Angst vor Entbindung: So können Sie damit umgehen

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Eine Geburt ist immer ein wunderschönes Ereignis – gleichzeitig bringt der letzte Schritt einer Schwangerschaft Spannung oder gar Angst mit sich. Vor allem Frauen, deren früheren Geburten nicht einfach verliefen und Erstgebärende schauen dem unausweichlichen Ereignis mit gemischten Gefühlen entgegen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Betroffene können lernen, mit ihrer Furcht umzugehen.

Angst vor der Geburt – diese Gründe gibt es dafür

Neigt sich die Schwangerschaft dem Ende zu, denken Frauen über die Geburt nach. Ist das Kleine gesund? Geht es schnell? Wird alles gut gehen? Die Fragen häufen sich, aber eine Antwort ergibt sich erst zum besagten Tag, die Wartezeit ruft Ungeduld hervor.

Je mehr eine Frau darüber nachdenkt, desto mehr schürt sich die Angst vor Entbindung. Mütter, deren vorherige Geburten kompliziert verliefen, sind traumatisiert. Schmerzen und Leid beschreiben ihre Erinnerungen. Erstmütter sind unerfahren und lassen sich von schockierenden Geschichten anderer Frauen beeindrucken.

Zudem wird in Film und Fernsehen suggeriert, wie qualvoll eine Geburt doch sein muss. Beim Begriff „Wehen“ schaudern viele Frauen, ohne diese Erfahrung je selbst gemacht zu haben. Und schon der Gedanke, dass bald ein echtes Menschlein den Weg in die Welt durch den engen Geburtskanal finden soll – ein Graus für viele werdenden Mütter.

Die meisten Frauen wissen jedoch erst im Nachhinein – die Angst allgemein unbegründet, denn die Geburt ist ein natürlicher Vorgang, für den Frauen von Mutter Natur perfekt ausgestattet worden sind.

Keine Angst vor Entbindung – Frauen sind für eine Geburt geschaffen

Frauen sollten sich immer in Erinnerung rufen – die weiblichen inneren Organe und die Anatomie ermöglicht Frauen, Kinder zu gebären. Es ist also nichts Unmögliches und keine Weltneuheit. Seit es Säugetiere gibt, bringen die Weibchen ihre Jungen zur Welt.

Der Mensch ist da keine Ausnahme. Oft leben Frauen im Glauben, sie müssten unter unmenschlicher Anstrengung ihrem Kind den Weg ins Licht weisen, dabei arbeitet der weibliche Körper fast von selbst (Presswehen bringen die Frau automatisch zum Mithelfen – mit dem richtigen Druck und der optimalen Intensität).

Außerdem bahnt sich das Baby durch langsame Rotation selbst den Weg und unterstützt dadurch seine Mutter – Teamwork sozusagen.

Video: SCHWANGERSCHAFTS UPDATE Angst vor der Geburt?

Gespräche räumen Bedenken aus dem Weg

Reden hilft immer, auch bei Angst vor Entbindung. Die werdende Mutter kann sich mit anderen Müttern unterhalten – Freundinnen, Bekannte oder die Schwiegermutter. Meist suchen Frauen instinktiv das Gespräch mit der eigenen Mutter oder der Großmutter.

Einfühlsame Frauenärzte und die Hebamme stehen für beruhigende Worte ebenfalls gerne zur Verfügung. Die Hebamme besucht ihre Patientin und nimmt sich ausgiebig Zeit, um die Furcht vor der Geburt auszuräumen. Des Weiteren hilft es werdenden Müttern, wenn sie wissen, dass ihr Partner bei der Geburt dabei sein wird.

Das Paar kann zusammen zum Geburtsvorbereitungskurs gehen und sich mit Atemtechniken und Tipps wappnen. Wer keine Zeit für den Kurs aufbringen kann oder möchte, sollte sich online positive Geburtsberichte durchlesen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Angst vor Entbindung zu mindern:

  • im Hinterkopf behalten: Geburten sind etwas Natürliches
  • Gespräche mit anderen Müttern
  • Hilfe durch Hebamme und Partner
  • Geburtsvorbereitungskurse
  • positive Berichte lesen
  • Entspannung und Ruhe in der Schwangerschaft
  • frühzeitig im Krankenhaus anmelden, Hektik zu vermeiden

Mädchen Ratgeber

Angst vor der Geburt ist normal – aber kein Muss

Vorbereitung und Gelassenheit sind der Schlüssel zur Zuversicht bei der Entbindung. Ängstliche Frauen sollten ihre Bedenken daher nicht vertiefen, sondern können vielfältige Möglichkeiten nutzen, um diesem schönen Erlebnis gespannt, aber freudig entgegenzusehen.

Titelbild: ©istock – alice-photo

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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