Hausbau – Richtig planen und Fehler vermeiden

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Grafik einer Planung eines Hauses
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Ein eigenes Haus zu besitzen, ist schon etwas Besonderes. Noch schöner ist es allerdings, wenn dieses von den Eigentümern selber geplant worden ist. Doch so ein Hausbau richtig zu planen, umzusetzen und keine Fehler dabei zu machen, ist schon ein wahres Kunststück. Nachfolgend ein Überblick, wie es funktioniert.

Worauf geachtet werden sollte

Wer sein Einfamilienhaus selber bauen möchte, der steht wohl vor einer der größten Herausforderung, in seinem Leben. So eine Planung bezieht sich nicht auf die nächsten ein oder zwei Jahre, sondern ist auch noch in vielen Jahrzehnten von Bedeutung.

Unter anderem deshalb ist es immens wichtig, dass sich während der Planungsphase keine gravierenden Fehler einschleichen. Sicherlich überwiegt die Freude und Aufregung, wenn das Vorhaben erst einmal beschlossene Sache ist, doch Faktoren wie Gründlichkeit und logisches Denken, dürfen dabei nicht in Vergessenheit geraten.

Ein Einfamilienhaus bauen bedeutet nämlich weitaus mehr, als sich „nur“ über die Anzahl der Zimmer und die Größe des Gartens, Gedanken zu machen. Wer die Möglichkeit der Verwirklichung von einem eigenen Haus bekommt, sollte diesen Traum auch bis ins kleinste Detail zu Ende träumen.

Vom ersten Spatenstich bis hin zum Einzug, ist es ein langer Weg, welcher sicherlich zwischendurch den einen oder anderen Stolperstein bereithält. Während der Planung sollte in diesen Punkten möglichst kein Fehler gemacht werden:

  • der Wahl des richtigen Grundstücks
  • der Überprüfung sämtlicher Verträge
  • der Grundrissplanung
  • der realistischen Beurteilung der eigenen Möglichkeiten
  • der regelmäßigen Kontrolle von Baufortschritten

Wie die richtige Wahl für das Grundstück getroffen wird

Das richtige Grundstück für das eigene Haus zu finden, gehört bereits direkt zu Beginn, zu den Königsdisziplinen der zukünftigen Bauherren. Grundstücke gibt es nicht gerade wie Sand am Meer, aber dennoch sind einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen:
  • der Baugrund sollte fest, trocken und eben sind
  • das Nichtvorhandensein von Altlasten
  • die Himmelsrichtung
  • der Grad der Erschließung
  • die angebundene Infrastruktur
  • das Nichtvorhandensein von rechtlichen Hürden

Des Weiteren hat auch die Grundstücksgröße ihren Platz auf der Prioritätenliste. Zudem ist es immer ratsam, wenn sich vor dem endgültigen Erwerb des Grundstücks, ein intensiverer Blick in den Bebauungsplan geworfen wird. Zu finden sind hier elementare Eckpfeiler wie die Abstands- und Baugrenzen.

Diese legen fest, welches Areal vom Grundstück bebaut werden darf. Besteht beispielsweise der Wunsch nach einem Bungalow mit großer Grundfläche, dann ist gut daran getan, wenn sich vorab darüber informiert wird, ob dieser Typ von Haus überhaupt auf dem Grundstück verwirklicht werden kann. Aufgrund der großen Bedeutung des Grundstücks, sollten hier nach Möglichkeit keine Fehler passieren, denn diese können kaum mehr korrigiert werden.

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Die Verträge – der schriftliche Eigenschutz

Verträge sind bei einem Hausbau ein wesentlicher Bestandteil. Bereits mit dem Vertrag für den Baukredit beginnt die umfangreiche Begutachtung aller schriftlich wichtigen Komponenten des Hausbaus. Auch wenn jeder Vertrag für sich, aus scheinbar zahllosen Seiten besteht, sollten Bauherren auf keinen Fall darauf verzichten, jedes einzelne geschriebene Wort zu lesen.

Nur so kann die bestmögliche Absicherung gegen rechtliche Nachteile gewährleistet werden.

Da Verträge allerdings sehr gerne mit vielen Fachbegriffen bestückt werden, ist es ratsam, dass die Häuslebauer sich entsprechende Hilfe von einem Experten holen.

Insbesondere beim Abschluss von Verträgen, wie:

  • dem Kreditvertrag
  • dem Kaufvertrag vom Grundstück
  • dem Vertrag mit der Baufirma

Wie es bei der Planung vom Grundriss aussieht

Viele Bauherren machen innerhalb der Planung vom Grundriss den Fehler, dass das Haus ausschließlich auf die aktuellen Nutzungswünsche ausgerichtet wird. Jedoch sollte berücksichtigt werden, dass die Kinder irgendwann einmal das Elternhaus verlassen werden und sich so automatisch auch die Raumnutzung ändern wird. Daher ist die optimale Planung eines Grundrisses erst dann erreicht, wenn sämtliche Lebensphasen entsprechend berücksichtigt werden.

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Wer vorher denkt, hat es am Ende besser

Die Planungsphase von einem Haus, ist das A und O. Fehler, die während dieser Zeit gemacht werden, lassen sich am Ende nur ganz schwer wieder ausbügeln. Wer sich vorher intensiv mit der Planung auseinandersetzt, der spart sich zum Schluss nicht nur zusätzliche Arbeit, sondern vielmehr Nerven, Zeit, Geduld und vor allem Geld.

Titelbild: © iStock – whyframestudio

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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