Baby macht keinen Mittagsschlaf – Grund zur Sorge?

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Baby wird am Kopf gestreichelt
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Das Baby ist munter und fit, am liebsten möchte es weiterhin beschäftigt werden oder es schreit. Schlimmstenfalls wird es nachmittags müde und ist zur abendlichen Zeit wieder hellwach.

Letztlich hat jeder Mensch sein individuelles Schlafbedürfnis, oder?

Jeder Mensch hat einen eigenen Schlaf- und Wachrhythmus verinnerlicht.

Es gibt Menschen, die Frühaufsteher sind und morgens sehr gut arbeiten können. Dann gibt es Menschen, die am Nachmittag oder am Abend in Bestform sind, um konzentriert zu arbeiten.

Das Baby hat von den Tages- und Nachtzeiten noch nichts verinnerlicht, so dass die Eltern oder andere Bezugspersonen dies mit viel Liebe und Geduld aufbauen können.

Es gibt Babys, die bereits als Neugeborenes einen festen Wach-Schlaf-Rhythmus haben. Das kann sich im Laufe der Entwicklungsphasen (z. B. durch Zahnen, Wachstum, motorische Entwicklung, Sprachentwicklung, etc.) verändern.

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Soll das Baby gar keinen Mittagsschlaf halten, wenn es das nicht klappt?

Der Mittagsschlaf hat den Vorteil, dass das Baby zur Ruhe kommen kann. Auf den kleinen Menschen wirken viele Reize (Geräusche, Licht, Wärme/ Kälte, Kleidung) ungefiltert ein, die im Schlaf besser verarbeitet werden können.

Der Schlaf dient der Verarbeitung aufgenommener Informationen und Reize, um sie später besser zuordnen zu können.

In keinem anderen Alter lernen Kinder so viel wie in der Säuglings- und Kleinkinderzeit. Durch das enorme Lernen ist nicht nur der Mittagsschlaf, sondern auch eine geregelte Schlafenszeit für eine gesunde Entwicklung wichtig.

Wenn am Vormittag viel Trubel (z. B. Einkaufen, Krabbelgruppe, Kinderarzt etc.) gewesen ist, kann es schwer sein, von der Aktivität in die Ruhe zu kommen.

Welche Tipps können helfen?

  1. Das Zimmer abdunkeln und dazu immer die gleiche Schlaf-Musik abspielen. Das Baby verinnerlicht: Jetzt beginnt die Ruhezeit.
  2. Ein entspannender Spaziergang. Die frische Luft und das Schieben im Kinderwagen oder das Tragen in der Babytrage wirken entspannend.
  3. Bei Mama oder Papa eingekuschelt eine Geschichte vorgelesen bekommen. Körperliche Nähe fördert dabei das Einschlafen.
  4. Das Baby zu pucken ist für manche Babys sehr angenehm, weil sie ihren Körper besser spüren und somit entspannter einschlafen können. Hierzu reicht ein großes Handtuch als „Puck-Hilfe“ schon aus. Die Puck-Technik dazu gibt es im Internet.
  5. Wenn das Baby schreit: ruhig bleiben. Die Eltern bzw. Bezugspersonen sind „der Fels in der Brandung“. Durch die ruhige Art hilft es dem Baby, selbst ruhiger zu werden.
  6. Sich selbst mit dem Baby zum Mittagsschlaf hinlegen. Dies wirkt entspannend und nicht nur das Kind ist nach dem Mittagsschlaf ausgeruhter.
  7. Ein „Herztontier“ zum Baby in die Wiege oder ins Bettchen legen. Das Kuscheltier erzeugt ein Geräusch, das beruhigend auf das Baby einwirkt, indem es den Herzschlag im Mutterleib imitiert.
  8. Das Baby baden. Es gibt entspannende Bade-Essenzen speziell für Babys und Kleinkinder, z. B. in gut sortierten Drogerien.
  9. Mit sanfter, leiser Stimme sprechen und nicht an unerledigte Dinge denken. Babys haben ein Gespür dafür, wenn Mama oder Papa gedanklich woanders sind.
  10. Zu guter Letzt sorgt ein geregelter Tagesablauf mit festen Wach- und Schlafzeiten für ein leichteres Einschlafen. Verbunden mit festen Ritualen wird das Einschlafen unterstützt.

Mädchen Ratgeber

Regelmäßige Schlaf- und Ruhezeiten sind für die Entwicklung des Babys besonders wichtig.

Bei Babys bis 3 Monate ist dies alles im normalen Bereich, weil es sich an die neue Welt noch gewöhnen muss.
Wenn es Unsicherheiten zum Schlaf-Wach-Rhythmus gibt, ist der erste Ansprechpartner die Hebamme oder der Kinderarzt. Dies gibt Sicherheit, ob eine andere Ursache zu den Schlafstörungen vorliegt oder ob das Baby einfach noch etwas Zeit braucht. Wer zusätzlich zu den Tipps sein Baby unterstützen möchte, kann sich parallel Rat bei einem Heilpraktiker/ einer Heilpraktikerin holen. Auf natürliche Weise kann dadurch der Schlaf unterstützt werden. Und dem kleinen Menschen wird der Start in die große Welt erleichtert.

Titelbild: ©iStock – Halfpoint

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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