Die erste Behandlung beim Kieferorthopäden: So nehmen Sie Ihrem Kind die Angst

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Kleiner Junge beim Kieferorthophaeden, dem etwas vom Arzt erklärt wird
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Wer schon als Kind Angst vor dem Zahnarzt oder dem Kieferorthopäden hat, verliert sie so schnell nicht. Doch Eltern haben zahlreiche Möglichkeiten, Ängste zu minimieren oder ganz zu beseitigen.

Den richtigen Spezialisten finden

Kieferorthopäden haben der menschlichen Entwicklung entsprechend in ihrer Tätigkeit mit sehr vielen Kindern und Jugendlichen zu tun. Sie sind daher besonders gut auf die Behandlung Heranwachsender vorbereitet. Eltern sollten sich informieren, bei welchen Kieferorthopäden andere Eltern gute Erfahrungen gemacht haben. Dabei sollte auch die Meinung der behandelten Kinder beachtet werden, denn um sie geht es ja.

Sind es vielleicht sogar Freunde oder Schulkameraden der eigenen Kinder, sind ihre positiven Erfahrungen ein gutes Mittel gegen die Angst der Altersgenossen. Ein Austausch der Kleinen im Gespräch bewirkt manchmal Wunder. Geht es um die Behandlung besonders schwerer Kieferfehlstellungen bei kleineren Kindern, können Eltern nach einer Praxis suchen, die sich auf frühkindliche Therapie spezialisiert hat. Hier ist damit zu rechnen, dass besonders einfühlsam auf die jungen Patienten eingegangen wird.

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Wichtig ist zudem, dass die begonnen Behandlung des Kieferorthopäden beim Kind nicht unterbrochen oder vorzeitig beendet wird. Das gefährdet den Heilerfolg.

Das Umfeld zeigt Wirkung

Eine Praxis, die hell und freundlich eingerichtet ist, nimmt schon dadurch zahlreiche Ängste. Sie vermittelt den kleinen Patienten unterbewusst Vertrauen. Allein schon das ansprechende Ambiente vermindert die Angst oder nimmt sie sogar vollständig. Vor allem dem Warteraum sollte viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Hier verbringen die kleinen Patienten oft eine lange Wartezeit. Ein unfreundlicher Warteraum baut noch unnötige Spannungen auf. Dabei spielen folgende Kriterien eine Rolle.

  1. Ist der Wartebereich kindgerecht und großzügig?
  2. Gibt es genügend Spielmaterial?
  3. Gibt es kreatives Beschäftigungsmaterial, z.B. Stifte, Papier oder Malbücher?
  4. Sind Bücher für verschiedene Altersgruppen vorhanden?

Moderne Praxen für Kieferorthopädie genügen diesen Ansprüchen in der Regel.

Gerade bei kleinen Kindern spielt der Wohlfühlfaktor eine zentrale Rolle. Sie haben häufig besonders viel Angst, da sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Vermeiden Sie Ängste, indem Sie vor dem Besuch mit Ihrem Kind sprechen und erklären warum ein Besuch beim Kieferorthopäden notwendig und was das Ziel der Behandlung ist. Beantworten Sie geduldig alle möglichen Fragen Ihres Kindes. Womöglich waren Sie als Kind selbst in kieferorthopädischer Behandlung und können von guten Erfahrungen und Ergebnissen berichten.

Erster Besuch nur zum Kennenlernen

Eltern sollten mit ihrem Kind erst einmal den Kieferorthopäden und seine Praxis ohne Behandlung besuchen. Dann kennt der Nachwuchs die Räume bereits und fühlt sich vielleicht sogar heimisch. Besonders, wenn die Spiel- und Beschäftigungsecken anziehend wirken, kommt das Kind wieder gern in die Praxis. Es hat Lust auf neue Entdeckungen.

Eine kleine Spielrunde im Wartezimmer schafft Vorfreude auf den erneuten Besuch. Die erste Begegnung mit dem Arzt sollte ohne Behandlung und Untersuchung ablaufen. Ein Gespräch nimmt Ängste und der kleine Patient erlebt sein Gegenüber als netten Menschen. Auch im Laufe der weiteren Behandlung fördert der lockere Austausch zwischen Eltern, Kind und Arzt ein gutes Verhältnis. Vor dem Erstbesuch beim Kieferorthopäden sprechen die Eltern ruhig und sachlich mit ihrem Kind über die weiteren Vorgänge. Das schafft eine Ausgangsbasis.

Video: Besuch beim KIEFERORTHOPÄDEN…

Die erfolgreiche Behandlung braucht keine Angst

Gehen Eltern genügend auf den Nachwuchs ein, sind kaum Probleme beim Kieferorthopäden zu erwarten. Ein Kennenlernen von Arzt und Praxis beruhigt noch weiter. Allerdings gibt es Kinder und Erwachsene, denen die Angst nicht genommen werden kann. In solchen Fällen muss damit zielführend und sinnvoll umgegangen werden.

Titelbild: iStock.com – LightFieldStudios

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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