ZERO WASTE – Umweltbewusst leben mit der ganzen Familie

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Recyclebare Materialien
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Der Zero-Waste-Lifestyle und das Leben ohne Plastik sind in aller Munde. Sich auf wenigen und dafür bewussten Konsum zu beschränken, hilft der Umwelt und der eigenen Gesundheit. Doch warum ist es wichtig, sich intensiv mit der Vermeidung von (unnötigem) Müll zu beschäftigen und dieses Bewusstsein der ganzen Familie näher zu bringen? Und was können Sie tun, um die Umwelt zu schonen?

Warum Zero Waste?

Es ist kein Geheimnis, dass unsere Meere eine riesige Müllhalde geworden sind, in denen vor allem nicht zersetzbares Plastik zu finden ist.

Zum Teil über hunderte Jahre schwimmt es dort; wenn es nicht vorher von Meerestieren oder Vögeln gefressen wird.

Aber auch wir Menschen nehmen unbewusst immer mehr Mikroplastik in unsere Körper auf – zum Beispiel durch Kosmetika oder das Trinkwasser.

Gefährliche Weichmacher sind verantwortlich für viele Krankheiten und sollen sogar Übergewicht bei Kindern auslösen.

Trotz dessen sind wir viel zu verschwenderisch, vor allem im Umgang mit Lebensmitteln. Pro Jahr werden fast 20 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt.

Zum Teil schon im Handel, bevor sie überhaupt beim Verbraucher ankommen. Aber auch die Abfallmengen aus einzelne Haushalten nehmen deutlich zu.

Eltern als Vorbilder für mehr Umweltbewusstsein

Bei Zero Waste gilt der Grundsatz: So wenig Müll wie möglich zu produzieren. Denn gänzlich ohne Müll zu leben ist nahezu unmöglich und vor allem für Familien schwer umzusetzen.

Er versteckt sich beim Kauf der Kinderkleidung, beim Einkaufen im Supermarkt, zuhause beim Kochen oder auch beim Essen unterwegs.

Müll vermeiden scheint zu Beginn immer eine große Aufgabe zu sein. Eltern sollten jedoch mit gutem Beispiel voran gehen und dabei für ihre Kinder ein Vorbild für nachhaltiges und bewusstes Leben sein.

Denn wer Zero Waste mit der Familie umsetzt, der profitiert von:

  • deutlich mehr gemeinsamer Zeit als Familie durch weniger Einkaufen
  • Ersparnisse durch reduzierten Konsum für mehr schöne Erlebnisse zusammen
  • mehr Zeit für Kreatives (durch DIY-Projekte & ähnlichem zur Müllvermeidung)
  • größeren Genuss beim Essen
  • einer sauberen Umwelt & einer besseren Gesundheit für den Nachwuchs
  • Zufriedenheit & Glück in der ganzen Familie

Zero Waste für Familien: Die ersten Schritte machen

Eine tolle Idee ist es, gemeinsam mit den Kindern durch die Wohnung zu gehen und Schritt für Schritt eine Liste zu erstellen. Auf dieser wird notiert, wo gemeinsam Müll eingespart oder sogar ganz vermieden werden kann.

Dadurch fühlen sich die Kinder mit einbezogen und der Familienzusammenhalt wird gestärkt. Braucht es die Kaffeemaschine mit den Tabs oder reicht es auch zu Filtern?

Kann beim Duschen auf das Shampoo in der Plastikverpackung verzichtet werden und stattdessen feste Duschseife genutzte werden?

Im zweiten Schritt geht es auf größeres Terrain: Das Einkaufen oder auch die Familienausflüge. Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden kann ein Kochplan erstellt werden. Was wann gekocht wird, wird zusammen bestimmt und nur die erforderlichen Mengen eingekauft.

Obst und Gemüse lässt sich in vielen Supermärkten schon verpackungsfrei einkaufen und an der Wurst- und Käsetheke füllen viele Verkäufer die gewünschte Menge auch schon in mitgebrachte Boxen ab.

Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie ist auch das Einkaufen in einem „Unverpackt-Laden“ Das kann für Kinder eine spannende Erfahrung sein und das Gespür für bewussten Konsum sowie regionale und gesunde Ernährung stärken.

Es ist eine tolle Art und Weise Verpackungsmüll zu vermeiden. Bei Familienausflügen können wiederverwendbare Trinkflaschen und eigenes Besteck genutzt werden, statt Einmal-Plastik-Geschirr.

Video: Zero Waste: Kann man mit dieser Strategie Müll und Geld sparen? | Galileo | ProSieben

Als Familie langfristig nachhaltiger Leben

Als Großfamilie ist es zum Teil schwer Zero Waste in den Familienalltag zu integrieren. Um die Kinder jedoch für nachhaltiges Leben zu sensibilisieren ist es wichtig, den Gedanken in so vielen Bereichen wie möglich umzusetzen.

Zero Waste mit der Familie zu leben und gemeinsam um Müll zu vermeiden stärkt den Zusammenhalt.

Zum Beispiel sollte beim Kinderspielzeug auf langlebige und plastikfreie Alternative aus Holz umgestellt werden.

Da Kinder sehr schnell aus ihren Klamotten rauswachsen, sind Second Hand Kleider oder das Shoppen auf Kinderflohmärkten eine tolle Möglichkeit, Geld zu sparen und die Lebensdauer einer Jeans oder eines T-Shirts zu verlängern.

Alles, aus dem die Kleinen rausgewachsen sind, wieder an Second-Hand-Läden gespendet, statt weggeworfen werden.

Im Badezimmer kann auf Zahnbürsten aus Bambusholz, wiederverwendbare Wattepads und auch auf feste Seife umgestiegen werden.

Auch Babyfeuchttücher können nach einfachen Rezepten leicht selbst hergestellt werden. Ein bisschen schwieriger wird es vielleicht beim Thema Windeln.

Es gibt schöne Alternative aus Stoff, die, genau wie Abschmink-Pads, sogar selbst genäht werden können. Diese müssen jedoch regelmäßig gewaschen und desinfiziert werden.

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Zero Waste Tipps & Tricks zur Müllvermeidung

Müll zu vermeiden ist nicht schwierig. Als Familie die ersten Schritte zu machen, motiviert den Nachwuchs, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und selbst aktiv zu werden.

Hier sind nochmal ein paar Tipps & Tricks zusammengefasst, wie das Müllsparen einfach gelingt:

  • Einkaufen: eigenen Beutel zum Einkaufen mitnehmen, unverpacktes Obst und Gemüse kaufen, gemeinsam auf dem Wochenmarkt oder im Unverpackt-Laden einkaufen, Kochplan aufstellen & Einkaufszettel schreiben, Wurst und Käse in mitgebrachte Boxen füllen lassen
  • Kosmetik: Seifenstück zum Händewaschen und duschen nutzen, Deocreme selber machen, Holzzahnbürste nutzen, Wattepads selber nähen,
  • Unterwegs: wiederverwendbare Trinkflasche nutzen, Getränke ohne Strohhalm bestellen
  • In der Küche: keine „Quetschbeutel“ für Kinder kaufen, Dauerbackfolie nutzen, Einfrieren in Schraubgläsern statt Plastiktüten
  • Shoppen: in Second Hand- und Umsonstläden stöbern, Bücher in der Bibliothek leihen, ein altes Kleidungsstück lieber upcyceln statt ein Neues kaufen
  • Spielzeug: Spielzeug aus Holz kaufen oder Leihen, Spielzeug selber basteln

Titelbild: © iStock – Julia_Sudnitskaya

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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