Familienvorsorge: Privatanleger fahren mit Festgeld besser als mit Bundesanleihen

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Familie ernöglicht sich Eigenheim
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In den letzten Jahren hat die Niedrigzinsphase der Europäischen Zentralbank ihre Spuren hinterlassen: Die Rendite von Bundesanleihen befindet sich für nahezu alle Laufzeiten auf einem historischen Tiefststand. Ein Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals ist selbst mit lang laufenden Bundeswertpapieren nicht mehr möglich. Deshalb erleben Festgelder mit voller Einlagensicherung für konservative, sicherheitsorientierte Sparer eine Renaissance: Termingelder stehen für diese Anlegergruppe im Fokus des Interesses.

Niedrige bis negative Renditen bei Bundeswertpapieren – selbst im mittelfristigen Bereich

Wenn Sie einen Kapitalmarktexperten oder einen Wirtschaftsprofessor vor ein paar Jahren gefragt hätten, wie sich denn die Zinsen im mittelfristigen Bereich entwickeln werden, dann hätten Sie meist in etwa folgende Antwort bekommen: Der Realzins wird immer noch positiv bleiben. Im Klartext: Mit festverzinslichen Wertpapieren wird es wohl weiterhin einen Wertzuwachs nach Abzug der Inflation geben.

Inzwischen hat die EZB aber günstige Zinsen und eine hohe Geldmenge als beinahe einzige Maßnahme zur Ankurbelung der Wirtschaft genutzt und sozusagen die Zins-Notbremse gezogen. Obwohl eigentlich nur als Sondermaßnahme gedacht, hat sich diese Finanzmarktpolitik inzwischen verstetigt.

Selbst Bundesanleihen im 4-jährigen Bereich wie die am 04.01.2020 (!) auslaufende Bundesanleihe bringen eine negative Rendite von 0,20 %! Hier publiziert die Bundesbank die Entwicklung der Renditen für die 10-jährige Bundesanleihe. Damit vereinnahmen Anleger in den nächsten 4 Jahren keinerlei Zinsen, sondern zahlen noch drauf. Bei Kurzläufern von etwa einem Jahr bekommen die Anleger pro 100 Euro nur 99,60 Euro bei Fälligkeit ausbezahlt – was den Sinn eines Festverzinslichen verdreht.

Die zwei Anforderungen an die Familienvorsorge: Wertzuwachs und Sicherheit

Wenn Sie für langfristige Anschaffungen, ein Eigenheim oder die Altersvorsorge für sich oder die Familie ansparen möchten, dann sollten Sie sich für einen Teil der Geldanlage für eine Anlageform entscheiden, die wenig Zeitaufwand fordert und mit der Sie die Anlageziele sehr gut erreichen können. Dabei steht ein echter Wertzuwachs im Vordergrund. Der samt Zinsen ausgezahlte Betrag sollte höher als der eingezahlte Betrag plus die Inflation sein, die im Moment weit unter 1 % liegt.

Familie spart gemeinsamZudem sollte die Anlageform das höchst mögliche Ausmaß an Sicherheit bieten: Denken Sie am Besten an ein Sparkonto unter eigenem Namen, welches vollkommen unter dem mehrfachen Schutz der Einlagensicherung steht. Die klassischen Sparbücher und auch SparCards bringen leider zu wenig ein, weshalb die Anlage in Festgelder eine gute Alternative sein könnte: Hier legen Sie das Geld ohne Abzug irgendwelcher Ausgabeaufschläge oder Gebühren für einen festen Zeitraum an und bekommen es bei Fälligkeit ausgezahlt oder können es verlängern. Während der Laufzeit sind keine Kursschwankungen oder Veränderungen der Vertragskonditionen seitens der Bank (und auch nicht durch den Kunden) möglich. Damit steht Anlegern eine absolut planbare, verlässliche Geldanlagemöglichkeit zur Verfügung.

Nur wenige Schritte bis zur besseren Verzinsung

Das Tagesgeld wendet sich an die selbstbewussten Bankkunden, die einen Vergleich zum Finden der besten Zinsen nutzen und das Geld bei bestmöglicher Sicherheit anlegen möchten. Da die Konditionen ständig neu kalkuliert werden und sich der Marktlage anpassen, können wir leider keine für mehrere Wochen gültige Tabelle der empfehlenswerten Festgelder herausgeben. Nutzen Sie am besten einen Vergleich im Internet (wie beispielsweise auf www.tagesgeldkonto.com/festgeld) und sehen Sie sich die aktuellen Angebote für Ihre gewünschte Laufzeit an.

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Bereits ab 1.000 Euro und 3 Monaten Laufzeit gibt es verschiedene Geldanlagemöglichkeiten. Bei höheren Anlagebeträgen und Laufzeiten steigt die Anzahl der Auswahlmöglichkeiten. Ist das beste Angebot gefunden, dann ist eine Kontoeröffnung in wenigen Schritten möglich. Da die Geldanlagebeträge immer per Überweisung auf ein von Ihnen angegebenes Referenzkonto ein- und ausbezahlt werden müssen Sie zudem keine weiten Wege mit viel Bargeld zurücklegen. Dank des europäischen Zahlungsverkehrsraumes gehören zudem die langen Überweisungslaufzeiten der Vergangenheit an, so dass hier keine Zinsverluste mehr entstehen.

Festgelder sind in allen Vertragskonditionen fest vereinbart

Bei der Anlage der Gelder entscheiden Sie sich für ein Angebot einer Bank, welches die Verzinsung und den Auszahlungszeitpunkt unwiderruflich festlegt. Damit gibt es keinerlei Überraschungen während der Laufzeit. Allerdings sind bei vielen Banken auch keine früheren Auszahlungen möglich, so dass sich das Festgeld für alle diejenigen Anlagebeträge eignet, die über eine Notreserve oder einen „Notgroschen“ hinausgehen.

Wenn Sie noch flexibler sein möchten und sich eine tägliche Rückzahlungsmöglichkeit für das Geld wünschen, dann können Sie die Geldanlage mit dem Festgeld durch das sogenannte Tagesgeld ergänzen. Dieses ist etwas niedriger verzinst, kann aber täglich abgerufen werden. Wenn Sie mehr als den Mindestbetrag anlegen, dann können Sie die Fälligkeit der einzelnen Festgelder auch staffeln und beispielsweise 2.500 Euro für ein halbes Jahr und 2.500 Euro für ein ganzes Jahr anlegen und damit über die jeweiligen Teilbeträge zu unterschiedlichen Zeitpunkten verfügen. Bei der derzeitigen Zinslage schlagen Sie die Bundeswertpapiere um ein Vielfaches.

Titelbild: © istock.com – Halfpoint

Textbild: © istock.com – .shock

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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