Drei Generationen unter einem Dach – Vor- und Nachteile

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Glueckliche Mehrgenerationenfamilie im Wohnzimmer
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Leben drei Generationen unter einem Dach, entstehen Vor- und Nachteile. Mit einer guten Planung und Rücksichtnahme kann das Zusammenleben eine echte Bereicherung für alle Parteien sein.

Gegenseitige Hilfe und Unterstützung

In einem Mehrgenerationenhaus, in dem drei Generationen unter einem Dach leben, entstehen Vor- und Nachteile. Aufgaben, die die ältere Generation nicht mehr übernehmen kann, werden von den Jüngeren bewältigt. Sie können sich um körperlich anstrengende Tätigkeiten wie Rasenmähen oder Heckenschneiden kümmern. Pflegebedürftige Personen genießen den großen Vorteil, dass sie zu jeder Zeit Unterstützung bekommen können. Die Pflege der eigenen Eltern im Alter wird durch dieses Zusammenleben maßgeblich vereinfacht.
Gleichzeitig können die Großeltern einspringen, wenn die Kinder eine Aufsichtsperson benötigen. Sind die Eltern berufstätig, dann haben die Kinder jederzeit eine weitere Bezugsperson im Haus. Sie können auch in Krisensituationen als Vermittler einspringen, um die Wogen zwischen Eltern und Kind zu glätten.

Eine Voraussetzung für das Zusammenleben ist der Aspekt, dass die Wohnung auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten sein muss. Barrierefreiheit im Badezimmer und den üblichen Räumen ist im Alter zunehmend wichtiger. Das Zusammenleben wird besonders angenehm, wenn die Senioren so eigenständig wie möglich leben können und trotzdem nicht auf Hilfe verzichten müssen. Außerdem bedeutet ein Mehrgenerationenhaus auch eine große Kostenersparnis.

Wenn die Kindererziehung zum Streitthema wird

Wenn drei Generationen unter einem Dach leben, gibt es einige Herausforderungen. Spannungen sind nicht ausgeschlossen. Jeder hat andere Ansichten und Meinungen, was das Leben in einer solchen Wohngemeinschaft angeht. Das betrifft sowohl die Haushaltsführung, als auch die Kindererziehung. Hier müssen klare Regeln und Aufgaben definiert werden, wer für welchen Bereich zuständig ist.

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Die Großeltern können den Haushalt übernehmen, während die Kindererziehung die Angelegenheit der Eltern ist. Wenn sich alle Generationen an die Regeln halten, funktioniert der Alltag reibungslos.

Ein Zusammenleben bedarf einer Umstellung bei allen Parteien. Jeder muss Rücksicht auf die Bedürfnisse des anderen nehmen und auch die Privatsphäre respektieren. Nicht selten fällt die Umstellung auf eine solche Wohnsituation vor allem den Senioren schwer.

Damit Konflikte vermieden werden, sollte genügend Raum vorhanden sein. Sowohl die Großeltern, als auch die Eltern und Kinder benötigen einen eigenen Rückzugsraum, damit drei Generationen unter einem Dach leben können.

Vor- und Nachteile: Wie das Zusammenleben trotzdem gelingt

Wenn sich die Konflikte auf alle Parteien auswirken und Stress unumgänglich ist, dann sollten die Ursachen und Stressfaktoren erörtert werden.

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Es hilft, die alltäglichen Routinen inklusive Zeitaufwand und persönlichem Empfinden schriftlich festzuhalten. Aufgaben, wie Wäsche waschen, Unterstützung bei den Hausaufgaben oder die Arbeitszeit werden notiert. Dadurch wird deutlich, welche Tätigkeiten viel Zeit beanspruchen und bei welchen Aufgaben Zeit eingespart werden kann.

Ein Wochenplan, der regelmäßig mit der gesamten Familie besprochen wird, schafft Klarheit über alle Aufgaben im Haushalt. Hier kann jeder eine wichtige Rolle im Haushalt übernehmen, sodass alle im Familienalltag integriert sind. Pufferzonen sind im Zeitplan sehr wichtig, denn bei vielen unterschiedlichen Interessen können sich Termin schnell verschieben. Freiräume im Zeitplan sorgen dafür, dass kein Stress aufkommt. Genauso wichtig ist Flexibilität, sodass Termine auch kurzfristig umgestellt werden können. Wenn sich die gesamte Familie aktiv am Zusammenleben beteiligt, gelingt der Mehrgenerationenhaushalt reibungslos.

Wer diese Punkte beachtet, der umgeht viele Stressfaktoren:

  • Eine gemeinsame Planung ist das A und O
  • Jeder Zeitplan benötigt Freiraum
  • Flexibilität im Terminplan ist wichtig
  • Gemeinsam an einem Strang ziehen und aktiv werden

Den Alltag gemeinsam bewältigen

Eine große Voraussetzung für ein reibungsloses Zusammenleben sind die Räumlichkeiten, die jedem Bewohner genügend Raum für sich bieten. Wenn klare Regeln aufgestellt werden, dann profitiert jede Generation von dieser Art des Zusammenlebens.

Titelbild: ©iStock.com – Wavebreakmedia

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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