Das erste Auto fürs Kind – worauf Sie achten sollten

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Den Führerschein in Händen zu halten ist ein Meilenstein, hin zum Erwachsen werden! Weil das erste Auto immer etwas ganz Besonderes bleiben wird und für Fahranfänger spezielle Überlegungen anzustellen sind, sollten Eltern ihren Sprössling beim Kauf begleiten und beraten.

Gebraucht: das wichtigste Attribut des Anfängerautos

Das Auto eines Führerscheinneulings braucht nicht neu sein. Gerade in den ersten Monaten ist er normal, beim Einparken die Garage zu tuschieren und kleinere Fahrfehler zu begehen. Ein Neuwagen würde dabei schnell an Wert verlieren! Der Verlust bei jeder kleinen Beulen schmerzt dann umso mehr. Wenn es doch einmal kracht bieten Automanager Unternehmen die Möglichkeit die passenden Werkstätten zu finden.

Außerdem neigen Anfänger dazu, ihr Auto individuell gestalten zu wollen. Platziert der Sohn, die Tochter auf der Heckscheibe einen Aufkleber des Lieblingsfußballvereins und misslingt das Vorhaben ein wenig, ist der Schaden nicht ganz so groß. Darüber hinaus ändern sich die Geschmäcker in Sachen Fahrzeugindividualisierung. Was mit 18 Jahren als cool empfunden wurde, sieht einige Jahre später peinlich aus. Wer einen Neuwagen kauft und diesen fünf, sieben Jahre oder gar bis zum Schluss fahren möchte, ärgert sich vielleicht irgendwann über die „Dekorationen“ und Umlackierungen. Bei einem alten Wagen spielt dies keine Rolle.

Video: Bestes Fahranfängerauto: Opel Corsa vs Mazda 2

Die Entdeckung der Langsamkeit

Seit Jahren diskutiert der Gesetzgeber darüber, eine maximale PS-Zahl bei Fahranfängern, ähnlich wie dies bei Bikern bereits seit Äonen praktiziert wird, vorzuschreiben. Ein 18jähriger muss nicht über 250 Pferdestärken verfügen, denn er oder sie ist noch gar nicht fähig, diese richtig und sicher anzuwenden. Das Wissen um die Motorstärke könnte den Teenager unter Umständen sogar dazu verleiten, riskante Überholmanöver zu praktizieren und auf der Autobahn mit Freunden im Fond einmal so richtig Gas zu geben.

Mädchen Ratgeber

Weniger ist mehr!

Die Folgen eines solchen Vorhabens wären schrecklich und mitunter sogar tödlich. Deshalb reicht es vollkommen aus, ein Fahrzeug zu erwerben, dass zwischen 50 und 70 PS besitzt. Schnell genug und dennoch nicht so rasant wie ein Sportwagen, lehren diese Vehikel den besonnenen Umgang mit der Geschwindigkeit. Auch schlafen Mama und Papa sicherlich besser, wenn sie wissen, ihr Nachwuchs schafft es nicht, den Wagen auf über 200 Sachen zu beschleunigen.

Einparken leicht gemacht: überschaubar muss es sein!

In den ersten Wochen und Monaten passieren Fahranfängern immer wieder kleine Missgeschicke. Die Länge und Breite eines Fahrzeugs genau einzuschätzen, verlangt nach ein wenig Übung. Diese haben die Führerscheinneulinge naturgemäß noch nicht. Deshalb werden:

  • Gartenzäune tuschiert,
  • Bordsteinkanten übersehen und
  • andere Fahrzeuge beim Ausparken gerempelt.

In der Regel bleibt es bei kleinen Blechschäden und häufig lässt sich nicht einmal ein Kratzer entdecken. Wer das Fahren mit einer dicken Limousine erlernen soll, hat jedoch ein potentiell höheres Risiko solche Mini-Unfälle zu verursachen. Deshalb stellen Kleinwägen die wohl beste Wahl für Anfänger dar. Beim Einparken verschätzen sich die jungen Fahrer mit selbigen nicht so leicht und schrammen nicht an jeder Hausmauer. Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Argument sind die besseren Parkmöglichkeiten. Je kleiner das Fahrzeug, desto leichter findet sich eine geeignete Parkfläche. Gerade für Großstadt-Cowboys und -girls ein immenser Vorteil. Das fahrerische Selbstbewusstsein reicht nämlich für kleinere Lücke oft noch nicht aus.

Gemächlich, gebraucht und klein: das Fahranfängerauto

Eltern von Führerscheinneulingen durchleben ohnehin schlaflose Nächte. Es sich selbst ein wenig leichter zu machen, gelingt mit der richtigen Fahrzeugauswahl. Teuer, protzig und schnell darf das Vehikel aus Sicherheitsgründen nicht sein – geliebt wird es ohnehin gerade dann, ist das Auto ein wenig schrullig!

Titelbild: © istock.com – SIphotography

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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