Kinderbetreuung durch die Großeltern – Zu Oma und Opa statt in die Kita?

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In unserer Gesellschaft gehört der Kindergarten zur Normalität. Jungen Müttern wird erklärt, wie wichtig der Umgang mit anderen Kindern sei und dass der Kindergarten die Entwicklung des Kindes positiv beeinflussen werde. Schaut man hinter die Kulissen, ergibt sich aber ein ganz anderes Bild.

Erst die Individualität, dann die Gruppe

Kinder sind nicht für die „Gruppenhaltung“ geboren. Die Natur bringt nur selten Mehrlingsgeburten hervor, da eine Mutter schon mit nur einem Säugling mehr als ausgelastet ist. Dieser 1:1- Bezug zur Mutter ist lebensnotwendig, das Baby braucht keine Kinder zum Überleben, nur die Eltern und ersatzweise die Kinderbetreuung durch die Großeltern. Das Kind wächst in einem Familienumfeld auf, das bestimmte Verhaltensweisen für richtig erachtet. Diese Prägung sollte durch die Eltern und nicht durch andere Kinder erfolgen, die selbst in ihrer Entwicklung stecken.

Kinder können nicht von Kindern erzogen werden, was durch die Gruppenbildung in Kitas automatisch geschieht. In der eigenen Familie ist das Kind willkommen und muss nicht um sein Dasein kämpfen. Gerade sanfte und sensible Kinder gehen in einer Kita unter, weil sie sich nicht lautstark und kämpferisch „durchsetzen“ werden. Sie müssen die Erfahrung machen dürfen, dass sie physisch und psychisch versorgt sind, ohne zuvor eine Leistung erbringen zu müssen. In der Kita gewinnt der Stärkere. Aber das sollte nie das Lebensprinzip eines Menschen sein.

Bedingungslose Mutterliebe ist Seelennahrung

Erfolgt eine Unterbringung im Kindergarten, wird der natürliche Reifungsprozess unterbrochen. Eine Mutter nimmt sich Zeit für ihr Kind. Sie beschützt es vor allem, was schaden könnte. Und sie würde innerhalb der Familie jede verbale oder physische Grenzüberschreitung durch Geschwisterkinder unterbinden und das betroffene Kind auffangen. Im Kindergarten sind diese Erfahrungsmöglichkeiten nicht gegeben. Die Kinder werden beaufsichtigt, gefördert und angeleitet, aber sie erfahren keine Liebe.

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Keine uneingeschränkte Entwicklung

Während eine Mutter ihr Kind bedingungslos liebt und ihm im Idealfall Freiraum für die eigene Entfaltung lässt, zählt im Kindergarten die Leistung. Dort ist es wichtig, den Gruppenregeln zu entsprechen. Je früher, desto besser. Nicht, weil die natürliche Entwicklung so verlaufen würde, sondern weil die Betreuung mehrerer Kinder durch einen Erwachsenen diesen Zugzwang schafft.

Wachstum von Innen nach Außen

Kann die Kinderbetreuung durch die Großeltern stattfinden, wird das Kind davon nur profitieren. Sind die Großeltern gesundheitlich fit und existiert ein enges Familienband, sollte der Kindergarten keine Option sein. Das Kind ist in einem natürlichen Umfeld besser aufgehoben als in einer Einrichtung, in der es kein Individuum mehr ist und sein Leben an Entwicklungspläne und Erwartungen fremder Menschen angepasst wird. Die Vorteile, innerhalb der Familie aufwachsen zu dürfen, sind eindeutig:

  • Kinderbetreuung durch die Großeltern schenkt Geborgenheit.
  • Positive Charaktereigenschaften können gefördert werden.
  • Kein Konkurrenzkampf, um gesehen und gehört zu werden.
  • Eigene Bedürfnisse werden gesehen, wodurch das Ich- Gefühl gestärkt wird.
  • Keine Reizüberflutung durch andere Kinder.
  • Möglichkeiten für stille Zeiten und zum Nachdenken, was in Kitas nicht möglich ist.
  • Bedingungslose Liebe in Form von Umarmungen und körperlicher Zuwendung sichert das Empfinden, willkommen zu sein.

Erziehung muss von Liebe geprägt sein

Erfolgt die Kinderbetreuung bei den Großeltern, werden viele kindliche Bedürfnisse gestillt. Großeltern sind aufgrund ihrer Lebenserfahrungen weniger leistungsorientiert und können den Nachwuchs leichter so nehmen, wie er ist. Wachsen Kinder in dieser Weise auf, entwickeln sie schneller positive Charaktereigenschaften, da sie sich geliebt und gewollt erleben. Ihnen wird Aufmerksamkeit und Zeit durch die Großeltern geschenkt, was für ein positives Selbstbild unerläßlich ist.
Titelbild: ©istock.com – Liderina

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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