Hamster oder Kaninchen: Kleintiere mit niedriger Lebenserwartung

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weiß- graues Kaninchen und hellbraunes Meerschweinchen
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Fast alle Kinder äußern irgendwann den Wunsch, ein Haustier haben zu wollen. Süße Kaninchen und putzige Hamster stehen bei ihnen hoch im Kurs. Doch ob die beiden Spezies sich tatsächlich für die Familie und im Besonderen für die Kinder eignen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

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Sie stellen sich gerne auf die Hinterläufe, machen „Männchen“ und sehen mit ihren vollgestopften Backentaschen zum Anbeißen süß aus – Hamster gelten als gerne erwählte Spielkameraden. Die Haltung der Tiere verlangt nicht übermäßig viel Platz. Nur ein halber bis ein Quadratmeter ist für den Käfig einzurechnen. Außerdem ernähren sich die niedlichen Zeitgenossen hauptsächlich vegetarisch. Mit

  • frischem Gras,
  • Weizenkörnern,
  • Sojabohnen,
  • Sonnenblumenkernen,
  • Erbsen
  • oder geschnippelten Karotten

kann sie ihr Besitzer glücklich machen. Auch der Arbeitsaufwand für die Käfigreinigung ist vergleichsweise gering. Mindestens einmal pro Woche muss das gesamte Streu ausgetauscht werden, die von dem Tier erwählte Urinierecke ist täglich zu säubern. Dies verlangt einen Einsatz von circa 60 Minuten wöchentlich. Bei artgerechter Haltung haben Hamster eine Lebenserwartung von zwei bis vier Jahren. Zwar wird die Familie sicherlich traurig sein, verstirbt ihr geliebtes Haustier, doch ist der Hamster somit keine Anschaffung auf Lebenszeit.

Video: Nagerkekse – für Kaninchen & Meerschweinchen

 

Meister Lampe: Kaninchen lassen Kinderherzen höher schlagen

Zwergkaninchen wiegen weniger als zwei Kilogramm und ernähren sich vorzugsweise von frischem Gras, getrocknetem Heu, Körnern und Obst. Über alle Maßen lieben sie knackiges Gemüse. Karotten, Gurken, Salatköpfe und Petersilie munden ihnen hervorragend. Wer sich ein solches Tier zulegen möchte, muss selbigem ausreichend Platz bieten. Pro Kaninchen sind rund 1,5 Quadratmeter Käfig einzurechnen. Bestenfalls haben die Besitzer die Möglichkeit, auf dem Balkon oder im eigenen Garten ein zusätzliches Freilaufgehege anzubringen. Schließlich sind die Kleintiere neugierig und gehen gerne auf Entdeckungsreise.

Mit einer Lebenserwartung von durchschnittlich zehn Jahren, begleiten sie die Sprösslinge durch die komplette Kindheit. Der Arbeitsaufwand für die Säuberung des Käfigs liegt bei circa 1,5 Stunden wöchentlich. Außerdem kuscheln Kaninchen gerne. Es wäre schön, könnten sich die Familienmitglieder pro Tag 60 Minuten Zeit zum Streicheln und Kraulen nehmen.

Hamster vs. Kaninchen: welches Tier ist für wen besser?

Hamster sind im Gegensatz zu Kaninchen nachtaktive Individuen. Wird es draußen dunkel, kommen sie aus ihrem Häuschen und fangen an im Käfig zu rascheln und zu futtern. Deshalb werden sie besser außerhalb des Kinderzimmers untergebracht. Lautes Geschrei und das wiederholte Gewecktwerden untertags bedeutet für Hamster Stress pur. Dieser verkürzt ihre Lebensdauer. Sind die Kinder noch klein und müssen sie bis spätestens 19.30 Uhr ins Bett, ist ein Hamster nicht der richtige Spielkamerad. Weil Kind und Tier somit aneinander vorbeischlafen, macht sich bei der Tochter, beim Sohn bald Frustration breit.

Als Gegenargument fungiert die Platzfrage: Hamster leben alleine, da sie sich sonst mit ihren Artgenossen heftige, blutige Revierkämpfe liefern. Kaninchen hingegen sind äußerst gesellig. Eines alleine fristet eine einsame, unwürdige Existenz. Daher muss mindestens Raum für zwei Exemplare vorhanden sein. Außerdem kommen die Verwandten des Hasen auch hervorragend mit anderen Haustieren zurecht. Meerschweinchen, Hunde und Katzen werden von ihnen in der Regel problemlos akzeptiert.

 

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Beides niedlich, aber nicht jedermanns Sache

Größeren Kindern, die selbstständig auf den Hamsterschlaf Rücksicht nehmen und länger aufbleiben dürfen, sei die Anschaffung eines solchen Tiers ans Herz gelegt. Bei jüngeren Sprösslingen sollten sich Eltern lieber für ein Kaninchen entscheiden. Diese sind robuster, zutraulicher und lieben es, geherzt zu werden.

Titelbild: ©istock.com – gurinaleksandr

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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