Allergien bei Kindern – So erkennen Sie die Symptome

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Immer mehr Menschen leiden unter Allergien, und das schließt Kinder nicht aus. In den vergangenen 60 Jahren hat die Anzahl der Leidenden wie auch die Anzahl der Allergien und die Schwere der Symptome hat zugenommen. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar, einige Forscher vermuten die erhöhte Umweltbelastung als Hintergrund, andere den vermehrten Umgang mit Antibiotika, wieder andere sehen den Grund in der extremen Hygiene, in der Kinder heutzutage aufwachsen. Fakt ist, dass jede Allergie eine Überreaktion des Immunsystems darstellt und schwere Auswirkungen haben kann.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Nicht immer eine Erkältung

Allergien können sich in unterschiedlichen Symptomen äußern, die sich grob nach ihrer Erscheinung sortieren lassen.

Wenn die Atemwege betroffen sind, lösen Allergien Hustenanfälle, Fließschnupfen, Atemprobleme bis hin zu Asthma-Anfällen aus.

Kontaktallergien äußern sich im Hautbild. Es beginnt zu brennen, zu jucken, es bilden sich Pusteln, Blasen oder Nesselbrand. In manchen Fällen wird die Haut extrem trocken und reißt auf.

Überempfindlichkeiten, die die Schleimhäute betroffen. Fließschnupfen, tränende Augen, Beschwerden im Rachen sind normal.

Meist betreffen Pollenallergien und Allergien gegen andere Partikel, die sich in der Luft befinden, die Schleimhäute und die Atemwege. Neben den erwähnten Blütenpollen können das Chemikalien sein, die aus Möbeln, Tapeten oder Wandfarben ausdampfen, Pilzsporen, Hinterlassenschaften von Milben oder Bestandteile von Duftsprays aller Art.

Kontaktallergien setzen voraus, dass die Allergene mit der Haut in Berührung kommen und unter Umständen über die Haut im Körper aufgenommen werden. Typisch sind hier Kosmetika, Textilien, Chemikalien aus dem beruflichen Alltag und Metalle, die in Schmuck und Knöpfen enthalten sind. Auch Medikamente können Allergien auslösen, die sich aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise äußern.

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Sind Allergien erblich bedingt?

Die Neigung zu allergischen Reaktionen ist wohl zumindest teilweise erblich bedingt. Bei Kindern, deren Eltern beide die gleichen Allergien haben, liegt die Wahrscheinlichkeit, auch eine Allergie zu entwickeln, bei etwa 60 bis 80 %. Sind die Eltern zwar Allergiker, reagieren aber auf unterschiedliche Dinge, beträgt das Risiko schon nur noch 40 bis 60 %.

 

Erste Anzeichen: Das deutet auf eine Allergie hin

Ist nur ein Elternteil auf etwas allergisch, sinkt das Risiko auf 20 bis 40 %. Gibt es bislang keine Allergien in der Familie, liegt die Wahrscheinlichkeit sogar nur bei 5 bis 15 %. Vorbeugend scheinen ein Verzicht während der Schwangerschaft auf Passiv- wie Aktivrauchen sowie eine durchgehend nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung gut zu sein.

Es gibt auch Hinweise, dass normal geimpfte Kinder weniger Allergien entwickeln als umgeimpfte Kinder – ausgehend von den Impfempfehlungen der StIKo. Ruhige, verkehrsarme Wohngegenden, insbesondere im Kleinkindalter, senken das Allergierisiko zusätzlich.

Mit einer gesunden Ernährung und Lebensweise können Sie die Immunabwehr Ihres Kindes bereits ab der Schwangerschaft positiv beeinflussen. Gut zu wissen:

Entgegen früherer Annahmen ist die Wahl allergenarmer Lebensmittel nicht erforderlich. Experten empfehlen hingegen eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft und der Stillzeit.


Auch das Stillen des Kindes schützt das Baby vor Infektionen und Allergien

Liegt bei Ihrem Baby ein erhöhtes Allergierisiko vor und Sie können es nicht bzw. nicht voll stillen, ist eine sogenannte HA-Anfangsnahrung* empfehlenswert. Sie kann im Unterschied zu einer normalen Anfangsnahrung, insbesondere in den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten, dem Ausbruch einer Allergie vorbeugen. Zusätzlich können Sie zur Allergieprävention beitragen, indem Sie zu Hause auf eine möglichst schadstofffreie Umgebung achten. Vermeiden Sie z.B. schimmelpilzförderndes Innenraumklima sowie Tabakrauch und lüften Sie regelmäßig. Außerdem können Tiere im Haushalt gerade bei Babys mit erhöhtem Allergierisiko die Wahrscheinlichkeit steigern, dass eine Abwehrreaktion auftritt. Die Anschaffung einer Katze wird daher nicht empfohlen. Lassen Sie sich am besten persönlich von Ihrem Arzt über weitere Maßnahmen beraten.

Weitere Informationen rund um das Thema Allergie bei Kindern sind hier zu finden aptawelt.de

Allergie oder vielleicht doch nur ein Schnupfen?

Das können Laien auf Anhieb gar nicht so einfach feststellen. Einen Hinweis darauf, dass es sich um eine Allergie handelt, hat man, wenn die Beschwerden immer in genau der gleichen Situation auftreten. Wenn das Kind also beispielsweise immer genau dann niest, wenn es längere Zeit mit einem Hund gespielt hat. Oder wenn es jedes Jahr zwischen Februar und März, wenn die Birken blühen, erkältet scheint und entzündete, tränende Augen hat.

Gewissheit verschafft ein Allergietest beim Arzt, der innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen alle möglichen Kontaktallergien aufzeigen kann. Der Test ist ungefährlich und wird von den Krankenkassen getragen.

Weitere Informationen und Inspirationen auch auf Instagram: @aptawelt_de

Die häufigsten Symptome sind eigentlich harmlos

Nur wenige Menschen haben eine so ausgeprägte Allergie, dass sie beim Atmen lautstark pfeifende Geräusche machen oder einen Asthmaanfall erleiden. Die meisten Symptome sind erst einmal harmlos, so auch bei Kindern. Wenn die Nase läuft, die Augen tränen und das Kind öfter hustet, kann das eine Allergie sein. Hautprobleme in immer der gleichen Situation sind ebenfalls ein Hinweis auf eine Allergie.

Dieser Artikel wurde gesponsert von www.aptawelt.de

Titelbild: ©istock.com – tkhatsko

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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