Fisch für Kinder – So machen Sie es den Kleinen schmackhaft

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Ein Mädchen, das Fisch isst
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Der schwimmende Fitmacher: Fisch enthält viel Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Jod und wenig Fett. Fisch ist ein gesundes Lebensmittel und insbesondere für die Ernährung von Heranwachsenden äußerst wertvoll. Aber wie kann man auch Kindern das gesunde Essen schmackhaft machen?

Eine nicht zu unterschätzende Vitalstoffquelle

Omega-3-Fettsäuren fördern bei Babys und Kleinkindern die Entwicklung des Gehirns. Wissenschaftler unterstreichen, dass bereits Ungeborene von den Fischmahlzeiten, welche ihre Mutter zu sich nimmt, profitieren. Weniger bekannt ist, dass Fisch auch ein guter Lieferant für die Vitamine A und D sowie einige Vitamine aus dem B-Komplex darstellt. Außerdem enthält Fisch eine ganze Reihe von wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen wie Magnesium, Eisen, Kalium und Selen.

Wie der Verband für Ernährung und Diätetik betont, enthält Fisch auch alle lebensnotwendigen Aminosäuren. Der geringe Anteil an Bindegewebe im Fleisch des Fisches macht die eiweißbildenden Säuren zudem besonders leicht verdaulich.

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Doch damit nicht genug! Fisch, ganz besonders Seefisch, ist unter den Nahrungsmitteln die einzige relevante Quelle für das Element Jod. Jod ist für eine gesunde Funktion der Schilddrüse essentiell.

Die kleinen Neophobiker oder was der Bauer nicht kennt …

Kinder sind “Gewohnheitstiere” und stehen Neuerungen erst einmal skeptisch bis vehement ablehnend gegenüber. Gerade dann, wenn Fisch eher selten auf den Tisch kommt, gibt das im harmlosesten Fall lediglich Anlass zu naserümpfendem Nachfragen und spontanem Bauchweh. Schlimmstenfalls kommt es zur Revolte. Um die Küchentischmeuterei nicht ausufern zu lassen, sind Eltern versucht, mit mehr oder weniger schlüssigen Argumenten, den Nachwuchs auf einen gesunden Ernährungskurs zu lotsen oder sie streichen gleich die Segel.

Ernährungswissenschaftliche Vorträge, das Erwähnen von hungerleidenden Kindern, die kein feines Fischgericht auf den Tellern haben, Sanktionen oder ausgeklügelte Belohnungssysteme sind in der Regel schnell durchschaut und zum Scheitern verurteilt.

Besser feste Routine als Hokuspokus

Natürlich kann versucht werden, hartnäckige Fischverweigerer “auszutricksen”. Sicher werden Versuche, den verschmähten Fisch unter Lieblingsbeilagen zu verstecken oder in Ketchup zu ertränken im ein oder anderen Fall von Erfolg gekrönt sein. Panieren, zu Burger verarbeiten, gemeinsam kochen oder besonders hübsches Anrichten der Fischmahlzeiten mag hilfreich sein. Aber: welche beruflich und familiär eingespannten Eltern können und wollen auf Dauer die Speisen wie im 5-Sterne-Gourmettempel anrichten?

Und: Ist es überhaupt sinnvoll und erwünscht, den Kindern zu suggerieren, dass eine alltägliche Mahlzeit eines solch außergewöhnlichen Aufwands bedarf? Werden Erwachsene dadurch nicht eher unglaubwürdig und der Fisch erst recht suspekt?

Besser ist es, Fisch regelmäßig und mit schlichter Gewohnheit, ohne großen Aufhebens, auf den Tisch zu bringen. Das Fischgericht sollte, wie jede andere Mahlzeit auch, mit Liebe und Sorgfalt zubereitet werden. Gräten überfordern Kinder und können für kleine Esser sogar gefährlich sein. Deswegen bietet sich für das Essen mit Kindern ein Fischfilet an. Um Kinder den gesunden Fisch schmackhaft zu machen, bietet sich auch der Einstieg mit Fischstäbchen an. Diesen gehören häufig sogar zu den Lieblingsgerichten der Kleinen. Erst einmal auf den Geschmack gekommen, ist der Sprung zu weiteren Fischgerichten kinderleicht.

Zuversichtliche Gelassenheit anstelle von Panik und Aktivismus

Es kann sein, dass sämtliche Versuche, den Kindern das gesunde Essen schmackhaft zu machen, auf eine Mauer des Widerstands stoßen.
In diesem Fall sollte der Esstisch nicht zum Kriegsschauplatz mutieren. Gesundheitliche Nachteile sind ohne Fisch bei ansonsten abwechslungsreicher und gesunder Ernährung nicht zu erwarten. Nicht selten werden aus schwierigen Essensverweigerern experimentierfreudige und kreative Erwachsene mit Sinn für gutes und gesundes Essen!

Titelbild: ©istock.com – Radist

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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