Ab wann sind Ohrlöcher für Kinder erlaubt?

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Mädchen mit Ohrringe
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Kleine Prinzessinnen wünschen sich oft schon in ganz jungen Jahren Ohrlöcher. Da das Ohrlochstechen nicht ganz ungefährlich ist, fragen sich Eltern oft, ab welchem Alter es überhaupt erlaubt ist.

Ohrringe – der Traum vieler kleiner Kinder

Die beste Freundin aus dem Kindergarten hat Ohrringe, das Mädchen aus der Nachbarschaft auch und sowieso haben auch die Stars der Lieblingsserien wie die Girls von der Monster High oder diverse Disneyfiguren Ohrringe, um die kleine Mädchen sie beneiden. Die Frage nach eigenen Ohrlöchern bleibt also nicht aus und Mama und Papa werden so lange damit gelöchert, bis sie ihr Einverständnis zum Ohrlochstechen geben. Es ist natürlich auch schwierig einem Kind die Ohrlöcher zu verwehren, wenn Mama selbst welche hat und auch so mancher Vater trägt ja einen Ohrring oder einen Tunnel, der schließlich auch nur ein erweitertes Ohrloch ist. Daher kommt der Wunsch nach einem Ohrloch auch bei kleinen Jungs immer häufiger auf.

Ab wann Ohrlöcher gestochen werden dürfen ist dabei eine Frage, die Ärzten und Juwelieren oft gestellt wird, eine klare Antwort gibt es jedoch nicht.

Ab wann Ohrlöcher gestochen werden sollten

Es kommt auf den Blickwinkel an, unter dem die Ohrlöcher gestochen werden. Manche Eltern sehen es als Körperschmuck an, andere hingegen als Körperverletzung, wenn einem Kind, welches sich noch nicht dazu äußern kann, Ohrringe verpasst werden.

Ab wann Ohrlöcher gestochen werden dürfen ist nicht gesetzlich verankert. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht es jedoch ganz klar als Eingriff in einen intakten Körper an und bezeichnet das Ohrlochstechen daher als Körperverletzung. Die Europäische Vereinigung für professionelle Piercings ist gegen das Stechen von Ohrlöchern unter dem 14. Lebensjahr, so sieht es im Allgemeinen auch die plastische Chirurgie. Denn oft ist es bei kleinen Kindern der Fall, dass die Wunde nach dem Stechen nicht gut heilt, es zu Entzündungen kommt und im schlimmsten Fall das komplette Ohrläppchen abgenommen werden muss.

Mädchen Ratgeber

Ist ein Kind vierzehn Jahre alt und damit strafmündig, so sehen viele offizielle Verbände und Vereinigungen den richtigen Zeitpunkt gekommen, Ohrlöcher stechen zu lassen.

Ohrlöcher – Pflege und Risiken

Risiken beim Ohrlochstechen bestehen immer, egal in welchem Alter dies geschieht. Das häufigste Problem stellen Entzündungen dar, die aufgrund von mechanischen Reizungen entstehen. Kleine Kinder spielen oft an den neuen, noch unverheilten Ohrlöchern herum oder achten im Schlaf nicht darauf, sich auf den Rücken zu drehen, so dass die Ohrlöcher nicht am Kopfkissen reiben.

Wird das Ohrloch mit einer Pistole geschossen, so ist diese aufgrund ihrer Bauweise nie hundertprozentig steril. Also ist bereits das Ohrlochschießen nicht keimfrei. Besser ist es daher, die Ohrlöcher beim Arzt oder in einem Piercingstudio mit sterilen Einmalnadeln stechen zu lassen. Die Erststecker sollten nickelfrei sein, damit es nicht zu allergischen Reaktionen kommt. Des Weiteren stellen hängende Ohrringe ein Risiko dar, da Teile davon verschluckt werden können.

Gepflegt werden sollten frisch gestochene Ohrlöcher folgendermaßen:

  • der Stecker sollte nicht gedreht werden, da sonst Verletzungen entstehen können
  • ein Wunddesinfektionsspray kann mehrmals am Tag aufgesprüht werden
  • bei sportliche Betätigungen sollten auch Erststecker abgeklebt werden, jedoch nicht zu lange, da sich sonst Feuchtigkeit staut, was zu Entzündungen führt
  • auf das Waschen der Haare sollte in den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Stechen verzichtet werden
  • die neuen Ohrstecker sollten möglichst wenig angefasst werden

Die Eltern entscheiden ab wann Ohrlöcher gestochen werden können

Eine gesetzliche Vorgabe zum Stechen von Ohrlöchern gibt es nicht. Es gibt aber Empfehlungen und Richtlinien. Schlussendlich liegt es im Ermessen der Eltern, wann der Nachwuchs Ohrringe bekommen darf.

Titelbild: © iStock.com – Giulio Fornasar

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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