenwasser, Münzen und ein Steinstößel gelegt werden.

Diese Gegenstände sollen zukünftigen Wohlstand symbolisieren und die Fruchtbarkeit verstärken. Alle Objekte müssen drei Tage im Ehebett bleiben, bevor sie entfernt werden dürfen. Erst danach hat das Ehepaar das Brautbett ganz für sich allein.

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Fazit: Viele Hochzeitsriten zum Schmunzeln

Die vielen unterschiedlichen Hochzeitsbräuche weltweit bringen einen schon zum Schmunzeln, wenn man davon liest. Jedoch sind die meisten dafür gedacht, dem Ehepaar Glück und Segen zu wünschen, wobei etwas Aberglaube im Spiel ist. In Deutschland werden die Brautschuhe zum Beispiel mit Centstücken bezahlt, was für so manchen Fremden seltsam anmutet. Aber es auch schön zu sehen, wie gerade moderne Brautpaare sich auf Traditionen besinnen.

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Bild: © Halfpoint – Fotolia.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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