Ab wann ist Taschengeld für Kinder sinnvoll?

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Es ist ein Junge mit einem Sparschwein in der Hand zu sehen.
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Ob das Spielzeugauto im Kaufhaus oder die Süßigkeiten im Supermarkt: Kinder haben viele Wünsche. Taschengeld vermittelt dem Nachwuchs einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld. Je eher, desto besser? Ab wann Taschengeld für Kinder sinnvoll ist und welchen Taschengeld-Empfehlungen Eltern folgen können.

Taschengeld – ab wann ist es sinnvoll?

Etwas ist „teuer“ oder „wertvoll“? Kinder müssen erst lernen, welche Bedeutung hinter den Worten steckt. Dies gelingt mithilfe von Taschengeld. Viele Eltern fragen sich, ab wann Taschengeld für Kinder Sinn macht. Die Kids können schon im Alter von vier Jahren an das eigene Geld herangeführt werden. Tipp: Erhält ein Kind wöchentlich 50 Cent, lernt es den Wert der Münzen kennen und beginnt zu verstehen, dass es auf größere Anschaffungen sparen muss. Je älter das Kind ist, desto größer werden auch die Wünsche. Eltern sollten dann die Höhe des Taschengelds entsprechend anpassen.

Was darf das Kind vom Ersparten kaufen? Auch wenn es Eltern schwer fällt, einem in ihren Augen unnötigen Kauf zuzustimmen: Das Kind sollte vom eigenen Taschengeld kaufen dürfen, was es gerne möchte. Im Taschengeldparagraphen des Bürgerlichen Gesetzbuches ist verankert, dass Kindern ab sieben Jahren das von den Eltern ausgezahlte Taschengeld zur freien Verfügung steht.

Video: Wie viel Taschengeld ist genug? – Survival Guide for Parents

Kinder & Geld – wie viel Taschengeld ist angemessen?

Nicht selten sind Eltern unsicher, ab wann Taschengeld für Kinder sinnvoll ist und wie hoch der Betrag sein soll. Die von den Jugendämtern herausgegebene Tabelle dient als gute Orientierung. So sollten Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren 50 Cent pro Woche erhalten. Sechs- bis Siebenjährige dürfen bis zu zwei Euro zur freien Verfügung haben, ab acht Jahren dürfen Eltern das Taschengeld auf drei Euro erhöhen.

Ist für Kinder ab zehn Jahren ein Betrag von 15 bis 20 Euro angemessen, benötigen Teenager ab 14 Jahren zum Erfüllen ihrer Wünsche meist mehr Geld. Die Empfehlung für das Alter von 14 bis 17 Jahren liegt bei 30 bis 45 Euro – pro Monat.

Wichtig: Die Werte gelten lediglich als Richtwert. Die Höhe des Taschengeldes sollte neben dem Alter des Kindes immer auch an die finanziellen Möglichkeiten der Eltern angepasst werden. Eltern sollten ihren Nachwuchs auch nicht mit einem zu hohen Taschengeld verwöhnen. Sinn und Zweck des Taschengelds ist, dass das Kind damit haushalten lernt.

Das erste Taschengeld – hilfreiche Regeln & Tipps

  • Wöchentlich oder monatlich?
    Das Taschengeld wird kleineren Kindern am besten wöchentlich überreicht. Jugendlichen kann das Taschengeld auch monatlich auf ein Girokonto überwiesen werden.
  • Klare Regeln aufstellen
    Der (gleichbleibende) Betrag wird stets an einem fest vereinbarten Zahltag überreicht. Wichtig: Auf einen Vorschuss oder Extrageld sollten Eltern verzichten.
  • Sparen lernen
    Wer sein Kind motiviert, einen Teil seines Taschengelds zu sparen, hilft ihm bei der Erfüllung eines größeren Wunsches.
  • Lernen am Modell
    Machen Eltern ihren Nachwuchs früh mit Preisetiketten auf Lebensmitteln, Büchern & Co. vertraut, lernt es automatisch, wie Geld richtig verwendet wird und was das Leben kostet.
  • Kein Zwang
    Das Taschengeld sollte von den Eltern niemals als Druckmittel eingesetzt werden, um damit vom Kind bestimmte Leistungen zu erpressen.

Mädchen Ratgeber

Taschengeld für Kinder: Nicht zu üppig, nicht zu knapp

Ab wann ist Taschengeld für Kinder sinnvoll? Auch wenn kein Kind einen Rechtsanspruch auf Taschengeld hat – aus pädagogischer Sicht macht es Sinn, schon kleine Kinder an den verantwortungsvollen Umgang mit Geld heranzuführen. Egal, ob das Kind sparsam oder immer knapp bei Kasse ist: Das gezahlte Taschengeld ist eine wichtige (Finanz)-Lektion für Kinder – und prägt ihren späteren Umgang mit Geld!

Titelbild: © iStock – BrianAJackson

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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