Angst vor Gewitter bei Kindern – So können Sie helfen

0
Beitrag bewerten 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Heftige Regenfälle begleitet von grollendem Donner und hellen Blitzen – das kann für viele Menschen durchaus beängstigend sein. In der Tat haben die Kräfte der Natur mitunter etwas Bedrohliches an sich. Vor allem Kinder geraten bei einer solch turbulenten Witterung häufig in Panik. Allerdings können Erwachsene etwas tun, um die Angst vor Gewitter bei Kindern zu lindern.

Lautes Donnern, helle Blitze – typische Angstauslöser

Angst vor Gewitter ist bei Kindern fast so häufig zu beobachten wie Trennungsangst. So verspüren die lieben Kleinen bei einem Gewitter oftmals das Bedürfnis, sich zu verstecken oder sich in die schützenden Arme Erwachsener zu begeben. Für die Großen wiederum ist es sicherlich nicht leicht zu beobachten, wie ihre Sprösslinge buchstäblich das große Zittern bekommen oder vor lauter Angst zu Weinen beginnen.

Getreu dem Motto: „Früh übt sich“, sind Mama und Papa sehr gut beraten, ihrem Nachwuchs so früh wie möglich zu zeigen, dass Gewitter keineswegs angst-einflößend sein müssen. Ganz im Gegenteil: Gewitter können sehr wohl auch etwas Gemütliches, Anheimelndes an sich haben. Es kommt eben ganz auf die Sichtweise an.

Die Erwachsenen sind am Zug

Wenn es um die Erziehung von Kindern geht, ist es längst wissenschaftlich bewiesen, dass sich die Kleinen vieles von den Großen abschauen und die Erwachsenen sogar in fast jeder Hinsicht als Vorbilder nutzen. Das heißt, dass sich Kinder sowohl die positiven, als auch die negativen Eigenschaften aneignen.

Was liegt in Anbetracht dessen näher, als sich diesen Aspekt zu Nutze zu machen, um von Vornherein die Angst vor Gewitter bei Kindern zu reduzieren? Die Eltern sind demgemäß gut beraten, sich ihre Ängste vor dem Unwetter möglichst nicht anmerken zu lassen. Ablenkung kann helfen, um gegen die eigenen Ängste anzukämpfen – und die lieben Kleinen werden von dieser Vorgehensweise profitieren.

Das weniger Angenehme mit etwas Schönem verknüpfen

Die meisten Menschen neigen dazu, mit bestimmten Ereignissen oder Begebenheiten spezifische Eigenschaften zu verbinden. Am Beispiel der Angst vor Gewitter bei Kindern erweist es sich damit als hilfreich, wie folgt vorzugehen:

  • eine gemütliche Atmosphäre schaffen, um sich und natürlich die Kinder vom Gewitter abzulenken
  • Geschichten erzählen und sich in gemütlicher Runde zusammenfinden
  • Kerzen anzünden, das Gewitter von der sicheren Wohnung aus beobachten
  • Faszination und Begeisterung wecken

Mädchen Ratgeber

Ablenken lassen

Wenn es gelingt, ein Gewitter stets mit positiven Aspekten zu verbinden, so kommen die lieben Kleinen gar nicht erst auf die Idee, dem Unwetter etwas Negatives abzugewinnen. Netter Nebeneffekt: Durch diese Ablenkung können sich auch Erwachsene von ihrer Angst vor dem Gewitter ablenken.

Im Übrigen zeigt die Erfahrung, dass es sehr wohl auch möglich ist, sich durch Konfrontation der Angst zu stellen. So lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Wenn es den Großen gelingt, den Kindern die wissenschaftlichen Aspekte bzw. die physikalischen Hintergründe eines Gewitters spannend und bildlich zu erklären, ist es möglich, dass die Jungen und Mädchen ihre Angst vor dem Gewitter über kurz oder lang erfolgreich besiegen. Denn Angst hat der Mensch oftmals nur vor dem Unbekannten.

Video: Entstehung von Gewitter

Das Gewitter mit anderen Augen sehen

Durch positive Assoziationen kann es ohne Weiteres gelingen, die Angst vor Gewitter bei Kindern zu lindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Darüber hinaus lernen auch die Großen dabei, sich ihren Ängsten zu stellen und sie im Zuge dessen sukzessive abzubauen.

 

Titelbild: ©istock.com – SVphotography

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

Keine Kommentare